Ikea rudert zurück:

Lebenslanges Rückgaberecht für Möbel, die nach dem 25. August 2014 gekauft wurden. Mit diesem Angebot sorgte Ikea vor wenigen Wochen für gewaltige Schlagzeilen. "Mit diesem Echo hatten wir nie gerechnet", sagte denn auch Ikea-Vize Michael Mette auf dem etailment Summit, versicherte zugleich, dass man damit in Norwegen und Dänemark seit drei Jahren gute - weil finanzierbare - Erfahrungen gemacht habe.
Peter Betzel: Kulanz ja, aber individuell (Foto: Ikea)
Peter Betzel: Kulanz ja, aber individuell (Foto: Ikea)

Den deutschen Kunden traut Ikea indes nicht so ganz - und rudert ein wenig zurück. "Da geht es auch um den gesunden Menschenverstand", sagt nun Deutschland-Chef Peter Betzel. Wer 15 Jahre mit seiner Küche glücklich sei, könne diese danach nicht einfach umtauschen. Betzel: „Das Geschäftsmodell hält auch Ikea nicht aus“, sagt er laut Horizont. Da sei auch die Einschätzung des einzelnen Ikea-Mitarbeiters gefragt, wenn die abgewohnte Couch ins Möbelhaus getragen wird. Mit anderen Worten: Das lebenslange Rückgaberecht ist auch eine Frage individueller Kulanz. Ende August nannte Ikea diese Einschränkung nicht.

Vielleicht hat da auch einmal jemand Ikea erklärt, dass es in einem Markt wie Deutschland für Dritte ein interessantes Geschäftsmodell sein könnte, alte Billy, Pax und Ivar samt Rechnung für kleines Geld aufzukaufen, um sie dann bei Ikea im großen Stil umzutauschen.

Jetzt lesen: eBay verliert die Lust an Same Day Delivery und Douglas hat Lust auf Erotik.

Baur:

Die Baur-Gruppe hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2014/2015 den Umsatz gesteigert. Der Netto-Umsatz der Otto Group-Tochter mit der Kernmarke Baur, dem Dienstleistungsunternehmen BFS und der österreichischen Unito-Gruppe wuchs um 3 % auf 319 Mio. Euro.

 

eBay:

"Top-Marken von A bis Z” verspricht eBay in Deutschland mit der neuen Kategorie "Fashion Collective", die in den USA bereits als Designer Collective an den Start gegangen ist, meldet Exciting Commerce. Eine Warenkorb-Funktion hat das neue Mode-Segment indes nur eingeschränkt.

 

Zitat des Tages: “Mobile is clearly the most important digital touchpoint for Walmart”, beobachtet Jason Goldberg, Vice President der Digitalagentur Razorfish. 53 % der Visits im Webshop kommen inzwischen über mobile Endgeräte und beeinflussen zunehmend auch die Verkäufe im Laden. Mobile Commerce Daily

 

Douglas:

Schicke Lovetoys zusammen im Geschenkpaket mit Parfum? Das könnte es demnächst bei Douglas geben. Die Parfümerie-Kette will im Online-Shop alsbald eine Auswahl an stilvollen und hochwertigen Erotikartikeln anbieten. Radio Hagen


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Zalando:

Bescherung: Der Online-Modehändler bezahlt seine Logistik-Mitarbeiter besser. Es gibt nun Weihnachtsgeld und auch das Grundgehalt wird an die jeweils geltenden regionalen Tarifverträge angepasst.

Digitale Welt:

eBay:

Noch-eBay-Boss John Donahoe war nie so ein rechter Fan von Same Day Delivery. Auf einer Analystenkonferenz erklärte er nun, dass der Lieferservice eBay Now nicht so recht zur eigenen Zielgruppe passe. Das klingt nach einem Abgesang. Doch das Ende will er auch nicht so ganz bestätigen: "There’s no active plan to close it down”. Anders gesagt: eBay sucht noch nach einem Ausweg und nach einem Weg, wie man mit dem teuer eingekauften Express-Dienst Shutl umgeht. Sicher scheint, dass eBay lieber auf flexible Click & Collect-Services setzt, wie man sie mit Pick-up-Stationen bei Argos umsetzt. Re/Code

Wal-Mart:

Wal-Mart schwört auf E-Commerce und wuppt dort inzwischen einen Umsatz von 12,5 Milliarden Dollar (plus 25 % gegenüber dem Vorjahr), will weiter investieren, um den Omnichannel voranzutreiben. 1,5 Milliarden Dollar ist das Budget für 2015 groß. Geplant ist in den kommenden Jahren ein Online-Wachstum von 30 bis 40 %. Dazu gehört unter anderem eine breit gefächerte App-Strategie wie mit der App "Savings Catcher", die Preise vergleicht. Kunden scannen nach dem Kauf bei Wal-Mart die Quittung. Findet das System einen günstigeren Preis bei einem lokalen Mitbewerber, erstattet Wal-Mart die Differenz. ZD Net


House of Fraser:

Der britische Warenhauskonzern House of Fraser will Kunden künftig am Morgen vor 9 Uhr beliefern, wenn die Bestellungen bis 20 Uhr am Vortag aufgegeben werden. ECommerce Facts


Le Shop:

Die Migros-Tochter LeShop beendet den Test mit der Abholung von Online-Einkäufen an Schweizer Bahnhöfen am 31. Oktober, plant stattdessen verbesserte digitale Schließfächer - auch in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bundesbahn. "Das Kundenbedürfnis ist da. Es gab allerdings das Problem, dass alle Kunden zum gleichen Zeitpunkt, kurz bevor ihr Zug abfuhr, an den Schalter gekommen sind", zitiert die Lebensmittel Zeitung Dominique Locher, CEO von LeShop.

Alibaba:

Mobile Payment ist zumindest in China schon angekommen. Die Alipay Wallet, App-Lösung des Finanzdienstleisters von Alibaba, hat 190 Mio aktive Nutzer jährlich. Täglich werden 45 Mio mobile Transaktionen durchgeführt. Venture Beat

Amazon:

Falls Sie sich gefragt haben, wie Amazon in Großbritannien Same Day Delivery wuppt, wenn (wie gestern gemeldet) morgens bestellte Ware schon am Nachmittag an einer Abholstation sein soll: Amazon kooperiert dazu in UK mit dem Zeitungszusteller Smiths News. Für Prime-Kunden ist der Dienst zunächst kostenlos, alle anderen zahlen knapp 5 Pfund. ECommerce Bytes

Digitale Praxis:

Nike vs Adidas:

Nike oder Adidas - wer ist der Schönste im E-Commerce-Land? E-Consultancy vergleicht die Shop-Konzepte und zieht wichtige Lehren aus dem Schönheitswettbewerb. Beide lassen beispielsweise Multichannel-Optionen und Personalisierung links liegen.


SEO:

Click-Through-Rate und Domain-Autorität haben nach Ansicht von Experten für Local SEO an Bedeutung gewonnen. Enstcheidend sind aber vor allem korrekte und einheitliche Daten zu Standort, Kategorien und Kern-Informationen. Eine Übersicht bietet MOZ.


Digitale Trends & Fakten:

Zahl des Tages: 32 Millionen Mobile-Nutzer gibt es laut einer Studie von BVDW, IAB Öster­reich und IAB Schweiz im deutschsprachigen Web. Immerhin 13 Millionen davon shoppen hin und wieder mobil. Mobilbranche


Grafik des Tages: Das Segment Payments, insbesondere PayPal, trägt laut eBays aktuellem Geschäftsbericht 45 % zum Gesamtumsatz bei. Im dritten Quartal 2014 erwirtschafte das Unternehmen hier 1.950 Millionen Dollar, das entspricht einem Plus von rund 20 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Marketplace legte dagegen "nur" um 6,4 % auf 2.156 Millionen Dollar zu.

Infografik: PayPal treibt eBays Umsatz … noch | Statista
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Lesetipp des Tages: Auch mal auf Kunden verzichten: Bestseller-Autor Tim Ferriss stellt 11 Regeln für besonders profitable Unternehmen auf. Entrepeneur


Beliebtester Beitrag am Vortag: Personalisierung: Die Empfehlungsmaschinerie verhilft Onlinehändlern in Echtzeit zu mehr Umsatz

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