Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Immer wieder muss man sich in diesen Zeiten von liebgewonnenen Ansichten verabschieden. Beispielsweise vom Glauben daran, dass Amazon (Bilanzmeldung) ja keine oder selten Gewinne macht. Gewinne macht der Online-Riese aber schon wieder. Diesmal mit einem Rekord-Quartals-Überschuss von 857 Millionen Dollar (774 Millionen Euro). Der Konzern legte damit nun schon zum fünften Mal in Folge Gewinne vor. Die verdankt er vor allem seiner Cloud-Sparte AWS. Im US-Handel konnte Amazon seinen operativen Gewinn mehr als verdoppeln. Im internationalen Handelsgeschäft verringerten sich bei steigenden Umsätzen die Verluste. Insgesamt stiegen die Erlöse um 31 Prozent auf 30,4 Milliarden Dollar. Tendenz: weiter steigend.

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Borussia Dortmund macht Fanshop fit:

Vor einigen Jahren noch Mittelklasse, hat sich der Online-Fanshop von Borussia Dortmund zunehmend professionalisiert. Zum Saisonstart soll der Shop noch mehr Usability und Emotionen bieten. Den Relaunch begleitet die best it - eCommerce solutions group mit Sitz im münsterländischen Velen. Das Projekt wird auf der Basis von Shopware umgesetzt.


Windeln.de tritt auf die Bremse:

Windeln.de muss sparen, umstrukturieren heißt das heute, und entlässt daher auch 100 Mitarbeiter. Grund unter anderem: Der erst kürzlich in Nakiki umbenannte Shopping Club wird eingestellt. Sparen helfen soll auch ein "Mehr" an Zentralisierung und Automatisierung. So wird die Zahl der Lieferanten von 750 auf die umsatzstärksten 290 Lieferanten reduziert, die mehr als 95 Prozent des Umsatzes repräsentieren. Trotzdem geht das Unternehmen von einer Verlust-Erwartung von minus 10 bis 12 Prozent der bereinigten Ebit-Marge aus und das bei einem erwarteten Umsatzwachstum in 2016 von rund 25 Prozent auf 200 Millionen Euro. Was vor allem Sorgen machen muss: Noch 2015 machte Windeln.de die Hälfte des Umsatzes mit Exporten nach China. Im Frühjahr musste das Unternehmen warnend vermelden, dass die Bestellungen aus China bei Windeln.de im April und Mai eingebrochen sind. Der Titel der Unternehmens-Präse "Project Star" (pdf) klingt da wie ein Mutmacher angesichts eines "Offenbarungseids".
 

Apollo-Optik startet Online-Shop:

Das ist mal wieder so ein "Jetzt erst?!"-Moment. Apollo, Deutschlands zweitgrößter Optik-Filialist, startet nun einen eigenen Online-Shop, meldet die Wirtschaftswoche. Vorerst gibt es im Web aber nur Einstärkenbrillen. Das ist dann der "Mach mal langsam"-Moment.


DaWanda-Gründer tritt ab:

Niels Nüssler hat sich seit dem Start als zusätzlicher Geschäftsführer beim Marktplatz DaWanda offenbar nun eingearbeitet. Geschäftsführer Michael Pütz, der den Marktplatz für Selbstgemachtes (Umsatz: rund 12 Millionen Euro) zusammen mit Claudia Helming gründete, zieht sich nämlich nun aus der Geschäftsführung zurück. Den Staffelstab als Chief Technology Officer (CTO) hatte er bereits im April an Jason Green abgetreten. Neuhandeln


INTERNATIONAL


Briten bekommen Amazon Dash Stick:

2014 führte Amazon in den USA seinen Amazon Dash Stick vor, der es Kunden erlaubt, per Scan des Barcodes auf der Produktpackung daheim ihren Einkaufszettel bei Amazon fresh zu füllen. Nun kommt der kleine Stab nach UK. Wer bis Ende August Bestellungen bei Amazon fresh macht, bekommt den Zauberstab für lau. Danach soll er 35 Pfund kosten. BI


Amazon wird neuer Sponsor der Tokyo Fashion Week:

Amazon löst in Japan Mercedes-Benz als Titel-Sponsor der Tokyo Fashion Week ab. Dies ist die größte Modeveranstaltung in Japan. Interessantes Signal, dass sich Amazon global mehr und mehr als Mode-Destination positioniert. Fashion United


TRENDS & FAKTEN

Lesetipp des Tages: SEO-Experten haben ja ein wenig den Status von Druiden. Umso besser, wenn ausgerechnet in der Hauspostille der Suchmaschinenkundigen, im Moz-Blog, mit 15 SEO-Mythen - gerade auch mit Blick auf die Internationalisierung - aufgeräumt wird.  

Beliebtester Beitrag am Vortag: So finden Händler ihre Nische

Countdown für Frühbucher: Was geht im Onlinehandel heute? Was passiert morgen? Antworten gibt’s beim etailment Summit am 29. September in Frankfurt. Wo es lang geht beim Omnichannel sagen Macher und Könner wie Helmar Hipp von Cyberport, Neela Montgomery als Konzern-Vorstand Multichannel-Retail der Otto Group, Jan Kegelberg von SportScheck, Timo Schamber von Liefery, Christoph Lange von Zalando, jede Menge Startups, Günther Althaus von ANWR und Business-Vordenker Tim Leberecht aus dem Silicon Valley. Händler zahlen als Frühbucher 590 Euro. Startups 349 Euro. Noch. Der Countdown für Frühbucher läuft. 
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