Barnes & Noble: Wenn man Amazon nicht alleine schlagen kann, dann muss man sich eben mit einem seiner größten Gegner verbünden. Also treibt man so wie Barnes & Noble den Teufel mit dem Beelzebub aus und kooperiert mit Google. Gemeinsam bieten Google und Barnes & Noble in den USA die Buchlieferung binnen eines Tages. Das Duo nutzt dafür den Google-Dienst „Shopping Express“. Vorerst ist das aber kaum mehr als ein großflächiger Test, da Google seinen Express-Dienst, der sonst Produkte aus dem Supermarkt ausliefert, bislang nur in Zentren wie San Francisco, Los Angeles und New York anbietet. In New York bot Barnes & Noble bislang schon einen eigenen Express-Dienst an.  NYT

Jetzt lesen: Rocket Internet ist jetzt 3,3 Milliarden Euro wert, MyTime kooperiert mit RTL.


Rocket Internet:
Ein massives Investment von PLDT katapultiert Rocket Internet auf neue Bewertungshöhen und macht die Samwer-Brüder endgültig zu Milliardären. Die Telefongesellschaft Philippine Long Distance Telephone Company (PLTD) aus Manila zahlt für einen Anteil von 10 % jetzt 333 Millionen Euro und hebt Rocket Internet kurz vor dem IPO auf eine Bewertung von 3,3 Milliarden Euro. Den Brüdern Alexander, Marc und Oliver Samwer gehört über den Global Founders Fund 58,7 % an Rocket. Die weiteren Investoren sind die schwedische Beteiligunggesellschaft Kinnevik (21,5 %) und der russische Milliardär Len Blavatnik (Access Industries).

"Muss denn der reichstes Europäer ein Spanier sein?" fragte Oliver Samwer einst mit Hinweis auf Zara-Gründer Amacio Ortega. Antwort: "Das könnte auch ein Deutscher sein". Forbes schätzt Oliver Samwer auf nun 1,2 Milliarden Dollar, Ortega liegt indes bei 57 Milliarden Dollar (Foto: Rocket Internet)
"Muss denn der reichstes Europäer ein Spanier sein?" fragte Oliver Samwer einst mit Hinweis auf Zara-Gründer Amacio Ortega. Antwort: "Das könnte auch ein Deutscher sein". Forbes schätzt Oliver Samwer auf nun 1,2 Milliarden Dollar, Ortega liegt indes bei 57 Milliarden Dollar (Foto: Rocket Internet)


PLDT, das unter anderem mit Mastercard, Visa und Citibank zusammenarbeitet, bezeichnet sich selbst als eine der führenden Plattformen im Mobile Payment. Angesichts von Rocket Ablegern wie Zencap, Lendico (P2P-Kredite) und dem mobilen Zahlungsanbieter Payleven geht es also auch um mehr, als nur eine gute Geldanlage. Die jüngsten Gerüchte gehen von einem Börsengang im September in Frankfurt im weniger Transparenzpflichtigen unregulierten Open Market und einer Bewertung von bis zu 5 Milliarden Euro aus. Die Tendenz dürfte dabei Richtung Ende September gehen, schafft Kinnevik doch noch Mitte September mit einem seiner Capital Market Days nochmals eine große Bühne.

Angesichts solcher Erwrtungen an den IPO hätte PLTD die Anteile übrigens zum Freundschaftspreis von den Samwers bekommen, die ihren Anteil von 66 auf knapp 59 % reduzierten. Rechnen könnte sich das trotzdem, wenn mit PLTD der Einstieg in den Zukunftsmarkt Mobile Payment leichter wird und PLTD vor allem die Entwicklung der klassischen Rocket-Geschäfte in Wachstumsregionen wie im asiatischen und afrikanischen Raum hebelt, die ohnehin stärker auf mobile Bezahlwege setzen.

 

Zitat des Tages: "Das Angebot muss heute viel abwechslungsreicher, kreativer gestaltet werden. Kaufimpulse werden nicht nur durch Produkte aktiviert, sondern durch ein gutes Storytelling." Welche Trends Händler sonst noch auf dem Radar haben sollten, sagt Vente-privee Mitbegründer Ilan Benheim im Interview mit etailment.

 

Marley Spoon: Fabian Siegels (Gründer und ehemaliger CEO von Lieferheld) geht mit dem neuen Food-Startup Marley Spoon an den Start. Der Online-Shop Marley Spoon will Kunden das Kochen daheim mit entsprechenden Zutaten und Mengen samt Kochinstruktionen und wissenswerter Geschichten rund um die Gerichte erleichtern. Jede Woche gibt es sieben neue Gerichte von Berliner Köchen. Das Konzept erinnert damit an Anbieter wie Hellofresh oder Kommt Essen. Anders als die Wettbewerber verzichtet Marley Spoon aber auf ein Abo-Modell.

MyTime: Der Lebensmittel-Onlinehändler MyTime.de (Bünting-Gruppe) wird ab sofort auf kochbar.de, dem Kochportal der Mediengruppe RTL Deutschland eingebunden. Sobald der User ein Rezept gefunden hat, kann er die entsprechenden Lebensmittel direkt online bestellen.


Rewe: Das war zu erwarten. Rewe geht in Sachen Wein nun über das klassische Angebot der Kölner Weinkellers hinaus und entkorkt demnächst wohl einen neuen Internet-Shop für Wein. Noch aber sucht man nach passenden Korkenziehern, will sagen, Personal, schreibt die Lebensmittel Zeitung.


Anzeige

inspirato lädt am 26. August zum Think Tank BRAND COMMERCE nach Seeheim. Mit dabei: Branchenexperten wie Stephan Meixner oder Malte Polzin und Marken- und Marktplatzvertreter, u.a. von Nestlé, Stabilo, Braufactum, Deuter Sport, Rakuten, Hitmeister…


 

Digitale Welt:


Zulily: Der US-Shopping Club Zulily, spezialisiert auf Produkte für Mütter und Kinder, machte im vergangenen Quartal einen gewaltigen Sprung nach vorn mit einem Umsatzplus von 97 % auf 285 Millionen Dollar. Die Zahl der Kunden stieg um 86 Prozent auf 4,1 Millionen. Der Gewinn betrug 7,8 Millionen Dollar. Rund die Hälfte der Bestellungen kommt inzwischen über mobile Endgeräte. Forbes


Digitale Trends & Fakten:


Mobile Commerce: Multichannel-Hänlder profitieren deutlicher vom Mobile Commerce als die Pure Player. Das sagt eine Studie von Capgemini und IMRG, die für Multichannel-Anbieter im Schnitt ein Wachstum von 79% beim M-Commerce im ersten Halbjahr registriert, bei den Pure Playern hingegen nur ein Plus von 59%. Allerdings sei der mobile Warenkorb bei den Pure Playern höher. Internet Retailing

Zahl des Tages:
Das sind keine guten Nachrichten für all jene, die auf Beacon als Kommunikationstool hoffen. Bis zu 60 % aller Nutzer schalten Push Nachrichten auf dem Handy ab. Andrew Chen


Lesetipp des Tages: Es gibt eben nicht nur Rocket. Wiwo-Autor Oliver Voß über Hidden Champions unter den deutschen Start-Ups im Silicon Valley.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Beacon: Die verfrühte Euphorie

Sie wollen mit uns werben? Unsere Mediadaten.