Amazon: Alles was man fürs Binge-Viewing von "Breaking bad" so braucht
Amazon: Alles was man fürs Binge-Viewing von "Breaking bad" so braucht
Amazon: Peinliche Produktempfehlung oder doch eher peinlicher Journalismus? Ein bisschen hysterisch berichtet der Stern über einen Kiffer-Algorithmus bei Amazon. Wer nämlich nach einer entsprechenden Digitalwaage schaut, dem werden von Amazon auch gerne einmal Dünger für Haschpflanzen und andere Utensilien empfohlen, die ein bisschen was von "Breaking Bad" Requisite haben.  Alles erlaubte Produkte übrigens. Ein intelligentes Empfehlungssystem eben auf Basis der Kundeneinkäufe. Das interessiert den Stern aber weniger.
Stattdessen schaffft es der Stern sogar, die Drogenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU) mit dem Satz herbeizuzitieren: „Ich fordere Amazon auf, seine Empfehlungsalgorithmen zu überprüfen und so zu gestalten, dass die Nutzerinnen und Nutzer nicht auf dumme Gedanken kommen." Was das Magazin nicht schafft: Daran zu erinnern, dass die gleichen Ergebnisse solcher "Recherche" schon vor vier Wochen im US-Magazin Atlantic kolportiert wurden.

Jetzt lesen: Amazon schafft Javari ab und legt Verlagen die Daumenschrauben an.


Amazon II:
Schluss mit Javari. Der Schuh-Shop beendet Ende Juni sein Dasein als freischwebender Trabant im Amazon-Universum und wird in den Bereich Amazon Fashion integriert, der gerade erst mit "Amazon Kleider" aufgewertet wurde. Exciting Commerce

 

Zitat des Tages: "Schon heute zeigt sich, dass die fehlende Innovationskraft der Logistikbranche zum Hemmschuh für das Wachstum im Onlinehandel wird. Der massive Ausbau exklusiver Infrastrukturen verstärkt diesen Trend zusätzlich.“ Andreas Schumann, frisch gewählter Vorsitzender des Bundesverband der Kuriere-Express-Postdienste (BdKEP) sieht in dem massiven Ausbau des Paketbox-Systems durch die Deutsche Post eher eine Barriere. Verkehrsrundschau

 

Amazon III: Die FAZ berichtet, dass Amazon massiv Druck auf die Verlage ausübt, um Rabatte von bis zu 50 Prozent auf die Belieferung von E-Books durchzudrücken. Dazu greift Amazon dann offenbar auch zu unfeinen Mitteln und verzögert die Auslieferung von Titeln des Verlags. Betroffen sein soll davon auch der schwedische Verlagskonzern Bonnier (Ullstein, Piper, Carlsen). Auch bei Hachette hat Amazon die Daumenschrauben angelegt. Die US-Buchbranche gebraucht derweil heftige Worte, um die Hachette-Angelegenheit zu charakterisieren, häufig fällt der Begriff „Erpressung“. Mehr zum Thema in Kürze.


DPD: Der Logistiker macht die Zustellung ein Stück flexibler. Kunden können nun nicht nur den Zustelltag verschieben, sondern auch vorab einen alternativen Ort für den ersten Zustellversuch angeben. DPD

Buch.de:
Von Oktober 2013 bis März 2014 konnte Buch.de den Umsatz um 8,5 Prozent auf 56,8 Millionen Euro steigern. Wohl gerade auch dank der Verkaufs von E-Books und E-Reader. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag mit 1,9 Mio Euro leicht über Vorjahresniveau. Das zeigt die Halbjahresbilanz (pdf).

 

Zitat des Tages: "90 Prozent aller reinen Online-Shops werden nicht überleben". Management-Berater Nikolaus Mohr (Mücke, Sturm & Company) zeigt in der Wiwo einen Hang zu steilen Thesen.

 

Hawesko: Weinhändler Hawesko macht im ersten Quartal ein Umsatzplus von 4,8 Prozent auf 108 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Handel

Zalando: Ohne viel Tam-Tam hat Zalando jetzt in einem ehemaligen Kaufhof-Haus in Frankfurt sein zweites Outlet nach Berlin eröffnet. Die Offline-Resterrampe von Zalando mit rund 20.000 Artikeln auf 1000 Quadratmetern sorgte im Vorfeld für Irritationen. Die Händler in der Nachbarschaft an der Leipziger Straße scheinen aber nun froh über den Frequenzbringer zu sein. Anders als in Berlin steht der Laden allen Kunden offen. In Berlin haben nur registrierte Zalando-Kunden Zugang. Wie es im Laden in Frankfurt aussieht? Spartanisch, wie erste Bilder von Zalando bei Twitter zeigen.


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Die Nachfrage von Unternehmen nach Experten im Cross-Channel Management ist groß und steigt weiter an. Aufgrund der sehr guten Resonanz bietet die Universität St.Gallen erneut ein praxisnahes Seminar zum zertifizierten Cross-Channel Manager an.


Beate Uhse: Marken-Relaunch, TV-Spot und Neuausrichtung zahlen sich aus. Beate Uhse beendet das erste Quartal mit einem Umsatzzuwachs von 3,9% auf 37,9 Millionen Euro und einem gestiegenen operativen Ergebnis (EBIT) von 1,12 Millionen Euro. Im Versand stieg der Umsatz im ersten Quartal 2014 um 6,6% auf 16,8 Millionen Euro. Zudem verzeichnet das Unternehmen einen Neukundenanstieg von 14%. Bis zu 80% der Neukunden sind derzeit weiblich.

Orderbird: Das Start-up orderbird bringt sein iPad-Kassensystem für Gastronomen nun auch nach Großbritannien und Irland. Im DACH-Raum hat orderbird derzeit 2000 Nutzer.

Digitale Welt:


Fab: Eigenmarken rund um Wohnaccessoires und ein Showroom sollen den Designshop Fab wieder in die Erfolgsspur bringen, berichtet Techchrunch. Ehrgeizige Expansionspläne hatten dem Shop beinahe den Hals gebrochen - Massenentlassungen. Gleichzeitig aber meldet Business Insider, dass Fab in New York weitere Entlassungen plant.


Google: Same-Day-Delivery, Künstliche Intelligenz, der Kampf gegen den Tod, Menschen ins Netz bringen, die keinen Zugang zum Web haben, und - ach ja - auch gutes Design skizziert Google-Gründer Larry Page in seinem "Founders Letter" als Kernherausforderungen für das Unternehmen. Business Insider


Uber: Der Limousinen-Service Uber will in einer neune Finanzierungsrunde einige hundert Millionen Dollar einsammeln und würde damit seine Bewertung auf rund 10 Milliarden Dollar katapultieren. Bloomberg

Wal-Mart: Um 27 % hat die US-Handelskette Wal-Mart im ersten Quartal weltweit bei den Umsätzen im Web zugelegt. Internet Retailer

Digitales Wissen:

Foursquare: Einchecken mit Brille: Foursquare bringt eine App für Google Glass heraus und startet gleichzeitig mit Swarm eine neue App, die so eine Art Foursquare plus Chat-Funktion ist, nur ohne das Punkte- und Ordensammeln für den Checkin. Das Filter


Social Media: Je kleiner der Händler, desto weniger Interesse (und Zeit) für Social Media. Eine Analyse von 31.767 deutschsprachigen Online-Shops, die JustContact in Zusammenarbeit mit Wappalyzer durchgeführt hat, zeigt, dass nur 42 Prozent mit einer eigenen Präsenz bei Facebook oder Twitter vertreten sind. Internet World


Social Media II: Lediglich 15 Prozent der Internetnutzer in Deutschland sprechen Servicedienstleister über deren Social Media-Kanäle an. 61 Prozent sind zudem der Ansicht, dass Unternehmen nicht zwingend in einem sozialen Netzwerk vertreten und bei Servicefragen darüber erreichbar sein müssen. Für 39 Prozent ist es jedoch ein Muss. Besonders beliebt ist dieser Kontaktweg zum Kundendienst bei Jüngeren: Unter den 18 bis 24-Jährigen ist es sogar fast jeder Dritte (29 Prozent), der in der Vergangenheit soziale Medien als Kontaktkanal genutzt hat. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von ServiceRating. Das Desinteresse liegt vielleicht auch an der Erfahrung. 46 Prozent haben beim Kontakt über soziale Netzwerke in Sachen Service mittelmäßig bis schlechte Erfahrungen gemacht.


Mobile Commerce: Rakuten hat in 14 Ländern nachgezählt und kommt zu dem Ergebnis, dass die Nutzung von Tablets beim virtuellen Einkauf im Vorjahr um 41,9 % gestiegen ist, während jene von Smartphones nur um 9,7 % zulegen konnte.


Digitale Trends & Fakten:

Zahl des Tages: Laut Daten des Zahlungsdienstleisters Klarna von April 2013 bis April 2014 kaufen die Münchener am häufigsten Modeprodukte in Online-Shops. Platz 2 und 3 belegen die Stuttgarter und Kölner. Hingegen landet Berlin, Deutschlands Stadt der Mode, nur auf dem 10. Platz. Besonders auffällig: Weit mehr als drei Viertel (82,2 Prozent) der Online-Modeeinkäufe werden von Frauen getätigt und nur etwas weniger als ein Viertel (17,8 Prozent) von Männern.


Lesetipp des Tages: Die "digitale Transformation" tragen zwar viele Unternehmen auf Powerpoint-Folien mit sich herum, die Realität aber sieht häufig anders aus, findet Headhunter Dwight Cribb.

 

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