Mobile im Aufwind (Grafik: Westwing)
Mobile im Aufwind (Grafik: Westwing)
Westwing: Der auf Wohnaccessoires spezialisierte Shopping-Club Westwing macht inzwischen 37 % des Umsatzes über mobile Endgeräte. Das meldet das vielversprechende Start-up im Möbelhandel zum Jahrestag der Einführung der Shopping-App, die mit einer extremst nutzerfreundlichen Usability und etlichen visuellen Features daherkommt. Die wurde zudem inzwischen global eine Million Mal heruntergeladen. Westwing ist in 12 Ländern vertreten. Die Zahl der deutschen Downloads beziffert Möbelmarkt auf 150.000.

Der Shop gilt als heißer Kandidat für einen Börsengang an der Frankfurter Börse. Zu den Investoren gehören unter anderem Fidelity Worldwide Investment, Odey, Tengelmann, Holtzbrinck Ventures, Kinnevik und Rocket Internet.

Noch im Frühjahr hatte sich Westwing in einer Finanzierungsrunde 72 Millionen Euro gesichert. Zuletzt lag der Umsatz bei rund 110 Millionen Euro. Tendenz steigend. Der Verlust lag zuletzt bei rund 40 Millionen Euro.

Schwarze Zahlen sollen in zwei Jahren drin sein. Dafür spricht die hohe Wiederbestellquote und der überdurchschnittlich hohe Warenkorb der Kunden. Die positive Entwicklung lässt sich auch in den Pitch-Unterlagen beim Capital Market Day (pdf) von Kinnevik und Rocket Internet nachlesen. Details werden wir auf dem etailment Summit von Stefan Smalla, Geschäftsführer von Westwing, hören.

Jetzt lesen: Baumarkt direkt freut sich über kaufkräftige mobile Kunden, Amazon weitet Same Day Delivery aus.


Baumarkt direkt: Bei Baumarkt direkt, dem Joint Venture der Otto Group und hagebau, steuern 15 % der hagebau.de Kunden den Webshop über Mobiltelefone an. 340 Euro geben die User im Schnitt beim Online-Shopping via Smartphone aus.


Spreadshirt: Spreadshirt  sagt "Au Revoir" und schließt seine franzöische Dependance La Fraise. Nutzer konnten unter anderem in der Community eigene Designs veröffentlichen, die dann nach einer Abstimmung der Community produziert wurden. La Fraise

Zalando: Zalando erweitert ab September sein Sortiment mit dem spanischen Mode-Label Mango. Mango wird aber über das Partner-Programm geführt. Die Ware wird also von Mango selbst verschickt. Textil Wirtschaft

 

Zitat des Tages: "Never invest in a tech CEO that wears a suit". Top-Investor Peter Thiel (PayPal, Facebook) sagt in seinem Buch "Zero To One" was für die Investmentstrategie zuweilen wichtiger ist als ein Business-Plan. Economist

 

Rocket Internet: Noch vor Weihnachten und wohl im Oktober kommt der IPO von Rocket Internet, wettet Deutsche Startups. Da wettet wohl keiner dagegen. Wir auch nicht.
Anzeige

Wie Markenartikler erfolgreich online Direktvertrieb betreiben präsentieren wir Ihnen am 26. August auf dem Think Tank BRAND COMMERCE. Mit Best Practices und Learnings u.a. von Nestlé, Stabilo, Braufactum, Deuter Sport, Rakuten oder Hitmeister.


Intershop: Die Intershop Communications AG erreichte im 1. Halbjahr 2014 einen Nettoumsatz von 23,8 Mio. Euro, was einem Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das operative Ergebnis (EBIT) war mit -4,3 Mio. Euro negativ. Grund sind unter anderem anhaltend hohe Investitionen in Vertrieb und Marketing (+ 11 % auf 6,4 Mio. Euro) und noch nicht vollständig realisierte Umsatzeffekte im Lizenzgeschäft. Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein rückläufiger Umsatz im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich sowie ein negatives operatives Ergebnis (EBIT) im mittleren einstelligen Millionen Euro-Bereich erwartet.

Digitale Welt:


Amazon: Amazon weitet seinen Same Day Delivery-Dienst auf sechs weitere US-Städte darunter New York aus. Mit dabei sind außerdem jetzt Baltimore, Dallas, Indianapolis, Philadelphia und Washington DC. Prime-Kunden zahlen 5,99 Dollar alle anderen 9,98 Dollar für den "Get It Today"-Service. Einmal mehr schafft Amazon Fakten, während der Rest des Handels noch über Für und Wider debattiert.


Fab: Verkauft Fab-CEO Jason Goldberg oder verkauft er nicht? Immerhin könnte er nach Schätzungen für Fab 150 Millionen US-Dollar einlösen. Noch. Einst wurde es auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Angebote soll es geben, bestätigte Goldberg gegenüber Forbes.


Twitter: Offenbar ist Twitter auf dem Sprung Richtung E-Commerce. Nutzer wollen in den USA in der App Einstellungen für Zahlung und Lieferung entdeckt haben und auch ein “Buy Now”-Button tauchte hier und da auf.  The Next Web

Digitale Praxis:

Google Mail: Panik bei E-Mail-Marketern. Google baut Gmail um und klebt einen Unsubscribe-Button gleich in den Kopf jeder Mail, damit der Nutzer nicht mehr lange nach dem Abbestell-Knopf irgendwo am unteren Ende eines Mailings suchen muss.


Google: Google will falschen und ungenauen Angaben zu den Versandkosten bei Google Shopping ein Ende machen. Google hat deshalb das Merchant Center aufgebohrt. Da sollen die Händler nun die Versandkosten einfacher und individueller anpassen können. Bestehende Angaben werden automatisch übernommen. Google


Digitales Wissen:


Xing: Das Business-Netzwerk Xing machte im 1. Halbjahr 47,1 Mio. Euro Umsatz, plus 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Xing hat 7,4 Mio. Mitglieder in DACH.


Wearables: Smartwatches, Fitness-Armbänder oder gar Google Glass? Die Deutschen sagen noch eher "Pfff". Weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent) nutzt bereits eine Smartwatch; bei Fitness-Armbändern sind es nur unwesentlich mehr, nämlich 1,4 Prozent. Rund 30 Prozent der deutschen Internet-Nutzer geben aber an, an der Nutzung einer Smartwatch und/oder eines Fitness-Armbands interessiert zu sein. Das gilt vor allem für junge, technologie- und trendaffine Männer. Das sagt der W3B Report »Wearables: Smartwatches und Fitness-Armbänder« von Fittkau & Maaß Consulting.


Digitale Trends & Fakten:


Click & Collect: 60 % der Onlinehändler mit stationärem Geschäft bieten die Abholung der Ware in der Filiale an. Jeder Dritte will aber auch weiterhin auf Click & Collect verzichten. Das sagt eine Umfrage im Rahmen der Konjunkturumfrage des ECC zu HANDELSkix und e-KIX.

Zahl des Tages:
Die Abstimmung mit den Füßen gegen den innenstädtischen Handel ist in den USA in vollem Gange. Laut Zählungen von ShopperTrak liegen die Zahlen der Kunden in den Läden gegenwärtig jeden Monat 5 % bis 7 % unter den Vorjahreswerten. WSJ


Grafik des Tages: Wie sieht der mobile Kunde aus? Eine Infografik versammelt Zahlen.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Beacon: Die verfrühte Euphorie

Sie wollen mit uns werben? Unsere Mediadaten.