Muss Media zurückzahlen: Urbanara-CEO Benjamin Esser
Muss Media zurückzahlen: Urbanara-CEO Benjamin Esser
Urbanara: Ist der Börsengang von Urbanara auf der Crowdinvesting-Plattform Bergfürst nur ein PR-Schachzug? Das fragt sich Nils Seebach von eTribes in seinem Blog. Der Finanzexperte macht aber auch Fragezeichen hinter der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, nachdem er sich durch den Wertpapierprospekt gekämpft hat. Tief darin fand er den Hinweis, dass sich die Pro7Sat1 Gruppe nun ihre sämtlichen Ende 2012 und Anfang 2013 bereitgestellte Media (TV-Spots) nachträglich auszahlen lässt.  Urbanara zahlt in Raten aus Rückstellungen. So weit, so gut.  Doch die Zukunft von Urbanara ist eben auch sehr von reichweitenstarker Werbung abhängig. "Ist ProSieben Sat1 nicht interessiert, eine erfolgreiche Beteiligung mit Urbanara einzugehen? Wurde bei der Schaltung der TV Spots festgestellt, dass der Return negativ war und es gar nicht möglich ist, den Umsatz grenzenlos durch TV Werbung zu hebeln?", fragt sich nun der Finanzexperte. Fest steht: Die Zeichnungsphase für das Crowdinvesting mit Urbanara wurde verlängert.. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Ein gutes Omen ist es jedenfalls nicht.

Jetzt lesen: PC Fritz stoppt Microsoft und Amazon schielt nach Polen.


PC Fritz:
PC Fritz erwirkte vor dem Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen Microsoft. Der Konzern hatte in einer Pressemeldung behauptet, dass der Online-Händler gefälschte Software und Raubkopien verbreite. Beamte der Zollfahndung hatten vor zehn Tagen Geschäfts- und Lagerräume von pcfritz.de sowie Privatwohnungen in Berlin und Halle durchsucht, nachdem offenbar Microsoft selbst entsprechende Hinweise an die Behörden weitergegeben hatte. Deutsche Startups

 

Zitat des Tages: Rakuten-Boss Hiroshi Mikanti in einem seiner zahlreichen lesenswerten Tweets:

 

Amazon: Amazon will fünf Logistikzentren in Polen und in der Tschechischen Republik eröffnen. Angeblich um einen Teil seiner Aktivitäten aus Deutschland dorthin zu verlagern. Das berichtet die polnische Wirtschaftszeitung Puls Biznesu unter Berufung auf informierte Kreise. Das klingt zwar in dem Bericht und bei Golem ein bisschen so, als wolle man ein wenig Druck auf die Tarifverhandlungen mit Verdi ausüben, wäre aber logistischer Mumpitz für den deutschen Markt. Bei den Gesprächen dürfte es wohl eher um weitere Standbeine für den osteuropäischen Wachtumsmarkt gehen. Amazon dementiert jedenfalls Pläne, einen der bestehenden Logistik-Standorte in Europa zu schließen.


Youtailor:
Der Online-Maßhemden–Anbieter Youtailor gönnt sich einen runderneuerten Auftritt und eine eigene Kollektion sowie ein erweitertes Sortiment. Der Maßschneider will sich hin zu einem Modeunternehmen wandeln. Hypertimes


Ricarda M: Ricarda M. Hofmann ist nach eigenen Angaben "die erfolgreichste Beauty und Lifestyle Expertin im deutschen Teleshopping". Nun macht  sich die Verkäuferin von HSE24 von dannen und startet mit www.ricardam.com einen Webshop für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Sortiment umfasst zunächst die Ricarda M. Beauty-Produkte, soll aber ausgeweitet werden.


SportArena:
Kaufhof macht den neu gestarteten Webshop von sportarena-shop.de zum Multichannel-Standbein, schreibt die TextilWirtschaft. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll der Webshop zur Sportarena-Filiale mit dem größten Sortiment werden. Derzeit gibt es im Shop rund 1.300 Artikel. Ziel sind bis Ende des Jahres 2.000 Produkte.

 

Zitat des Tages: "Sollten sich 3-D-Drucker so rasant weiterentwickeln wie in den vergangenen Jahren, werden meiner Meinung nach Massenartikel in Zukunft vor Ort aus dem Drucker und nicht mehr aus Fabriken in Asien kommen. Dann gäbe es für uns auf der heute wichtigsten Transportroute nach Fernost sicher weniger zu tun." Karl Gernandt, Verwaltungsratschef von Kühne + Nagel, sieht im Welt-Interview auf die Branche in den nächsten zehn Jahren eine Revolution zu kommen, wenn der Salatlöffel aus Plastik und der Knopf für den Anzug aus dem 3D-Drucker im Laden um die Ecke kommen. 

Hellofresh: Im übervollen Markt der Kochdienste kann sich HelloFresh von Rocket Internet ein 7,5 Millionen US-Dollar Investment sichern. An der Finanzierungsrunde beteilgten sich Phenomen Ventures, Vorwerk Ventures und Holtzbrinck Ventures. Auch Kinnevik ist an dem Abo-Dienst beteiligt, der nun rund 20 Mio Dollar eingesammelt hat.


Pepperbill:
Die DailyDeal-Gründer Fabian und Ferry Heilemann erwerben über ihre Holding Sky & Sand knapp 60 Prozent  an pepperbill, einem Anbieter für iOS-basierte Kassensystemen für die Gastronomie. Das Erfurter Unternehmen wurde bislang durch die Gründer und die Beteiligungsgesellschaft bm-t beteiligungsmanagement thüringen GmbH finanziert, die im Rahmen der Transaktion einen Teil ihrer Anteile an Sky & Sand veräußert.


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Digitale Welt:

Asos: Mit vergleichsweise wenig Tamtam hat der Modehändler Asos die Shops für Männer und Frauen runderneuert. Dabei legt Asos auffallend viel Wert auf Content, der bis hin zu einem Blog-Beitrag über das Oktoberfest prominent in der rechten Spalte platziert wird. Auch sonst ist die Website deutlich mehr auf Inspiration und Trends getrimmt, macht zugleich aber Promotions überdeutlich.


Fab: Der Wandel von Fab.com vom Flash Sales-Modell hin zum Sortimentsanbieter könnte womöglich auch in der Zentrale in New York Jobs kosten, nachdem es bereits in Berlin zum Kahlschlag kam. Auch im Auftritt soll sich etwas tun. Im November soll die Website erneuert werden und eine verbesserte App erscheinen. Bloomberg 


Digitale Praxis:


Datenschutz:
Kein Webshop ohne Sicherheitslücken. Auch in den großen Shops gebe es gravierende Schwachstellen, sagt ein IT-Sicherheitsexperte im Interview mit Inside E-Commerce. Bei den meisten Online-Shops seien via Script-Injection oder SQL-Injection Attacken möglich.


Facebook: Facebook optimiert seinen Graph Search und macht jetzt auch Status-Updates und Postings durchsuchbar. Man kann also nun auch spezifische Beiträge ausfindig machen. Klappt vorerst nur, wenn man in Deutschland Facebook auf die US-Version umstellt und dann noch lange nicht überall. Facebook rollt das Feature langsam aus. The Next Web


Google: Ende 2012 kaufte Google Bufferbox, einen Anbieter von Paketstationen. Dann wurde es erst einmal still. Nun baut Google den Service aus Kanada in San Francisco auf, meldet The Next Web. Das lässt aufhorchen. Denn dort pilotiert der Online-Riese auch sein Same-Day-Delivery-Projekt Google Express. In Verbindung mit einem Netz eigener Paketstationen ergeben sich da spannende neue Optionen und es dürfte das Rennen um einen Zukunftsmarkt beginnen. Wer die besten Spots als Aufstellorte oder Partner-Shops für sich gewinnt, profitiert dabei schließlich nicht nur von den erheblichen Kostenvorteilen auf der "letzten Meile", sondern schadet den Wettbewerbern: "Wo ich schon bin, da kannst du nicht sein!"

Digitales Wissen:


Zalando:
13 Dinge, die Sie über Zalando (vielleicht) noch nicht wussten. Jetzt bei etailment.


Digitale Trends & Fakten:


Zahl des Tages: Das Prime-Programm von Amazon bindet offensichtlich massiv Stammkunden. 97 Prozent der Amazon-Prime-Mitglieder haben im August 2013 die Website von Amazon besucht. 83 Prozent kauften dann auch ein. Zum Vergleich: 68 Prozent aller Besucher im Webshop im August gaben dort auch Geld aus. Diese Zahlen nennt der Cowen Internet Retail Tracker. ECommerce Bytes


Grafik des Tages: Wie man in 10 Schritten und weniger als 1500 Dollar ein Start-up auf den Weg bringt. Infografik


Lesetipp des Tages: Feiern unabhängige Buchläden trotz Amazon ein Comeback und wenn ja, warum? Digital Reader

 
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