Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Juno-Grafik (Foto: Nasa)
Juno-Grafik (Foto: Nasa)
Nach fünf Jahren Anlaufzeit hat die Nasa-Sonde Juno jetzt den Jupiter erreicht. Manch einem im E-Commerce kommen solche Zeiträume bekannt vor. Nämlich aus der Projektentwicklung. Die Sonde darf sich die Zeit nehmen. Der Weg ist schließlich lang. Online-Projekte im Digital Commerce aber können es sich heute nicht mehr erlauben, lange Zeit im luftleeren Raum zu verschwinden. Mehr denn je gilt es, frühzeitig und kontinuierlich neue Lösungen und Feature zu präsentieren, statt darauf zu warten, nach langen Wegen ein robustes Produkt zu präsentieren. Die Zwischenergebnisse dürfen dann auch noch optimierbar sein. Entscheidend ist es, dem Kunden zu zeigen, dass man sich auf ihn zu bewegt. Der wartet schließlich nicht Äonen in seiner Umlaufbahn.

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DHL liefert bundesweit zur Wunschzeit am Abend:

In ausgewählten Regionen liefert DHL bereits zur Wunschzeit am Abend. Nun wird der Service bundesweit ausgerollt, kommt also auch auf dem flachen Land an. Online-Shopper können ein zweistündiges Zustellzeitfenster zwischen 18 und 21 Uhr direkt bei der Bestellung auswählen.
 

Kommt UberEats nach Berlin?:

Uber kommt mit seinem Essenslieferdienst UberEats vermutlich nach Berlin. Darauf deuten entsprechende Stellenanzeigen hin. Uber selbst wollte den Start seines Essenslieferdiensts gegenüber manager-magazin.de nicht bestätigen. Bestätigte aber, dass man sich Berlin als mögliche UberEats-Stadt ansehe. Uber liefert Essen aus beteiligten Restaurants derzeit in knapp einem Dutzend US-Städten sowie auch in London und Paris. Das Konzept von UberEats ähnelt den Modellen von Lieferdiensten wie Foodora und Deliveroo.


Emma Matratzen macht die 1000 voll:

Der Onlineverkauf von Matratzen ist derzeit Trend im E-Commerce. Startups setzen vor allem auf das Konzept, nur eine Matratze zu verkaufen und den Einzelhandel mit günstigen Preisen zu unterbieten. Sie folgen damit dem Vorbild von Capser in den USA, das gerade in Deutschland gestartet ist. Grund genug für Emma Matratzen, dass sich als die Nummer 1 im deutschen Markt für One-Fits-All-Matratzen sieht, eine eigene neue Bestmarke zu vermelden: 1.000 verkaufte Matratzen pro Woche (Preis: 359 bis 799 Euro). Das erst 2015 gegründete Unternehmen dürfte sich damit wohl angesichts der neuen Konkurrenz auch bei weiteren Geldgebern in Position bringen wollen. In Deutschland werden laut Emma pro Jahr Matratzen für 1,5 Milliarden Euro verkauft, für rund 100 Millionen Euro davon online. Der Markt für One-Fits-All-Matratzen liege derzeit bei 30 Millionen Euro.


Hermes hilft Takko Fashion:

Hermes Fulfilment kümmert sich künftig um Lagerung und Kommissionierung aller im Onlineshop verfügbaren Artikel bei Takko Fashion. Zum weiteren Leistungsspektrum gehören Finanz- und Callcenter-Dienstleistungen. Takko hat seine Webshop erst vor wenigen Wochen gestartet. Spätestens im Herbst 2016 soll online und offline das gleiche Sortiment verfügbar sein. Die Lagerung und Kommissionierung der Ware erfolgt in Haldensleben (Sachsen-Anhalt) im Versandzentrum Südhafen, das Hermes Fulfilment gerade erst zu einer der modernsten Anlagen Deutschlands für die logistische Abwicklung von Fashion-Artikeln ausgebaut hat.

App lockte zu Lloyd:

Als Erfolg feiern Gelbe Seiten Marketing und der  Schuhhersteller Lloyd ihre Zusammenarbeit im Bereich Location-based Services. Bei dem mehrwöchigen Piloten erhielten Kunden, die sich im Umkreis von 75 Metern eines Concept Stores aufhielten, Push-Nachrichten auf ihre App von Gelbe Seiten. Dazu gehörten Hinweise auf die neue Kollektion oder auch Geschenkofferten beim Kauf eines Schuhs und Goodies. Laut Gelbe Seiten wurden pro Tag bis zu 9.000 Nutzer im Umfeld der Concept Stores erreicht. Die Öffnungsraten lagen bei knapp 15 Prozent.


Neue Webshops für Baldessarini, Otto Kern und Pierre Cardin:

Die Agentur mzentrale übernimmt die komplette Neukonzeption der Markenshops für die Luxuslabels Baldessarini, Otto Kern und Pierre Cardin. Basis ist Magento. Der Live-Gang der neuen Shops ist für Herbst 2016 geplant. Alle drei Brands gehören zur Ahlers AG.

INTERNATIONAL


Rocket Internet sucht Käufer für Jabong:

Jabong, einstiger Hoffnungsträger von Rocket Internet für den Modehandel in Indien, könnte für den Schäppchenpreis von 50 Millionen Dollar verkauft werden. Gespräche soll es mit Snapdeal, Alibaba, der Aditya Birla Group und Flipkart geben, sagt Livemint. Aber auch Amazon wurde schon Interesse nachgesagt. Daraus wurde aber nichts. Bei Jabong sah man sich selbst damals bei einem Wert von einer Milliarde Dollar.

Black Socks wächst zweistellig:

Der Schweizer Socken-Abo-Anbieter Black Socks steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2016 um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das größte Wachstum schafft dabei das neue Sortiment mit Unterhosen, Hemden und T-Shirts. Internet World

TRENDS & FAKTEN

Sonnencreme-Marken verschenken Potenzial:

Sonnencreme-Marken verschenken SEO-Potenzial, behauptet eine Studie von UDG United Digital Group. Für die Studie wurden alle Webseiten von Sonnencreme-Marken analysiert, die sich auf einer eigenen Domain präsentieren und mit mindestens einem relevanten Keyword unter den Top-100-Treffern der deutschsprachigen Google-Ergebnisse positioniert sind. Dass dies auf nur elf Marken zutrifft, zeigt schon auf Anhieb den enormen Nachholbedarf. Ganz vorne liegt Nivea. Die Marke schöpft das SEO-Potenzial zu 74 Prozent aus. Nur vier der elf untersuchten Internetpräsenzen erfüllen zudem alle Google-Anforderungen für eine mobil-freundliche Webseite. Bemerkenswert: Einen eigenen Shop unterhalten lediglich drei Marken.


Zahl des Tages: 69 Prozent der deutschen Internetnutzer verwenden Messenger. WhatsApp ist wenig überraschend der beliebteste Service. Die Zahlen basieren auf einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Lesetipp des Tages: "Marktanalyse: Das sind die Gewinner und Verlierer im E-Commerce" auf Neuhandeln.
 

Fitness-Test Omnichannel:
Was geht im Onlinehandel heute? Was passiert morgen? Antworten gibt’s beim etailment Summit am 29. September in Frankfurt. Wo es lang geht beim Omnichannel sagen Macher und Könner wie Helmar Hipp von Cyberport, Neela Montgomery als Konzern-Vorstand Multichannel-Retail der Otto Group, Jan Kegelberg von SportScheck (Foto), Timo Schamber von Liefery, Christoph Lange von Zalando, jede Menge Startups, Günther Althaus von ANWR und Business-Vordenker Tim Leberecht aus dem Silicon Valley. Händler zahlen als Frühbucher 590 Euro. Startups 349 Euro.
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