Rote Liste: Eine Liste von 50 durch das Internet in ihrer Existenz bedrohten Händlern haben die Handelsspezialisten der Münchner Beratung Dr. Wieselhuber & Partner gemeinsam mit dem Marktforscher Facit Research zusammengestellt. Basis war eine Verbraucherbefragung. Auf der Liste: Die üblichen Verdächtigen. Anbieter wie  Thalia, Kaufhof, Intersport finden sich da ebenso wie Elektronikketten wie Euronics, Medimax, Expert oder ElectronicPartner, aber auch Vedes und Toys"R"Us. Die Top 5 der Sterbe-Kandidaten sind Vedes, Medimax, Expert, Toys'R'Us, Intersport. Die Top 30 hat die WiWo vor lauter Klickgeilheit leider in eine strunzlangweilige und leserunfreundlichste Bilderklickstrecke gepackt.

Jetzt lesen: eBay baut Express-Dienst weiter aus, Alibaba investiert in Ladennetz.


Amazon: Verdi bestreikt Amazon in Leipizig. Wieder einmal. Wie immer geht es um die Frage Tarifvertrag Ja oder Nein. "Sollte Amazon weiter Verhandlungen ablehnen, werden wir deutschland- und europaweit kämpfen", kündigte Verdi-Sprecher Thomas Schneider an. Amazon sagt wie immer sinngemäß: pfff. Vielleicht sollte sich Verdi einmal eine andere Strategie überlegen. Denn auch diesmal dürfte der Streik nicht fruchten.

 

Zitat des Tages: "Kiosksysteme verstauben eher in den Filialen. Besser ist es, den Mitarbeiter beispielsweise mit Tablets auszustatten, um den Kunden auf der Fläche zu beraten." Lars Rabe, Senior Director European Retail Pratice, hält wenig von interaktiven und verspielten Display-Flächen im Laden. etailment

 

TriStyleMode: TriStyleMode macht im Web ein Plus von 25,6 Prozent und will den E-Commerce-Umsatzanteil mitelfristig auf rund 50 Prozent steigern. Der Gesamtumsatz  lag 2013 bei 597 Millionen Euro, plus 5,3 Prozent über dem Vorjahr. Fabeau


Breuninger: Wenn es um mobil optimierte Webshops und Responsive Design geht, dann punkten zumeist die ganz  großen Player in der Branche. Doch das bekommt auch ein Mittelständler hin. Inzwischen hat auch die Modekette Breuninger den Webshop komplett auf Responsive Design umgestellt. Breuninger betreibt ein Dutzend Modehäuser in Deutschland - inklusive Webshop. Den E-Shop zählt man nämlich mit zu den "Häusern". Da zeigt sich das Multichannel-Denken schon im Wording. Sympathischer Ansatz.


Shopstar: Vor dem nationalen Roll-out testet das Münchner Start-up Shopstar seine Bonus-App beim Modelabel Gant und bei der Kaffeehauskette Starbucks in Hamburg, Frankfurt, München und Düsseldorf. In Kürze folgen Tests in Berlin. Bonuspunkte kann man mit Shopstar bereits beim Scannen von Produkten oder beim Ladenbesuch sammeln. Location Insider

 

Zitat des Tages: "Vorstellbar wäre eine einheitliche Servicepauschale, wenn der Kunde online bestellt und das Handy dann im Shop abholt und sich erklären lässt. Dienstleistungen wie etwa das Anbringen einer Displayschutzfolie am neuen Gerät wären da auch mit drin." Marcus Epple, Geschäftsführer der E-Plus Retail GmbH, überlegt, wie er Händlern sein Multichannel-Konzept schmackhaft machen kann. Telecom Handel

Bader: Der E-Business-Dienstleister Arithnea hat für das BADER-Tochterunternehmen Brigitte Exquisit die technische und kreative Umsetzung eines Onlineshop-Relaunches auf Basis von hybris umgesetzt. Zudem wurde das Design der Brigitte-Exquisit-Shops überarbeitet und stärker auf die Hauptzielgruppe – Frauen ab 45 – fokussiert.


Click & Collect: "Die Kanalverknüpfung von Online-Shop und Filiale gleicht in den meisten Fällen einem stümperhaft zusammengeschusterten Flickenteppich." Zu diesem Urteil kommt Internet World nach einem Test von Click & Collect bei 12 Handelsketten. Chancen zum Mehrumsatz würden nicht genutzt, Verkaufspersonal sei vielfach überfordert, die Prozesse zum Teil umständlich, Lieferung und Wartezeit zu lang.


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Brain Drain nach London! Auf dem Adobe Marketing Summit am 14. und 15. Mai versammeln sich die führenden Köpfe der Digitalwirtschaft. Noch nicht dabei? Hier geht's zur Anmeldung und weiteren Infos.


Project A: Als "Google Analytics für die Offline-Welt" lobt Project A "Minodes" aus. Das einst als Realytics aufgebaute System soll unter anderem Passantenströme messen. Deutsche Startups

Digitale Welt:


Alibaba: Der chinesische Online-Riese Alibaba ist geradezu erschreckend ehrgeizig. Gründer Jack Ma schwebt ein Logistiksystem vor, mit dem sich jeder Ort in China binnen 24 Stunden erreichen lässst. Wenn das klappt, dann wäre der europäische Markt später ein Klacks. Zudem steigt Alibaba mit knapp 700 Millionen Dollar bei der Handelskette Intime Retail Group ein und verschafft sich mit der 35-Prozent-Beteiligung ein ordentliches Standbein im stationären Handel. Das ist ungefähr so, als würden sich Zalando oder eBay bei Karstadt einkaufen.  Bloomberg


eBay: Erst küzlich hat eBay-Boss John Donahoe Same Day Delivery noch klein geredet. Das hindert den Marktplatz aber nicht daran, eine muntere Truppe an Handelsketten zu sammeln, die den Express-Dienst eBay Now nutzen. Mit dabei: Best Buy, ToysRUs, The Home Depot, Office Depot, Walgreens, Radio Shack, Macys, Microsoft, Bloomingdale's, Urban Outfitters,  Armani Exchange, Barnes & Noble, Crate & Barrel, JCPenney, Kmart, Staples und und und. Und: eBay Now soll in diesem Jahr in 25 weiteren Regionen in den USA ausgerollt werden. ECommerce Bytes

Digitale Trends & Fakten:


Grafik des Tages: Sie ist ein Klassiker, die "Map of the Internet", die alten Landkarten nachempfunden ist. Nun gibt es eine Version 2.0. Hübsch.


Lesetipp des Tages: Eine neue Untersuchung, die etailment exklusiv vorab vorliegt, hat die 9 populärsten Thesen zum E-Commerce untersucht und kommt zu zum Teil überraschenden Ergebnissen. etailment bietet die Studie „Evil Commerce?! - Einflüsse des E-Commerce auf den Strukturwandel. Neun populäre Thesen im Realitätscheck“ kostenfrei zum Download an.

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Zalando: So läuft der Innovationsmotor - und das bringt er bald ins Web

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