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Möbel: Der kostspielige Schlaf des Handels

Vom klassischen Handel bislang ignoriert: Online-Anbieter wie Home24

Nach fast zwei Jahren am Markt erhält Möbel-Profi.de einen neuen Markennamen. Der Online-Shop firmiert nun unter der Brand Home24. Der Namenswechsel des Shops aus dem Samwer-Imperium  soll dem Ausbau und der Überarbeitung des Produktsortiments Rechnung tragen.  Die Zeichen im Möbel-Markt stehen auf Angriff. 

Spätestens seit Oliver Samwer in der „Blitzkrieg“-Mail ausgerechnet den Möbelhandel als einen von drei Bereichen ausmachte, in denen ein Milliardenpotenzial schlummert: „There are only 3 areas in ecommerce to build billion dollar business: amazon, zappos and furniture”. Nur die etablierten Möbelhändler in Deutschland  wachen noch nicht auf.  Sie haben das Internet  bisher kräftig verschlafen oder schlicht ignoriert. Das kann teuer werden.

Webshops von Höffner, XXXLutz oder Segmüller sucht man vergebens; Otto hat seinen 2009 gestarteten Webshop Yourhome.de schon wieder begraben. Und Branchenprimus Ikea will sich erst jetzt verstärkt dem Onlinegeschäft widmen – was abzuwarten bleibt, fuhren die Schweden doch bislang eher eine Online-Verhinderungsstrategie statt so kundenfreundlich wie im stationären Geschäft zu sein. 

Es dürfte also spannend werden zu beobachten, wie schnell es den Samwers gelingt, beispielsweise Home24 mit aggressivem (siehe Zalando) Auftritt als coolen, witzigen Anbieter für Sofas&Schrankwände in den Köpfen der deutschen Verbraucher zu etablieren.

Es wäre schade, wenn dabei die kleinen, aber feinen Möbel-Onlinepioniere auf der Strecke bleiben würden. 

Um die Großen muss es einem unterdessen nicht leid tun: Wer zu spät kommt, den bestrafen halt die Geschäftemacher im Internet.

Denn was die Samwer-Brüder anpacken, wird nicht immer gut, lässt sich aber in aller Regel ganz gut zu Geld machen, wie die Beispiel von eBay-Klon Alando, Klingelton-Jamba, dem rechtzeitig vor dem Untergang vergoldeten StudiVZ und dem deutschen Groupon-Klon Citydeal zeigen. Wenn die Branchengrößen also nicht von sich aus fähig oder willig sind, einen modernen, sprich sexy und kundenfreundlichen Onlineshop aufzubauen, müssen sie ihn halt für eine schwindelerregende Summe einkaufen.

Samwer happens.

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Thema: E-Commerce
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Ein Kommentar

  1. Erstellt am 26. Januar 2012 um 15:41 Uhr | Permanent-Link

    Aber ist es denn schon so üblich, dass Möbel im Internet gekauft werden? Kann ich mir gar nich vorstellen! Klar vllt. mal nen Stuhl oder so…

Ein Trackback

  1. [...] slideright true 40 bottom 0 http://etailment.de/2012/moebe.....s-handels/   Der Möbel-Markt gerät in Bewegung 5000 slideright true 40 bottom 0 [...]

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