Karikaturisten empfehlen Amazon ein neues Lächeln auf dem Karton (Foto: <a target="_blank" href="http://www.geekculture.com/joyoftech/joyarchives/2004.html">Joy of Tech</a>)
Karikaturisten empfehlen Amazon ein neues Lächeln auf dem Karton (Foto: Joy of Tech)
Buchhandel: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels geht per Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Amazon vor und beklagt sich, Amazon nutze seine Marktmacht als Einkäufer von E-Books aus. Anlass sind unter anderem die Verzögerungen bei der Auslieferung von gedruckten Büchern der Verlagsgruppe Bonnier, um höhere Rabatte beim Einkauf von E-Books zu erzwingen. Die Rede ist von Rabatten beim E-Book-Einkauf bis zu 50 % (Derzeit rund 30 %). Amazon will mit seinem Vorgehen die Konditionen für E-Books denen für gedruckte Bücher angleichen. Da gibt es traditionell höhere Rabatte.
Amazon missbrauche damit seine Marktmacht, klagt dagegen der Verband. Laut Verband der Versandbuchhändler hat Amazon beim Online- und Versandhandel mit Büchern in Deutschland einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Nicht bekannt ist, ob die Verlage ob solcher Forderungen lieber nur noch im Einzelhandel verkaufen würden, wo Werbekostenzuschüsse, Boni und Rückvergütungen schon für simple Listings verlangt werden.

Jetzt lesen: Kreditech kassiert 40 Millionen Dollar, Amazon verzichtet auf Papierrechnungen.


Amazon:
Bei Amazon kommen keine gedruckten Rechnungen mehr ins Paket. Grund 1: Umweltschutz. Grund 2 wohl eher: Kosten sparen. Der Kunden soll sich die Rechnung künftig selbst ausdrucken, informiert Amazon via FacebookGolem findet das mit Blick auf das Umsatzsteuergesetz problematisch: Der Kunde müsse einem solchen Procedere erst zustimmen.

 

Tweet des Tages:


Kreditech:
40 Millionen US-Dollar sammelt Kreditech ein. Die Hamburger Plattform für das Social-Scoring der Kreditwürdigkeit von Kunden bekam bereits Anfang des Jahres in einer Finanzierungsrunde 15 Millionen US-Dollar. Das besondere an dem Startup, das etailment bereits Anfang 2013 vorgestellt hat: Kreditech nutzt für das globale Echtzeit-Scoringsystem unter anderem ortsbezogene Daten (GPS), Social Graphs (Likes, Freunde, Locations, Posts), Verhaltensanalysen (Bewegen und Verweildauer auf der Webseite), Online-Shopping-Verhalten sowie Gerätedaten (Installierte Apps, Betriebssysteme) als Datenpunkte, die dann für jede einzelne Scoringeinheit in Echtzeit verarbeitet werden. Diesmal sind bei der Finanzierungsrunde unter anderem Värde Partners, Blumberg Capital und Point Nine Capital mit dabei. Wiwo

Tweet des Tages:  Bei der Antwort auf eine Presseanfrage an Amazon ging gleich der interne Mail-Verkehr mit:

3Suisses: Die Otto Group stellt das Deutschlandgeschäft von 3Suisses ein. Der Händler für französische Mode soll sich auf seine Kernmärkte konzentrieren. Handelskraft

Reserved: Die Modemarke Reserved aus Polen startet im Juli einen Online-Shop in Deutschland. Im September folgen die ersten Läden. Aufmerksamkeit soll das Model Georgia May Jagger in einer Werbekampagne erzeugen. Fabeau


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Atalanda: Atalanda widmet sich dem lokalen Markt und bringt die Händler gebündelt ins Netz damit Kunden bei ihren Händlern vor Ort einkaufen können und die Ware dann noch am gleichen Tag geliefert bekommen. Dominik Goltermann, Hubert Hölzl und Rene Baisch haben nach Hamburg und Salzburg nun auch die Weltstadt Wuppertal für die Idee begeistiert. Njuuz

Digitale Praxis:

Pinterest: Die Bilder-Pinnwand wird so langsam auch in Deutschland immer beliebter. Practical E-Commerce hat sechs Ratschläge , wie sich auf dem Auftritt dort mehr herausholen lässt.


E-Mail-Marketing: Die Zustellbarkeit von E-Mail-Kampagnen ist zwar von vielen Faktoren abhängig. Internet World gibt 10 Tipps, wie es mit der digitale Werbepost klappt.

Digitales Wissen:

Facebook: In einem Report hält Forrester fest, dass der angebliche Exodus von Teenagern bei Facebook reichlich übetrieben ist. Sie mögen das Netzwerk zwar nicht mehr ganz so cool finden, doch von gigantischem Desinteresse keine Spur: Von 4.500 befragten Jugendlichen zwischen 12 und 17 nutzen zwei Drittel Facebook wenigstens einmal im Monat, ein Drittel ständig. Venture Beat


Digitale Trends & Fakten:


Mobile Commerce: In einem globalen Mobile-Report kommt der Performance-Display-Dienstleister Criteo zu dem Ergebnis, dass Mobile die Nutzung des Desktops nicht ersetzt, sondern vielmehr zusätzliche Verkäufe generiert. Abhängig von Wochentag und Uhrzeit werden mobile Endgeräte und PCs unterschiedlich stark genutzt; so steigen beispielsweise an einem Sonntag die Abverkäufe via iPad um 16 %, während der Verkauf über den PC am gleichen Tag um 10 % fällt. 

Mobile Commerce II: 44 % der britischen Internetkunden shoppen auch mit dem Smartphone. Das sagt eine Umfrage des Retail-Dienstleisters Omnico. Internet Retailing

Personalisierung: 41 % der Deutschen finden einen personalisierten Webshop gut, 41 % gruselt es da eher. Das hat der W3B Report "MeCommerce" von Fittkau & Maaß eruiert, dessen Ergebnisse erstmals auf dem etailment Summit Anfang Oktober in Berlin ausführlich vorgestellt werden. etailment

Zahl des Tages:
Überraschend ist das nicht: Im Urlaub wird im Web weniger mobil eingekauft. Zwar nimmt ein der Großteil der User Smartphones, Tablets & Co. zwar mit auf die Reise, doch nur jeder Fünfte, will die Geräte dann auch zum Einkaufen nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie, die das Online-Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß unter mehr als 2.000 deutschen Internet-Nutzern durchgeführt hat.


Grafik des Tages: Sie wollen wissen, wer die Top 30 im E-Commerce in Russland sind? Zwei Tabellen bei EWDN geben eine Übersicht. Auf Platz 3 ist übrigens die Otto Group.


Lesetipp des Tages: Großartiger und diskussionswürdiger Artikel über den Mythos disruptiver Innovation: "The Disruption Machine" im New Yorker.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Keine Panik vor Amazon und Google? Jetzt wäre für den Handel eine gute Gelegenheit für Panik

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