Amazon: Das ist so eine Nachricht, die eine "Das will ich auch"-Reaktion auslöst. In den USA bietet Amazon demnächst einen gewaltigen Discount, wenn man zum Print-Buch die Kindle-Version dazu kauft. Kindle MatchBook soll im Oktober mit 10.000 Büchern starten. Die Preise für die Kindle-Ausgabe zum gedruckten Buch sollen dann bei 2,99, 1,99, 0,99 (in Dollar) oder für lau (in jeder Währung) liegen. Ähnliches bietet Amazon bereits mit dem Service Autorip bei CDs. Der Hammer: Das Angebot soll für alle Bücher gelten, die man seit 1995 - also seit jemals - bei Amazon gekauft hat. Damit dürfte Amazon nicht nur sein Kindle-System weiter stärken, sondern der gesamten Plattform weiteren Auftrieb geben. Es ist ja auch nicht einzusehen, und das sage ich als Autor, warum Kunden für ein Bundle - auch in Deutschland - nicht einen geringeren Preis zahlen sollen.

Jetzt lesen: MyToys stützt Kochzauber und Amazon bietet Männermode im neuen Shop.


Zalando:
Der Online-Modehändler hat seine Artikeldetailseiten runderneuert. Nun prangt das Produktbild in der Mitte, Themen und Button wurden gebündelt. Zudem gibt es eine Karussell-Funktion bei den Bildern. Die neue Klarheit im neuen Produkt-Auftritt ist auch der Produktdarstellung auf mobilen Endgeräten geschuldet. Der jetzigen Optik sind 20 Versionen, Labor-Versuche und A/B-Tests vorausgegangen. etailment

 

Zitat des Tages: "In der nächsten Zeit wird zum Beispiel der Bereich der Produktbewertungen noch einmal überarbeitet und mit neuen Funktionen versehen." Im Interview mit etailment sagt Filip Dames, Chief Experience Manager bei Zalando, warum und wo die neue Optik von Zalando demnächst noch einen Feinschliff erhält. 

 
Kochzauber/myToys:
myToys entwickelt sich allmählich zum Sammelbecken für Start-ups und Online-Shops aus dem Otto-Reich. So wurde die Shopping-Community Limango, bislang schon unter dem Dach von Otto, eine hundertprozentige Tochter von myToys, wie etailment im April exklusiv meldete. Im März war bereits der Onlineschuhshop Mirapodo in das Unternehmen integriert worden. Nun folgt Kochzauber, Anbieter von Kochboxen, in Stücken. Der im März 2012 in Berlin gestartete Online Lebensmittel-Service, hat eine Finanzierungsrunde mit myToys abgeschlossen. Höhe? Unbekannt.  Der Einstieg von myToys macht angesichts der gemeinsamen Zielgruppe (Familie, Kinder) durchaus Sinn, wenn es um die weitere Kundengewinnung geht. Synergieeffekte, Sie kennen das. Das Seed-Investment kam vom Otto-Inkubator Project A Ventures, der auch weiter an Bord bleibt beim eher auf kleiner Flamme brutzelnden Koch-Abo-Dienst. Im übervollen Markt der Kochdienste konkurrieren noch HelloFresh von Rocket Internet, Kommtessen von Lisa Rentrop und Tastybox. Kochabo aus Österreich schaltete hierzulande kürzlich den Herd aus.

Zitat des Tages: "We’ve had three big ideas at Amazon that we’ve stuck with for 18 years, and they’re the reason we’re successful: Put the customer first. Invent. And be patient. If you replace ‘customer’ with ‘reader,’ that approach, that point of view, can be successful at The Post, too.” Jeff Bezos weiß, wie er seine Neuerwerbung Washington Post zum Erfolg machen wird. 

 

DHL: Erinnern Sie sich daran, das Wal-Mart überlegte, seine Kunden als Zusteller einzusetzen? Nun, DHL führt in Stockholm mit der Plattform MyWays ein Modell ein, das gleich alle Bürger zu Lieferanten macht.  Eine speziell konzipierte App verbindet dafür Empfänger und Zusteller.  Nach einer Online-Bestellung kann der Empfänger Zeit und Ort der Zustellung in Stockholm sowie das Zustellentgelt festlegen. Das Paket wird dann in einer DHL-Station registriert und erscheint für alle Nutzer sichtbar auf der MyWays-App. Die Nutzer können entscheiden, welches Paket sie zur angegebenen Anschrift und zur festgesetzten Zeit auf ihrem Stadtrundgang transportieren wollen. Das Konzept von MyWays wurde von Deutsche Post DHL Solutions & Innovation entwickelt. Bei Tests mit dem schwedischen Outdour-Ausrüster Addnature haben überwiegend Studenten die Zustellungen übernommen. Das Video erklärt das Modell

Bleywaren: Solche Beispiele braucht der stationäre Handel: Bleywaren ist ein familiengeführtes Haushaltswarengeschäft in sechster Generation, das den Sprung ins Web mit einem Online-Shop für Haushaltswaren, Küchenbedarf und Wohnartikel wagt. Der Cloppenburger Thomas Grimme setzt dabei auf ein Sortiment, das gezielt von den Fachverkäufern im Geschäft für den Onlineshop ausgewählt wurde. "Wir ordnen den Kosmos der schier unendlichen Auswahl im Internet zumindest etwas", sagt Grimme. Beeindruckend: Vom Start weg ist Bleywaren unter anderem auch auf Facebook und Pinterest präsent.


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Allyouneed: Nach Köln und dem Ruhrgebiet ist Berlin die dritte Region in der der Online-Lebensmittelhändler Allyouneed nun die Feierabendzustellung anbietet. In Köln und im Ruhrgebiet, wo der Service bereits eingeführt ist, nutzen rund ein Drittel der Kunden die "Spätschicht" des zur Deutschen Post DHL gehörenden Online-Supermarkts.

Digitale Welt:


Amazon/Eastdane: Unter www.eastdane.com hat Amazon.com einen weltweiten Online-Shop für Männermode gestartet. Er ergänzt das Shop-Konzept für Frauen unter Shopbop.com. Der Startseite kommt recht lebendig daher. Übrigens zeigt auch eastdane die Produkte in der Mitte. So wie Zalando seit dem Relaunch. Mehr zum Thema Mode bei Amazon in Kürze. Newswire

Digitales Wissen:

E-Mail-Marketing: In einem Leitfaden informiert der Diensleister optivo in einer aktualisierten Auflage über ein rechtlich einwandfreies Vorgehen beim Versand von Newslettern und Kampagnenmails. Autoren der neuen Ausgabe sind der optivo E-Mail-Marketing-Experte René Kulka sowie der Rechtsanwalt und IT-Vertragsrecht-Spezialist Karsten U. Bartels von  HK2 Rechtsanwälte. Hier gehts zum Download des 20seitigen pdf.


Car2go: Muss der Autohandel überhaupt noch ins Internet, oder sollte er sich im Web lieber gleich nur noch mit Car-Sharing-Modellen beschäftigen? Fest steht Sharing-Konzepte wie DriveNow oder Car2go wachsen gegenwärtig gewaltig an. Das Auto ist längst kein Statussysmbol mehr, Zugang ist wichtiger als Besitz. So hat CaroGo mittlerweile über 400.000 Kunden. Die Zahl nennt Thomas Beermann im Interview mit Kassenzone. Alexander Graf hat dem Geschäftsführer noch weitere Informationen über Car2go und die Zukunft des Car-Sharings entlockt.


Facebook: Die kürzlich bei Facebook eingeführten Hashtags scheinen eher Stimmungskiller zu sein. Darauf deutet eine Studie von Edgerank Checker hin, derzufolge Postings mit Hashtags deutlich weniger viral unterwegs sind und weniger Aktivität auslösen. 


Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: 1800 Euro brutto, Heimarbeit, bei freier Zeiteinteilung. So lautete das Angebot einer Personalservice-Firma. Dafür sollte die Frau gefälschte Online-Shop-Bewertungen in Portalen schreiben. Stattdessen wandte sie sich an die Verbraucherzentrale. Die SZ ging dem Fall nach.   


Grafik des Tages: Männer sind vom Planeten Google+ und Frauen vom Planeten Facebook: How Do Women and Men Use Social Media Differently?


Lesetipp des Tages: "Wer die Konversion als einen gedanklichen Prozess des Nutzers sieht, findet besser heraus, welche Elemente an welchen Stellen optimiert werden müssen." Andre Morys über die größten Hebel der Conversion-Optimierung.

 

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