Charles von Abercron
Charles von Abercron
Glossybox: Im September schwärmte CEO und Gründer Charles von Abercron im Interview mit etailment noch vom globalen Geschäft und dem Ziel, eine weltweite Marke zu werden. Das ist jetzt Makulatur. In Italien, Polen und Brasilen streicht der Abo-Commerce-Anbieter für Beauty-Produkte die Segel, Spanien und die Niederlande stehen zur Disposition. Stattdessen wolle man sich nun auf die Kernmärkte konzentrieren. Man nennt es gesundschrumpfen. Dem Kurs fallen auch einige Jobs in Berlin zum Opfer. Auch Mitgründerin Brigitte Wittekind verlässt das Unternehmen, meldet Gründerszene. Häme ist da nicht angebracht. Ich kenne kein Start-up, das nach zwei Jahren noch viel mit seinen Business-Plänen aus der Startphase gemein hat.  Insgesamt sei Glossybox derzeit, so Charles von Abercron, „weder hochprofitabel noch defizitär“. Glossybox sammelte bei den Investoren Rocket Internet, Access Industries, Holtzbrinck Ventures und Kinnevik bislang 55 Millionen Euro ein.

Jetzt lesen: Home24 schließt sich Einkaufsverband an und Alibaba verschenkt Smartphones.


Home24: Online-Möbelhändler Home24 schließt sich dem Einkaufsverband GfM-TREND an. Für Home24 ist das natürlich toll. Aber wie das die mehr als 700 Möbelhäuser und Küchenstudios des Verbandes finden, wenn ihr potenzieller Totengräber mit an Bord ist, das möchte ich nicht wissen. Aber vielleicht hat ja die Öffnung von Home24 hin zu einem Marktplatz für andere Anbieter die Entscheidung erleichtert.

Zitat des Tages:

 

Otto Group: Nachdem die Geschäftsführung der 3SI Gruppe das Angebot der Otto Group angenommen hat, die BtoC E-Commerce- und Services-Aktivitäten der französischen Gruppe vollständig zu übernehmen, wird die 3SI Gruppe in eine neue Unternehmensorganisation überführt, Denis Terrien wird CEO der neuen 3SI Holding SAS. Paul Nijhof übernimmt die Führung der BtoC Aktivitäten.


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DaWanda: Der Online-Marktplatz für Handgemachtes und Design kooperiert im Bereich Zahlungsabwicklung mit Wirecard. Dadurch werden Anmeldung und Nutzung verschiedener Zahlungsmethoden für DaWanda-Shopbetreiber über die Wirecard payplugger-Lösung vereinfacht. Der payplugger ist eine automatisierte Lösung zur schnellen Konfiguration und Annahme von Onlinezahlungen.

Digitale Welt:


Alibaba: Der chinesische Internetgigant will 82 Millionen Dollar investieren und Händler dafür mit einem kostenlosen Smartphone beglücken, wenn sie ein Starter-Paket für Online-Stores beim Marketplace Taobao buchen. Das Smartphone kommt dann mit einer speziellen Shop-Software für die Händler daher. Alibaba will so die mobile Offensive stärken. TheNextWeb


Google: Der Suchmaschinenriese beglückt Kunden in den USA künftig mit einer kostenlosen Geldkarte. Mit der Plastikversion der Google Wallet sollen Kunden mit dem Guthaben auf ihrem Google-Wallet-Konto im Laden bezahlen können. Vermutlich für den Fall, dass der Akku am Handy platt ist. Alternativ auch, weil Google dann noch besser Shopping-Daten sammeln kann. FAZ


Macys: Die Handelskette Macys testet jetzt in einigen Flagshipstores in den USA iBeacon von Apple. Ähnlich wie NFC erlaubt iBeacon Nahfeldaktionen wie das Bezahlen per Handy am Point of Sale oder die Indoor-Navigation am Regal. Es bietet aber eine größere Reichweite als NFC und soll bei der Installation kostengünstiger sein. Nutzer können über eine aktivierte Bluetooth-Schnittstelle und eine iBeacon-fähige App eine Verbindung zu Bluetooth-Modulen, sogenannten Beacons herstellen. Dies erlaubt eine genaue Messung des Standortes mit einer Reichweite von 10 Metern. Kunden können also regalgenau angesprochen werden. Macys nutzt für sein Projekt die App Shopkick. Mobile Commerce Daily


Gap: Die Modemarke Gap hat im 3. Quartal im Web 589 Millionen US-Dollar Umsatz gemacht. Ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. E-Commerce macht inzwischen knapp 15 Prozent des Umsatzes aus. Internet Retailer


Microsoft: Da sitzt einer in Sachen Datensicherheit und NSA selbst im Glashaus und wirft dann wie Microsoft in seinem Shop mit hämisch bedruckten Kaffeetassen ("Keep calm while we steal your Data") und T-Shirts auf den Wettbewerber Google. Die Aktion ist Teil der Scroogled-Kampagne mit der Microsoft gegen Google stichelt. Witzig. Nicht.


Spotify: 250 Millionen Dollar investiert Technology Crossover Ventures zusammen mit anderen Investoren in einer neuen Finanzierungsrunde in Spotify. Damit ist der Musik-Streaming-Dienst mehr als 4 Milliarden Dollar wert. WSJ


Digitale Praxis:


Wal-Mart: Wal-Mart reduziert den Warenkorb für einen kostenfreien Versand zum Weihnachtsgeschäft von 50 auf 35 Dollar. Damit ist die Handelskette jetzt auf Augenhöhe mit Amazon. Dort hatte man die Versandkostenfreiheit gerade von einem Einkaufswert von 25 auf 35 Dollar erhöht. AllthingsD



Digitale Trends & Fakten:

 


Grafik des Tages: Suchvolumen im Vergleich: Zalando, Deichmann, Kaufhof, Karstadt, H&M bei InsideCommerce


Lesetipp des Tages: Der Best-Practice-Business-Blog hat Ideen zusammengestellt, wie der stationäre Handel seinen Umsatz dank innovativer Technologien pushen kann

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Die schönsten Weihnachts-Spots des Handels aus aller Welt

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