Amazon: Macht Amazon mit einem Zauberstab den Lebensmittel-Onlinehandel salonfähig? Ein kleiner schlanker Stick namens "Amazon Dash" soll beim Bestellen daheim helfen und sich dabei direkt beim Scannen mit dem Lebensmittellieferdienst "Amazon Fresh" verbinden. Einfach Barcodes auf Produktpackungen scannen, oder per Spracheingabe den Artikel nennen und schon landen Joghurt, Toilettenpapier und Nudeln auf dem digitalen Einkaufszettel. Der kann dann am PC oder am Smartphone nachbearbeitet werden. Das Video zeigt, wie kinderleicht Amazon Dash ist.
In den USA startet derzeit der Beta-Test in ausgewählten Städten. Das digitale Stäbchen lässt sich natürlich auch im Laden einsetzen.

Das klingt zwar besser als der selbst-ordernde Kühlschrank, weil der nicht weiß, wie es um die Rolle Zewa steht. Doch so cool und praktisch das Tool auch wirkt, es kommt mir eher vor wie etwas, dass eBay dereinst genauso bevölkern könnte wie Sandwich-Toaster und andere tolle Haushaltsgeräte, die man dann doch nie nutzt. Denn spätestens wenn das Smartphone in nicht allzuvielen Jahren in jedem Haushalt zum Quasi-Standard gehört, und die App der bevorzugten Handelskette eine Scan-Funktion hat, staubt der Dash in der Abstellkammer vor sich hin. Bis dahin aber hat Amazon in Sachen Innovation und Aufmerksamkeit die Nase vorn und ein Gerät, um frühzeitig dem Massenmarktkunden - auch bei weiteren Sortimenten - zur Hand zu gehen. Die Gefahr für den Handel ist, dass er dabei zu lange zuschaut. Einen Barcode-Scanner zur Produkterkennung hat die Amazon Einkaufs-App schließlich ohnehin schon.

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Zalando: Dumm gelaufen. Zalando muss 1500 Schuhpaare von Eigenmarken wie Zign, Pier One, Zalando Collection oder Taupage zurückrufen. Bei einzelnen Modellen wurde die zulässige Höchstgrenze für Chrom-VI teilweise um das 13fache überschritten. Die Chemikalie kann bei Hautkontakt Allergien auslösen. Laut Wirtschaftswoche hat das zuständige Veterinär- und Lebensmittelamt Teltow-Fläming  Zalando bereits in einem Schreiben vom 24. März mitgeteilt, dass die beanstandeten „Artikel nicht in den Verkehr gebracht werden“ dürfen. Die Proben seien aber bereits vor einem halben Jahr im Zalando-Outlet in Berlin entnommen worden. Textil-Hersteller  führen in solchen Fällen normalerweise gleichzeitig eigene Tests durch, um ihre Kunden schleunigst informieren zu können. Das wurde diesmal unterlassen. Die Zalando-Zentrale sei nicht informiert gewesen, heißt es.

 

Zitat des Tages: "Ein Start-up kann überhaupt nur erfolgreich sein, wenn es mit einer disruptiven Energie bisher herrschende Regeln und Konventionen durchbricht. Nur durch diesen Akt der schöpferischen Zerstörung entsteht überhaupt etwas erfolgreiches Neues." Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner im WSJ.

 

myWallet: Die Deutsche Telekom wird ihre digitale Brieftasche myWallet wohl noch im Mai in Deutschland in den Roll-out schicken. Derzeit verhandelt die Telekom laut Lebensmittel Zeitung mit Händlern, Herstellern und Dienstleistern über die Integration von Kundenkarten- und Coupon-Systemen in das Handy-Bezahlsystem, das zum Start mit einer Prepaid-Mastercard der Telekom-Tochter Click and Buy daherkommen soll. Allerdings handelt es sich um einen NFC-basierte Wallet. Mit Blick auf Beacon wirkt eine NFC-Wallet eher wie ein HD-Fernseher mit dem man nur Schwarz-Weiß-Filme guckt.


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Digitale Welt:


Alibaba: Der Online-Riese aus China, vielfach schon zum Gespenst für den europäischen Handel erklärt, so denn der Gigant einen Markteintritt wagen sollte, testet im Heimatmarkt der Verkauf via Zeitungen. QR-Codes zu Produktwerbung sollen den Kunden auf Alibabas Marktplätze wie Taobao locken. Alibaba kooperiert dabei gegenwärtig mit 12 Tageszeitungen. Quartz


Marks & Spencer: Die Handelskette sieht gute Aussichten dafür, jenseits des Heimatmarktes demnächst in Belgien, den Niederlanden und Nordfrankreich frische Lebensmittel taggleich an die Kunden zu liefern. Das lässt das Management in einer Investoren-Präsentation (pdf) durchblicken.


eBay: Der Online-Marktplatz hat nach Großbritannien nun auch in den USA eine neue Kategorie eingeführt, auf der Kunden Kryptowährungen wie Bitcoin kaufen und eintauschen können. The Verge

Digitale Praxis:

Beacon: Ein neu eröffneter Hit-Markt in Aachen senden Kunden per iBeacon einen Willkommensgruss aufs Handy. Damit wolle der Händler die Kunden stärker auf die eigene App aufmerksam machen, sagt Maximilian Sütterlin gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Hoffentlich bleibt es nicht nur beim Gruss. So ist das ja eher wie klingeln und dann auflegen, wenn einer abhebt.


Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: Dass Kinnevik 36 Prozent an Zalando hält, das ist bekannt. Doch wussten Sie, dass die Schweden auch mit 33 Prozent (Direkt oder indirekt) an Home24 beteiligt sind? Wo die Schweden sonst noch in welcher Größenordnung mitmischen, steht im Jahresbericht von Kinnevik. (pdf)


Lesetipp des Tages: E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann, Leiter eWeb Research Center, kritisiert das Zahlenmaterial, das die Verbände zu den Umsätzen im deutschen Onlinehandel verbreiten. Der Handel

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wochenrückblick: Werbung, Wünsche und Mythen im Multichannel-Markt

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