Dr. Hauschka - Onlineverbot für Apotheke:

Es kracht gerade zwischen dem Beauty-Konzern Wala (Naturkosmetikmarke Dr. Hauschka) und der familienbetriebenen "Apotheke Am Markt" in Pforzheim. Grund: Das Dauerthema Vertriebskontrolle im Internet. Der Streit zeigt auf, mit welchen Methoden Konzerne Händlern im Web einen Riegel vorschieben.
Der Hintergrund: Der Apotheker verkauft Produkte von Dr. Hauschka in seinem Onlineshop namens Bodyguard. Verboten - sagt Walla. Laut Markenpartnervertrag müsse der Name des Webshops und dessen Internetadresse dem Namen des stationären Geschäfts entsprechen.  Shops müssten zudem Telefonberatungen anbieten und dann auch im Web nur das verkaufen, was auch im Laden zu haben sei. Virtuelles Schaufensters nennt das Walla.
Apotheker Kraus will nun möglicherweise das Kartellamt einschalten. Dort ist man auf die Behinderung des freien Web-Wettbewerbs bekanntermaßen nicht gut zu sprechen und hat zuletzt Asics vors Schienenbein getreten. taz


Jetzt lesen: Planet-Sports-Eigentümer Puccini insolvent, Spreadshirt stabil.

Puccini am Ende:

Die Planet Sports-Mutter Puccini ist insolvent. Insolvenzverwalter Christian Gerloff sucht bereits nach Investoren für die Puccini-Töchter Walz-Gruppe (Baby Walz, Die moderne Hausfrau, Mirabeau, Walskidzz, Walzvital) und Planet Sports. Für den Verkauf der Walz-Gruppe sollen bereits Gespräche laufen. Erst im März war der Verkauf von Planet Sports an die 21sportsgroup gescheitert, weil 21sportsgroup eigenen Angaben zufolge von den bei M&A-Transaktionen üblichen Vorbehaltsklauseln Gebrauch machte. Die Puccini Group soll damals nicht alle vertraglich vereinbarten Pflichten erfüllt haben. TW

Spreadshirt stabil:

Das darf man angesichts der Wachstumsraten im E-Commerce ein wenig enttäuschend finden. Spreadshirt hielt seine Umsätze 2014 mit einem ganz leichten Anstieg von 71,86 auf 71,95 Millionen Euro gerade so stabil. Der Löwenanteil (48 Prozent) entfällt dabei auf die europäischen Kernmärkte DACH, Frankreich und Großbritannien. 39 Prozent stammen aus Nordamerika. Das Weihnachtsgeschäft rettete zudem die Bilanz. Spreadshirt verzeichnet 2014 das beste Weihnachtsgeschäft in der Unternehmensgeschichte. Im Vergleich zu 2013 stiegen die Umsätze allein im Dezember um 18 Prozent auf 11,8 Millionen Euro. Spreadshirt will nun die Plattformnutzung weiter vereinfachen sowie das Angebot vergrößern. Eine neue TV-Kampagne, gestaltet von der Agentur Jung von Matt/Spree, soll die Bekanntheit der Marke stärken und mehr Emotionen vermitteln als die eher hilflos gestalteten inhouse-Kampagnen. 

Yapital tauscht CEO aus:

Nils Winkler nimmt als CEO seinen Hut bei der Payment-Plattform Yapital. Winkler habe bereits seit November aus persönlichen Gründen pausieren müssen, heißt es bei Yapital. Neuer CEO wird Marc Berg. Berg wird die neue Aufgabe neben seiner bisherigen Verantwortung als Geschäftsführer der Finnovato GmbH übernehmen.  Die Finnovato GmbH ist ebenfalls eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Otto Group und verantwortlich für die Entwicklung digitaler Finanzdienstleistungen, zu denen neben Yapital untern anderem auch Ratepay, RiskIdent oder Liquid Labs gehören. Ebenfalls verlassen weg bei Yapital ist Andreas Grimm. Seine Aufgaben als Geschäftsführer der Yapital GmbH und damit wesentliche operative Funktionsbereiche übernimmt ab sofort Karsten Cornelissen in der Funktion als COO. 
Yapital war vor wenigen Tagen ins Gerede gekommen, als das Handelsblatt berichtete, dass Otto gar nicht glücklich mit Yapital sei und nach einem Investor für sein Cross-Channel-Payment-System suche oder ganz aussteigen wolle.

Millionen für Rebelle:

Der Preloved-Fashion-Anbieter Rebelle bekommt zwei weitere Investoren und neue Millionen. Die Kopenhagener Wagniskapitalgesellschaft North-East Ventures A/S und die Heidelberger Balaton AG investueren zusammen mit den Altinvestore High-Tech Gründerfonds (HTGF), HCS Beteiligungsgesellschaft, Hanse Ventures sowie mehreren Privatinvestoren "überweisen" eine Summe im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Preloved-Fashion gilt als Wachstumsmarkt.

Momox macht 80 Millionen Euro:

Re-Commerce-Anbieter momox hat in 2014 80 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Für 2015 rechnet Geschäftsführer Heiner Kroke mit einem  Wachstum von über 50 Prozent. 2012 machte Momox noch rund 60 Millionen Euro.  Deutsche Startups


Weltbild tauscht:

Kluge Aktion von Weltbild: Kunden, die zehn Bücher beim Buchhändler verschenken oder spenden, bekommen dafür einen 15 Euro Bonus, der dann in Verbindung mit dem Kauf des Tolino Shine und des Tolino Vision 2 bei Weltbild.de eingelöst werden kann. Den Gutschein-Code kann man auch online anfordern. Überprüft wird die Spende nicht. Weltbild verlässt sich auf die Ehrlichkeit der Menschen.

Finanzspritze für Tausendkind:

Einen hohen einstelligen Millionenbetrag darf der Berliner Baby- und Kindershop Tausendkind von Capnamic Ventures, Iris Capital, Rheinische Post Mediengruppe, MGO Digital Ventures und Nicole Junkermann sowie den AltinvstorenPDV Inter-Media Venture und IBB Beteiligungsgesellschaft erwarten.

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Shopnow macht dicht:

Axel Springer zieht bei seiner Prämien-App Shopnow offenbar den Stecker. Offenbar fanden sich im Handel nicht genug Partner, die sich auf die Beacon-Lösung einlassen wollten. Angesichts des Marktstarts von US-Platzhisch Shopkick und des erwarteten Einstiegs von Payback in den Markt des mobil vernetzten lokalen Marketings überrascht die Konsoldierung nicht. Das könnte auch anderen Anbietern noch ähnlich gehen. Der Markt ist überfüllt. turi2

Bonativo hat Verdruss:

Der Berliner Onlinelieferdienst Bonativo hat wegen seines Bio-Sortiments Verdruss. Laut dem "Spiegel" fehlt den Bio-Produkten noch die  gesetzlich vorgeschriebene Bio-Zertifizierung. Geschäftsführer Christian Eggert bestätigte, dass mit der Zertifizierung gerade erst begonnen werde.


E-COMMERCE INTERNATIONAL

Sephora kopiert Prime:

Die US-Kosmetikkette kopiert das Amazon-Prime-Modell. Für 10 Dollar im Jahr gibt es bei jeder Bestellung eine kostenlose Lieferung binnen 48 Stunden. Multichannel Merchant

 

 
DIGITALE TRENDS & FAKTEN

Apple Watch:

Die Apple Watch kommt am 24. April ab 399 Euro auf den Markt, kann ab 10. April vorbestellt werden. Die Luxus-Edition kann aber locker 11.000 Euro kosten. Alles eine Frage der Preispsychologie: "Apple prices to customer demand. They charge what you will pay, not cost-plus-a-percentage. And they are very good at pricing very near the maximum of what their customers are willing to part with." Volleythat

Like-Schwund:

Facebook macht Frühjahrsputz und will von Fanpages all die Likes entfernen, die von veralteten oder gelöschten Accounts stammen.


Zahl des Tages: Laut Comscore sind teilweise die Hälfte und mehr aller Online-Kunden der Top-Händler in den USA ausschließlich mobil im Shop unterwegs. IR

Lesetipp des Tages: Den bei Google suchenden Kunden locken. Ein E-Paper von Channel Advisor klärt über Lockstoffe wie Textanzeigen
Google Product Listing Ads (PLAs), Preissuchmaschinen und Organische Suchergebnisse auf.
Grafik des Tages: Customer Acquisition vs Retention - Infografik


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