Media-Saturn: Schlechte Nachrichten von der Metro in den Quartalszahlen (pdf). Media-Saturn bleibt ein Sorgenkind. In Deutschland erreichte der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 insgesamt 7,5 Mrd. Euro. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 2,8%. Im 3. Quartal verbesserte sich der Trend deutlich und der Umsatz stieg um 1,2%. Flächenbereinigt sank der Umsatz aber auch hier um 0,8%. Insgesamt machte die Elektronikhandelskette trotz der Fußball-WM beim operativen Ergebnis einen Verlust von 70 Millionen Euro (Vorjahr: minus 94 Millionen Euro).
Umsatzzahlen aus dem Quartalsbericht (Grafik: Metro)
Umsatzzahlen aus dem Quartalsbericht (Grafik: Metro)

Auch die Online-Umsätze für Media Saturn (inklusive Redcoon) bewegen sich gerade mal gar nicht nach oben: im Weihnachtsquartal Q1: 403 Mio. Euro, Q2: 336 Mio. Euro, nun in Q3: 328 Mio. Euro.  Besser sieht es immerhin im langfristigen Vergleich aus, Media-Saturn war schließlich mal noch formschwächer. Deshalb kann die Kette verkünden, dass der über das Internet generierte Umsatz in den ersten 9 Monaten um über 30% auf 1,1 Mrd Euro stieg. Umsatzanteil jetzt: 7,2%. Die Signale aus der Metro-Zentrale deuten nun auf Gesundschrumpfen.

Jetzt lesen: Der Möbelhandel legt online weiter zu, Amazon will Prime-Kunden zur Langsamkeit verführen.


Interaktiver Handel:
Der Branchenverband bevh sieht einen leichten Umsatzrückgang im interaktiven Handel im 2. Quartal im Vorjahresvergleich: Minus 6,8% auf 11 Mrd. Euro. Schuhe (-44%), Bücher (-23,6%) und Bekleidung (-12,1%) wären danach deutlich weniger verkauft worden, während Computer und Zubehör (+42,4%), Hobby und Freizeit (+30,6%) wie auch Unterhaltungselektronik (+27,7%), Drogerie (21,5%) und Möbel (+15,3%) deutlich zulegten. Da dürfte auch die Fußball-WM eine Rolle gespielt haben.

Gleichwohl sind solcherlei Zahlen immer mit ein wenig Vorsicht zu genießen. Für die Studie werden 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren von Januar bis Dezember 2014 telefonisch und per Onlinefragebogen zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z.B. im Bereich Downloads oder Ticketing) befragt. Und wenn sich beispielsweise mich fragen würden, dann würde die Schätzung meines Ausgabeverhaltens locker ein Drittel unter den realen Ausgabe liegen. Ist wahrscheinlich ein menschlicher Reflex.

 

Zitat des Tages: "Es ist richtig, diese Kritik zu üben, aber bevor Einzelhändler und Verlage Amazon als Bedrohung ernstgenommen haben, war davon nicht die Rede, obwohl sich an den Arbeitsbedingungen vermutlich wenig geändert hat. Ich halte das für einen Nebenkriegsschauplatz. Um nicht über das reden zu müssen, was Amazon richtig macht, wird über das geredet, was das Unternehmen falsch macht." Die Schrifstellerin Kathrin Passig auf die Frage der "Zeit", wie sie die Nachrichten über die Arbeitsbedingungen bei Amazon bewertet. Die "Zeit" hat eine Reihe prominenter Autoren zu ihrem Verhälltnis zu Amazon befragt.

 

ProSiebenSat.1: Mehr E-Commerce lautet die Devise der Sendergruppe. Beauty & Accessoires sowie Home & Living stehen dabei im Fokus. Folglich sollen die Anteile an Flaconi und Moebel.de erhöht werden, schreibt Meedia.


trbo: Daniel Hopp, der Sohn von Dietmar Hopp, investiert laut Deutsche Startups eine Millionensumme in trbo. Das Münchner Start-up will Online-Shops helfen, Kunden über individualisierte und emotionale Anreize in Echtzeit anzusprechen. Basierend auf Userdaten und externen Informationen, wie der Wetterlage sollen Algorithmen passende Angebote oder auch Coupons anzeigen.

PayPal: Nachdem Paypal mit "Bill me later" bereits Verbrauchern und Händlern in den USA eine Kreditlinie einräumt, will der Zahlungs-Dienstleister das Programm nun ähnlich auch in Deutschland einsetzen. Künftig soll es zudem PayPal Credit heißen, meldet das WSJ.

Outfittery:
Der Männer umsorgende Curated-Shopping-Service von Outfittery hat nun eine App. Mit der können Kunden ihrem Style-Expertin ihre Outfitwünsche mitteilen und beispielsweise über die Wishlist-Funktion der App ihren Style-Expertin einfach ein Foto von einem Artikel oder Streetstyle senden, den sie gerne für die eigene Garderobe hätten.

 

Möbelhandel: 31,05 Mrd. Euro haben die Deutschen in 2013 für Möbel und Dekorationsartikel ausgegeben.  Damit hat der Möbelhandel einen Anteil von 7,2 Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz. Der Versandhandel hat seinen Marktanteil innerhalb der Möbelbranche auf 6,3 Prozent steigern können – zum größten Teil mit dem Onlinehandel. Dies sind einige Ergebnisse der aktuellen Studie „Marktvolumen und Distributionsstruktur des Handels mit Möbeln 2013“, die das EHI im Auftrag des Mittelstandsverbundes ZGV durchgeführt hat. Insgesamt verzeichnete der deutsche Möbelhandel 2013 das erste Mal seit drei Jahren einen leichten Umsatzrückgang von minus 1,1%.

Yoints: Yoints, mit seiner Bonus-Plattform inklusive App für Beacon-Systeme seit diesem Monat in über 300 Einzelhandelsgeschäften in Hamburg im Einsatz, gewinnt den Innovationsstarter Fonds Hamburg und das Community-Software-Unternehmen epublica als Investoren. Das Investment liegt im hohen sechstelligen Bereich.


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Jako-o: Arithnea hat für die HABA-Firmenfamilie (bestehend aus HABA GmbH, Wehrfritz GmbH und JAKO-O GmbH), Hersteller und Händler für Spielwaren, Bekleidung für Kinder und junge Erwachsene sowie Kinderzimmer-Möbel, ein zentrales Produktinformations-Management (PIM)- und Digital-Asset-Management (DAM)-System realisiert, schafft damit eine zentrale Verwaltung der Produkt- und Media-Daten für alle Zielgruppen sowie Marken.

Garten: Nur zwei von zehn Markenherstellern der Branche Garten sind mit einem eigenem Online-Direktvertrieb präsent. Dabei bietet der bayerische Gartengerätehersteller AL-KO im Vergleich mit anderen Markenherstellern der Branche Garten den umfassendsten Online-Direktvertrieb. Bosch vertreibt eine kleine Auswahl von Zubehörartikeln über die eigene Internetseite. Zwei der zehn untersuchten Unternehmen nutzen die Möglichkeit der Weiterleitung von Kaufinteressenten an Online-Shops von Partner-Händlern. Dies sind die Ergebnisse des aktuellen ECC-Markenmonitors, den das ECC Köln in Zusammenarbeit mit der Commerce Connector GmbH monatlich zu wechselnden Branchen herausgibt.

Digitale Welt:


Yoox: Der italienische E-Commerce-Dienstleister Yoox hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres den Umsatz um 14,7% auf 238 Mill. Euro gesteigert. Die Webshops yoox.com, thecorner.com sowie shoescribe.com legten im Schnitt um 73% zu. Die Erlöse der Monobrand-Shops, die Yoox im Auftrag von Marken wie Giorgio Armani, Alexander McQueen und Zegna betreibt, sind um 26,9% gestiegen. TextilWirtschaft

Amazon:
Amazon lockt Prime-Kunden mit einer Ein-Dollar-Gutschrift für ihr Amazon-Instant-Video-Konto, wenn sie statt des schnellen Versands bei der Bestellung einen langsamen Versand von fünf bis sieben Tagen wählen,meldet Internet Retailer. Klingt ein bisschen so nach Win-Win für Amazon. Die Kosten für den Prime-Versand senken und ein paar Kunden für das Video-Segment anfixen.

UPS: Der Paketdienst UPS hat seinen Erwartungen für 2014 angesichts von Pensionsverpflichtungen und Investitionen eingedampft. Im vergangenen Quartal ging der Gewinn schon auf 454 Millionen US-Dollar von 1,07 Milliarden Dollar im Vorjahr zurück. Immerhin aber beförderte UPS in den USA gut 7% mehr Pakete als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 6% auf 14,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz im internationalen Paketgeschäft stieg um 6,2 Prozent. Logistik-Express


Amazon II: Geschenke-Tag für die Selbst-Optimierer. Den Kindle-Fire Besitzern bietet Amazon heute noch  30 Self-Improvement-Apps für lau an.


Nordstrom: Das Modelabel Nordstorm kauft den Curated-Shopping-Anbieter Trunk-Club. Das hatten wir gestern gemeldet. Nun wurde die Summe bekannt. 350 Millionen Dollar meldet Re/Code. Das dürfte bei deutschen Styling-Hilfen wie Outfitttery und Modomoto manche Hoffnungen wecken.

Digitale Praxis:

eBay: "Beliebteste Artikel" heißen bei eBay künftig  "Beste Ergebnisse". Dabei geht es nur ums Wording. Die Suchfunktion selbst ändert sich nicht. Take me to auction


Digitale Trends & Fakten:


Zahl des Tages:
500 Millionen Euro macht die Lufthansa bis 2020 für Innovationen locker, will damt auch in Start-ups investieren, weiß Deutsche Startups. Geplant ist in Berlin ein "Innovation Hub" um neue Ideen zu fördern.


Grafik des Tages: Shopping in Deutschland: Das heißt 14.840 Euro Umsatz je Minute bei Amazon und über 87.000 Euro in 60 Sekunden bei Edeka. Auf der KaufDA-Webseite zeigt eine Grafik diese und weitere Umsätze als Real-Time-Version im Sekundentakt an.


Beliebtester Beitrag am Vortag: Steuerbehörde will von Amazon fast 200 Millionen Euro

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