PayPal: PayPal will sich für den stationären Handel am digitalen PoS immer unverzichtbarer machen. Nachdem der Zahlungsdienstleister gerade für Aufsehen sorgte, weil er in Berlin mit Gastronomen und Einzelhändlern testet, wie sich das anfühlt, wenn der Kunde über die PayPal-App im Laden eincheckt und per Gesichtserkennung zahlt, weil sein Name und sein Foto im Kassensystem erscheint, schultert PayPal nun auch noch Gutscheine. Auch diese Tests laufen in Berlin. Noch aber in ganz kleinem Maßstab.
Im Sushi-Laden „Maki – rolls to go“ und im „Café Du Bonheur“, kann man via PayPal-App nicht nur zahlen, sondern dabei auch einen Gutschein über fünf Euro einlösen. Nutzer, die sich vor Ort in die App einloggen, finden ein Coupon-Symbol neben dem Logo der teilnehmenden Geschäfte. Wird dann der entsprechende Laden zum „Einchecken“ ausgewählt, bekommt der Nutzer einen 5-Euro-Gutschein angezeigt. Ein Klick auf „Angebot speichern“ und beim nächsten Kauf wird das Guthaben automatisch eingelöst.
Das dürfte erst der Anfang sein. Weitere Tests dürften sicher folgen. So richtig spannend wird es , wenn eines Tages die Höhe des Gutscheines womöglich noch abhängig von der Entfernung zum Geschäft ist, um entfernte Kunden anzulocken.  

Jetzt lesen: Zalando wird Europäische Aktiengesellschaft und Rocket Internet greift mit Kredit-Marktplatz Banken an.


Zalando:
Zalando verspricht mehr Mode und weniger schrille Töne. Mehr Ernsthaftigkeit und Seriosität ist angesagt. etailment hatte das schon beim Blick auf die jüngsten TV-Spots unterstellt. "Den Schrei hatten wir jetzt lange genug in den Spots, unsere Kunden wollen mal was Neues sehen", sagte Zalando-Vorstand Robert Gentz nun im Interview mit der WirtschaftsWoche. Zudem soll der Online-Modehändler ab Sommer 2014 als Europäische Aktiengesellschaft (SE) firmieren. Das sei die modernste Rechtsform und ideal für ein junges Online-Unternehmen, heißt es in Berlin. Ein Börsengang sei aber kein Automatismus, sagte Zalando-Vorstand Rubin Ritter der Wiwo. 2006 war die Allianz  das erste prominente Unternehmen in Deutschland, das auf die SE als Rechtsform setzte.

 

Zitat des Tages: "Wenn die großen Händler jammern, ihnen nehme das Internet Geschäft weg, dann haben sie klar unternehmerisch versagt. Unternehmen wie die angeschlagene Buchhandelskette Thalia, der insolvente Konkurrent Weltbild oder der untergegangene Versandriese Quelle hätten problemlos den Schwenk zum Online-Handel schaffen müssen." Trigema-Boss Wolfgang Grupp, der früher gerne mal das Internet verteufelt hat, liest in der Wiwo Handel und Herstellern nun die Leviten.

 

Rocket Internet: Banken aufgepasst: Mit Zencap gründen die Samwer-Brüder jetzt auch eine Bank für Mitttelständler. Zencap soll Darlehen bis zu einer Höhe von 150.000 Euro vergeben. Kredite sind ab 3,9 % Mindestzins erhältlich. Der Wettbewerb dürfte positiv für Unternehmen sein. Denn gerade Mittelständler müssen bei Banken vielfach wie unerwünschte Bittsteller auftreten. Die Bank funktioniert aber im Kern nach dem bekannten P2P-Prinzip als Kreditmarktplatz. Zencap prüft die Kreditwürdigkeit. Nach Annahme des Angebots erscheint das Kreditprojekt auf der Website. Private Anleger können dann ab einem Betrag von 100 Euro in ein oder mehrere Unternehmen investieren. Schon mit Lendico, eher an Privatkunden orientiert, baut Rocket Internet nach dem Vorbild von Peer-to-Peer-Kreditplattformen wie Lending Club und Smava an einer eigenen Kreditplattform. Beide Webauftritte wirken denn auch beinahe wie Zwillinge.


Tengelmann: Aus der Plus Online GmbH wird die Tengelmann E-Stores GmbH. Die Umfirmierung soll die Anbindung an den Mutterkonzern deutlicher machen und der Vielfalt im E-Commerce Rechnung tragen. Schließlich geht es nicht mehr nur um Plus Online. Im vergangenen Jahr startete beispielsweise GartenXXL, weiter Shopkonzepzte sollen folgen. "Der neue Name zeigt die Vision, die wir haben, nämlich mit weiteren Shops im Internet an den Start zu gehen", zitiert die Lebensmittel Zeitung Sebastian Siebers, Geschäftsführer der Online-Pure-Player bei Tengelmann.


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Conleys: Die Modekette Conleys kooperiert mit YogaEasy. Der Hamburger Online-Versandhändler präsentiert dazu Schnupper-Yoga-Angebote innerhalb der Wellness-Kollektion. Zudem gibt es für Kunden im Warenpaket einen Gutschein-Flyer für YogaEasy und eine eigene Microsite.


Stuffle: Bei der Flohmarkt App Stuffle können Käufer und Verkäufer ab sofort die Lieferung in wenigen Schritten direkt in der App klären. Ein Käufer, der Ware auf dem Postweg bekommen will, muss das nur beim Verkäufer anfragen. Der kann dann in wenigen Schritten seine Absenderadresse angeben und eine passende Paketgröße auswählen. Der Käufer bezahlt Ware und Lieferung im Anschluss mit PayPal. Dafür ist nicht einmal ein PayPal Konto erforderlich. Nach der Bezahlung erhält der Verkäufer von Stuffle ganz automatisch eine fertige Paketmarke per E-Mail, die er nur noch aufs Paket kleben muss, um es danach bei der Post abzugeben. Stuffle kooperiert dazu mit dem Startup Shipcloud. Shipcloud ermöglicht die automatische und zentrale Anbindung von Stuffle an verschiedene Versanddienstleister.

Digitale Welt:


Beliani: Der Schweizer Händler Beliani übernimmt die Marke Avandeo. Die Handelsmarke der DesignWelt GmbH hatte vor wenigen Wochen das Insolvenzverfahren eröffnet. Beliani übernimmt die Marke Avandeo und das Sortiment, nicht aber die Mitarbeiter. Kaufpreis unklar. Internet World


Amazon: Der Online-Riese verlangt von seine Marktplatz-Händler in den USA künftig höhere Gebühren für niedrigpreisige Produkte. Laut ECommerce Bytes sind je nach Kategorie beispielsweise für ein 5-Dollar-Produkt Gebührenerhöhungen von 33 bis 150 Prozent die Folge.

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Digitales Wissen:

Yahoo: Yahoo plant ein eigenes YouTube und will dafür auch YouTube-Stars anheuern. Auch auf das Videoportal Vimeo hat Yahoo ein Auge geworfen. Das Yahoo-Videoportal soll denn auch zunächst vor allem auf hochwertigen Inhalte setzen. Re/Code


3D-Druck: Das wird ein bisschen dauern. Aber in Amsterdam bauen Architekten jetzt das erste Haus komplett aus einem 3D-Drucker. The Verge


Digitale Trends & Fakten:


Zahl des Tages: Kunden finden die neue Konsumwelt per Beacon womöglich doch nicht so prickelnd. 77 Prozent der Befragten finden Tracking im Laden inakzeptabel. Das sagt eine Umfrage von OpinionLab unter 1024 Verbraucher. Abwarten. Wie hätte wohl eine Umfrage über die Bereitschaft ausgesehen, persönliche Daten über Freunde, Vorlieben und Co herauszugeben, bevor man dann doch Facebook nutzte.  Fortune


Lesetipp des Tages: Zalando: So läuft der Innovationsmotor - und das bringt er bald ins Web

 

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