HDE - Das Sterben der 50.000:

Wenn der Handelsverband Deutschland (HDE) auf die Handelsentwicklung schaute, dann ging das bislang etwa so: "Nein. Doch. Oh". Noch im vergangenen Jahr bejubelte der HDE munter ein Flächenwachstum, war aber immerhin vorsichtig genug, Grenzen zu erkennen. Nun aber beschleicht den Handelsverband doch ein wenig Panik: Bis 2020 könnten in Folge des Strukturwandels 50.000 Standorte vom Markt verschwinden.
Die Zahl nannte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser am Dienstag in Berlin. Schon diese Zahl darf man aus Sicht des HDE getrost als Massenserben bezeichnen. Drei Viertel der Händler melden zudem schon jetzt weniger Kundenfrequenz.

Der Online-Handel dagegen wird nach Prognose des HDE in diesem Jahr 39 Milliarden Euro umsetzen - knapp sechs Milliarden Euro mehr als 2013. Abschwächung des Marktes - Fehlanzeige.
Die Torte des Schreckens
Die Torte des Schreckens

Auch für die Straßenverkäufer gibt es noch eine optimistische Botschaft: Der HDE steigerte seine Prognose für 2014 für den Einzelhandel um 0,3 Prozentpunkte auf 1,8 %. Das entspricht 459 Mrd. Euro. Für das Weihnachtsgeschäft erwartet der Branchenverband ein Plus von 1,2  % im Vergleich zum Vorjahr. Das wären rund 85 Mrd. Euro. 447 Euro, plus 50 Euro, wollen die Deutschen demnach für Weihnachtsgeschenke ausgeben.
Doch Vorsicht: Auch wenn meine eigene Prognose (n=1) eher dem HDE zustimmt, sagen beispielsweise Deloitte und Ernst & Young weitaus knappere und gekürzte Budgets voraus - bis zu 20 % minus nämlich. Alle Zahlen des HDE als pdf.

Jetzt lesen: Zalando kommt schneller, Mexx kommt kurz.



Zalando:

Für 5,90 Euro liefert Zalando jetzt seine Pakete zusätzlich per Express und über Nacht. Wer bis 12 Uhr bestellt, bekommt seine Ware am nächsten Tag. Versandhausberater


Telekom:

Mit einem neuen 500 Mio Euro-Innovationsfond will die Deutsche Telekom unter anderem Start-ups unterstützen. Der neue Fond namens Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) soll vor allem Investments im einstelligen Millionenbereich wuppen.  Der Fond T-Venture wird dagegen künftig keine neuen Investments mehr tätigen. Das Team bleibt jedoch an Bord und wird das vorhandene Portfolio von rund 100 Gesellschaften weiterhin managen. Pressemeldung


Mexx:

Sie kennen Pop-up-Stores nur aus der Fußgängerzone? Mexx launcht stattdessen einen Online Pop-up Shop unter www.mexx.de. Da gibts dann jetzt zeitlich befristet die aktuelle Kollektion. Was Mexx in seiner Pressemeldung unter den Tisch fallen lässt: Die Modemarke Mexx hat den Online-Shop im Frühjahr abgeschaltet. Grund: Das Geschäft lief enttäuschend. So enttäuschend, dass man sorglos den Onlineladen für längere Zeit vom Netz nehmen kann. Erst 2015 will man mit einer neuen Plattform online gehen. Ein bisschen vom Weihnachtsgeschäft möchte man nun aber vielleicht doch noch mitnehmen.

DaWanda:

Ähnlich wie Otto zeigt auch DaWanda im Weihnachtsspot auf Youtube den Mann als handwerkliche Niete. Händler auf dem Online-Marktplatz für Selbstgemachtes können den Spot sogar an einigen Stellen mit eigenen Produkte personalisieren. Weitere Weihnachtsspots aus dem Handel zeigt etailment.

Tweet des Tages:


Asos:

Das es im Asos-Management hin und her gehen soll wie auf Schnittmusterbögen, das köchelt schon länger in der Gerüchteküche. Nun wird erstmals Personal vom Herd genommen: Country Manager mussten gehen. „Jedes Internet-Unternehmen muss sich fragen, ob eine physische Präsenz in allen Märkten notwendig ist“, sagt Moritz Hau, Territory Manager für Deutschland und Nordeuropa bei Asos, der TextilWirtschaft. Wird auch in der deutschen Küche Dampf abgelassen? Wohl doch nicht. Die deutsche Niederlassung in Berlin soll auf keinen Fall aufgelöst werden.

DHL:

DHL meldet für das dritte Quartal einen 14 Milliarden Euro gestiegenen Konzernumsatz. Das  operative Ergebnis legt um knapp 5 % auf 677 Millionen Euro zu. Für 2014 erwartet DHL nun ein EBIT von bis zu 3,1 Milliarden Euro. DHL darf sich dabei auch beim Onlinehandel bedanken. Insgesamt stiegen die Erlöse im Geschäftsfeld "eCommerce - Parcel" zwischen Juli und September um über 100 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro.


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Stuffle:

Die Immobilienscout GmbH steigt mit einer mittlereren siebenstelligen Summe beim Hamburger Start-up Stuffle ein. Das könnte der schicken Flohmarkt-App einen wichtigen Vertriebsschub geben und beim Geld verdienen helfen.

NuBon:

Die Otto-Tochter NuBon, mit der sich Kundenkarte und Kassenbelege direkt aufs Handy "beamen" lassen, kooperiert nun mit dem Payment Service Provider (PSP) Computo und bietet damit nun eine Mobile Payment -Funktion. Als Zahlungsmittel angeboten wird zunächst eine PIN geschützte Kreditkartenzahlung via MasterCard und Visa, weitere Zahlungsoptionen werden 2015 folgen.

Koffer-direkt:

Der Online-Shop für Reisegepäck aller Art wechselt von Oxid eSales zu Intershop.

Lockbox:

Der High-Tech Gründerfonds investiert 500.000 Euro in das Berliner Start-up Lockbox. Das bietet eine verschließbare und diebstahlsichere Paketbox für die Wohnungstür.



Digitale Welt:

Amazon:

Glückwünsch an die Nachbarn. Amazon schließt einen weißen Fleck auf der Landkarte und eröffnet einen niederländischen Shop. Der Eröffnung waren lange Verhandlungen mit Verlagen vorausgegangen. Bol.com ist der größte Online-Händler für Bücher in den Niederlanden. ECommerce News

Dollar Shave Club:

Der Abo-Commerce-Anbieter für Rasierklingen, der mit dem schrägen viralen Video-Hit, ist mit neuen Werbeclips zurück. Diesmal tritt CEO Michael Dubin an, um den stationären Handel für seinen Service und seine Preise rund um Rasierklingen zu veralbern. Das gelingt vorzüglich und Dubin zeigt sich einmal mehr als perfekter Botschafter seiner Marke. etailment


Digitale Praxis:

Mobile Commerce:

Um die Basisfaktoren für einen optimalen Smartphone-Shop herauszufinden, hat Konversionskraft die 100 Top Onlineshops in Deutschland mit dem Smartphone analysiert und die Daten in eine Infografik gepackt.


Digitale Trends & Fakten:

Marken-Ranking:

Die Marke dm Drogeriemarkt ist aus Verbrauchersicht die stärkste Marke im Einzelhandel n Deutschland. Schon auf Platz 4 folgt Amazon hinter Rossmann und Tchibo. Das Ranking beruht auf dem Markenmonitor YouGov BrandIndex (pdf). Der basiert auf rund 700.000 Interviews, die YouGov repräsentativ für die deutsche Bevölkerung durchgeführt hat. Unter den Paketdienstleistern kann sich der Deutsche Post-Konzern gleich doppelt freuen. Erstplatzierte Marke ist hier DHL, auf dem zweiten Platz die Deutsche Post. Konkurrent Hermes folgt auf Platz 3. Der Logistiker DHL gehört mit Platz 5 zudem zu den Top 5 über alle Kategorien hinweg.

Spotify:

50 Millionen aktive Nutzer sowie 12,5 Millionen zahlende Abonnenten hat Spotify derzeit. In  seinem Blog plaudert Gründer und CEO Daniel Ek zudem ein wenig aus dem Nähkästchen. Demnach habe Pop-Star Taylor Swift, die nicht mehr auf Spotify mitmischen, hat bis dato 6 Mio. Dollar pro Jahr von Spotify bekommen. Seit 2008 wurden über zwei Milliarden US-Dollar an die Labels überweisen.

WhatsApp:

Die beiden blauen Häkchen als Lesebestätigung im WhatsApp-Messengers sollen nach Nutzerprotesten in der nächsten Version der App nur als Option angeboten werden. iPektas


Grafik des Tages: Süßer die Kassen, etc, etc:

Infografik: Online-Weihnachtsgeschäft legt auch 2014 kräftig zu | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista



Lesetipp des Tages:
Mich wundert es schon lange, dass sich Marken und Unternehmen nicht mit Sensibilität bei den Chatdiensten wie WhatsApp einbringen. Da geht was. Die BBC testete beispielsweise News auf WhatsApp und WeChat. Da kommt was, meint denn auch Martin Weigert bei Netzwertig: In der Kontaktliste fehlen Unternehmen – aber nicht mehr lange


Zahl des Tages: 41,7 % des Handelsvolumens auf Amazon Marketplace werden mit Fulfillment by Amazon verschickt. Internet Retailer

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wer Barcoo nutzt, soll Wunderkauf lieben

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