Wieder okay: Marktplatz-Angebote von Adidas-Produkten
Wieder okay: Marktplatz-Angebote von Adidas-Produkten
Adidas: Kehrtwende und Abschied von der Boykottstrategie gegenüber Marktplätzen bei Adidas. Der Sportartikelhersteller erlaubt seinen Händler künftig den Verkauf bei Amazon, eBay und Co. Adidas gönnt sich aber ein Feigenblatt für den Rückzieher, will auf die qualitativen Kriterien der Markenpräsentation achten. Die sieht man aber insbesondere bei Amazon und eBay als okay an. Adidas wolle vor allem darauf drängen, dass die Marke in einem entsprechenden Umfeld präsentiert werde, Originalbilder verwendet würden und es einen Kundenservice gebe. Anfang 2013 hatte Adidas Händlern den Verkauf auf Marktplätzen wie Amazon oder eBay untersagt und war damit Vorbild für weitere Marken. Dann aber hatte das Kartellamt den Marktplatz-Boykott des Hersteller Asics  wegen einer Reihe schwerwiegender Wettbewerbsbeschränkungen gebrandmarkt und eine Aufhebung des Vertriebsverbots gefordert.

Jetzt lesen: Hessnatur sucht Partner, Börsenverein sucht Ideen.


Hessnatur:
Ein Markplatz zum Shop, zumindest aber die Kooperation mit Drittanbietern, wird offenbar zum neuen "Must Have". Nun startet auch Hessnatur eine Partnerplattform und holt dazu zunächst den Porzellanhersteller Kahla an Bord. Laut Neuhandeln verkauft Hessnatur die Produkte seiner Partner aber im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Geliefert wird direkt vom Partner. Erst kürzlich hatte Sportscheck ein Marktplatz-Angebot angekündigt


Börsenverein: Der Börsenverein, meldet das Börsenblatt, sucht Ideen und Konzepte für die Branche per Wettbewerb und lobt für das "Big Ideas Panel" wenig innovative 500 Euro Preisgeld aus. Sehr großzügig. Nicht.


Mobile Payment: Jeder dritte Deutsche würde gern an der Tankstelle mit dem Handy bezahlen. Das hat TNS Infratest im Auftrag des ersten europäischen Cross-Channel-Payments Yapital herausgefunden. Bei den Smartphone-Besitzern sind es sogar 43 %. Aber auch ein Viertel der Befragten ohne Smartphone würde an der Tankstelle gern eine mobile Bezahllösung nutzen. 45 % der Smartphone-Besitzer würden gerne im öffentlichen Personennahverkehr mobil bezahlen. 41 % der Smartphone-Besitzer würden in Supermärkten und Drogerien gern Mobile Payment nutzen.


Petobel:
Der Umstieg auf Responsive Design hat dem Heimtiershop Petobel binnen zwei Wochen einen Anstieg der mobil durchgeführten Bestellungen um über 30% beschert. Rund 35% der Kunden besuchen den Shop über ihr Smartphone oder Tablet. Die Softwareentwickler des ProSiebenSat.1 Inkubators Epic Companies besorgten die technische Umstellung auf Responsive Webdesign.

 

GartenXXL: Gartenxxl.de hat sich in einem Vergleichstest der Garten-Shops im Web mit dem Qualitätsurteil "sehr gut" durchgesetzt. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hatte zehn Online-Shops für Gartenbedarf  auf Sortiment, Preise, Service und Bedienungsfreundlichkeit getestet. Dehner.de erreichte Rang zwei. Gartenmoebel.de lag auf Platz drei.

Korrektur: Mea culpa. Im Morgen-Newsletter vermeldeten wir gestern mit Berufung auf eine Reuters-Meldung, dass der mögliche IPO von Rocket Internet kleiner ausfalle. Das war falsch. Vielmehr besagte das von Reuters kolportierte Gerüchte, dass für Zalando bei einem IPO womöglich lediglich mit einer Platzierung von 10 bis 15 Prozent (Handelsvolumen 380 bis 570 Millionen Euro) der Anteile zu rechnen sei. Der Börsengang könnte demnach im Oktober stattfinden.


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Möbelhandel: Möbelhandel im Web? Als etailment startete, gerade einmal zwei Jahre ist das her, da fanden vielen den Gedanken an einen Schlafzimmerschrank aus dem Web noch so unsexy wie Omas Frisierkommode. Inzwischen registriert der Bundesverband des Deutschen Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels ein Wachstum des Online-Anteils am Möbelmarkt um 30 Prozent. Zwar ist der Martktanteil mit vier Prozent noch eher kleinmöbelig, doch die Tendenz lässt mehr erwarten. Auch weil sich das Internet bei der Kaufvorbereitung im Möbelsegment längst etabliert hat. 62 Prozent lassen sich vor dem Kauf im Web inspirieren, bei der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen sind es 67 Prozent. Das Web liegt damit weit vor allen anderen Medien. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Befragung hat das Marktforschungsinstitut Innofact AG für Social Shopping Plattform stylefruits.de von 11. bis 12. März 2014 dazu 1.052 Personen in Deutschland befragt. Hier gehts zum pdf zur Studie.

Hermes: Hermes will sein Liefernetz in Europa durch strategische Allianzen mit nationalen Paketdiensten ausbauen und bis 2015 in 35 Länder liefern. Derzeit sind es 28 Märkte. Parallel zum Ausbau des Netzwerks führt Hermes „Hermes EuroParcel“ ein, das den grenzüberschreitenden Versand vereinfacht und auch PaketShops im europäischen Rahmen anbietet.

Digitale Welt:


Amazon: Die Chinesen kommen? Lasst sie kommen, sagt sich Amazon und öffnet seinen Marketplace in Kanada und Japan für chinesische Cross-Border-Verkäufer. Denen stehen bereits die Marktplätze in USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland offen. Internet Retailer

Google: Google kauft den Musikdienst-Streaming-Dienst Songza  (5,5 Millionen Nutzer) für vermutlich bis zu 39 Millionen US-Dollar. Besonderes Feature von Songza: Playlisten, die die aktuellen Aktivität des Nutzers und die Tageszeit berücksichtigen und händisch kuartiert werden. The Verge


Bitcoin: Beim US-Online-Elektronikhändler Newegg sowie beim Blumenversender 1-800-Flowers können Kunden künftig die Rechnung per Bitcoin berappen. Internet Retailer


Digitale Praxis:

Online-Moebel-kaufen.de: Online-Moebel-kaufen.de (Möbel Letz GmbH) hat einen Konfigurator gelauncht, mit dem sich individuelle Wunschmöbel zusammenstellen lassen. Die Kombination unterschiedlicher Eigenschaften und Varianten ist je nach Verfügbarkeit und Hersteller möglich. So lassen sich im Bereich Polstermöbel Bezüge und Sonderoptionen konfigurieren.


User Journey: Wie nähert man sich am besten den Wegen des Kunden, wie erstellt man eine "Wanderkarte" der User Journey? Web Design Views gibt Tipps.


Relaunch: Welche Fehler man bei einem Relaunch vermeiden sollte, um nicht gleich jede Menge Geld zu verbrennen, erklärt Konversionskraft.


Digitales Wissen:


Bewertungsportale: Der Bundesgerichtshof hat in einem Grundsatzurteil bestätigt, dass Bewertungsportale im Internet nicht dazu verpflichtet sind, Nutzerdaten ohne Strafanzeige herauszugeben. Bewertungen bleiben somit anonym, auch wenn es dem einen oder anderen nicht passt. Im vorliegenden Fall hatte ein Arzt vom Internetdienst Sanego gefordert, die Daten eines anonymen Nutzers herauszurücken, weil ihm dessen Bewertung nicht zusagte. Der Portalbetreiber muss aber auf Zuruf ehrverletzende Äußerungen entfernen.


Digitale Trends & Fakten:


Silver Surfer: Das sollte gerade die Verbundgruppen im Elektrohandel schocken, die zuweilen immer noch auf ihre alternde Stammkundschaft setzen. Zwei Drittel der "Silver Surfer" kaufen nämlich inzwischen mindestens monatlich im Internet ein und gerade  Medien und Unterhaltungselektronik werden häufiger online bestellt als im stationären Handel erworben. Das sagt eine PwC-Studie. So recherchieren und kaufen 73 % der Befragten ab 55 Jahren ihre Bücher, Musik, Filme und Videospiele im Internet. Auch Unterhaltungselektronik und Computer (58 %) sowie Spielwaren (44 %) kaufen die "Silver Surfer" bereits mehrheitlich in Onlineshops.  Und die Stärken des stationären Handels? Pfff. Nur jeder Fünfte der Generation 55plus kauft lieber offline, weil er sich im stationären Einzelhandel besser beraten fühlt (22 %) oder den stationären Handel mit Bedacht unterstützen will (21 %).

Service: Laut einer Studie des Service-Dienstleisters Zendesk steht fest: Fast 40% meiden einen Online-Shop nach einer schlechten Erfahrung im Service für zwei Jahre oder mehr. Klingt zwar nach einem erhofften Ergebnis, dürfte aber der Realität entsprechen.

Zahl des Tages:
Wenige Wochen nach Inkrafttreten des neuen EU-Widerrufsrechts zieht der Online-Preisvergleich idealo eine erste Bilanz über die Auswirkungen auf die deutsche E-Commerce Praxis. Die überwältigende Mehrheit der Top 50 idealo Shops übernimmt die Rücksendekosten im Widerrufsfall. Nur 6 Prozent wälzen diese auf die Kunden ab.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Die wichtigsten „Zukunftsthemen im E-Commerce 2014“, die uns bleiben werden

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