Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

"Otto druckt das Internet aus", spottet Fonds-Manager Jochen Krisch (Glore25) via Twitter angesichts des neuen Otto-Katalogs. Das kann man antiquiert finden. Erst recht, wenn man Pure Player hypen muss. Aber: Was der Exciting-Commerce-Macher in seiner seit Jahren schwelenden Dauerfehde mit dem Versandriesen vergisst: Kataloge sind längst wieder en vogue. So druckt auch Vorzeige-Online-Möbelhändler Wayfair aus den USA wieder Kataloge. Selbst von Amazon gibt es immer wieder saisonale Spezialkataloge. Denn Kataloge sind immer noch ein gutes Marketinginstrument, liegen wochen-, wenn nicht monatelang bei vielen Empfängern in der Wohnung herum und sorgen so für eine dauerhafte Markenwahrnehmung. Sie müssen also nicht einmal für die Bestellung genutzt werden, um ihren Zweck zu erfüllen.

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Verdi kritisiert Krankenstand bei Amazon:

Die Gewerkschaft Verdi kritisiert einen extrem hohe Krankenquoten bei Amazon. Dies sei auch eine Folge schlechter Arbeitsbedingungen. Amazon verweist auf ein eigenes Konzept für das Gesundheitsmanagement. Details berichtet die TextilWirtschaft. Bei Amazon streiken derzeit die Mitarbeiter an den Logistikstandorten Bad Hersfeld, Rheinberg und Werne. Verdi fordert einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels.


Spaß-Magazin von Media-Markt:

Media-Markt will seine Clubmitglieder nun vier Mal im Jahr mit dem Magazin "Wow!" informieren und unterhalten. "Das Lesen soll Spaß machen. Wir wollen Kunden über positive Emotionen und nicht allein durch Preisaktionen binden", sagt Thomas Hesse, Marketingleiter von Media-Markt. Zum Start erscheint das Magazin in einer Auflage von 200.000 Exemplaren.
 

Zitat des Tages: "Das Massenmarkt-Modell «one size fits all» verliert seine Anziehungskraft, weil den verschiedenen Kundenbedürfnissen heute dank Technologie, Big Data und Innovationen viel stärker personalisiert entsprochen werden kann". Joanne Denney-Finch, CEO des Marktforschungsunternehmens IGD, rät im Interview zur Personalisierung und Individualisierung.

 

Alibaba buhlt um deutsche Händler:

Alibaba will mehr deutsche Produkte verkaufen und Händlern den Einstieg in den boomenden chinesischen Markt erleichtern. Gefragt seien vor allem Produkte für die Versorgung der Familie wie H-Milch und Babynahrung, sagte Deutschland-Chef Terry von Bibra der Deutschen Presse-Agentur. Erfolgreich im Angebot seien aber auch Babynahrung, Haushaltsprodukte, Elektronikgeräte, Beauty- und Pflegemittel sowie Gesundheits- und Nahrungsergänzungsmittel.

INTERNATIONAL


Paris kritisiert Amazon Prime Now:

In der Pariser Stadtverwaltung ist man über den plötzlichen Start von Amazon Prime Now (Meldung von Montag) eher stinkig. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sieht vor allem die Ruhezeiten für Anwohner in Gefahr und warnt vor der Luftverschmutzung durch Lieferwagen. Zudem rief sie zum Schutz des Fachhandels auf, meldet The Drum. Notfalls wolle man dafür auch per Gesetz Amazon in die Schranken weisen.

Lidl startet Webshop in den Niederlanden:

Lidl startet seinen nächsten Online-Shop gerade in den Niederlanden. Angeboten werden Nonfood-Artikel (Mode, Haushaltsartikel, Kleinmöbel, ) und Weine. Lidl bietet zudem begrenzte Online-Sortimente in Belgien und Dänemark (Wein und Reisen) an. Die Liefergebühr beträgt 2,99 Euro

Wal-Mart kooperiert mit JD.com:

Wal-Mart paktiert in China mit dem Online-Riesen JD.com. Zur Kooperation gehören spezielle Stores des US-Handelsriesen auf den Marktplätzen von JD und eine Zusammenarbeit in der Logistik. Außerdem verkauft Wal-Mart seine E-Commerce Plattform Yihaodian an JD. Als Teil des Deals kauft sich Wal-Mart mit 5 Prozent bei JD ein.

Wal-Mart vertraut auf eigene Payment-Lösung:

Wal-Mart will zeinah sein eigenes Mobile Payment System Walmart Pay in allen US-Filialen umsetzen.

TRENDS & FAKTEN

Österreicher geben im Distanzhandel 1.500 Euro im Jahr aus:

Vom Mai 2015 bis April 2016 kauften 4,9 Millionen Menschen in Österreich über den Distanzhandel, davon bereits vier Millionen via Internet. Durchschnittlich geben die Kunden dabei rund 1.500 Euro im Jahr aus. Die Zahlen nennt die Studie „Konsumentenverhalten im Distanzhandel“. Die Ergebnisse basieren auf einer  repräsentativen Befragung.


Videotipp des Tages: Heute-Moderator Claus Kleber war im Silicon Valley und hat daraus eine Reportage gezimmert. Sehenswert, auch wenn der Film voller kritischer Untertöne und Bedenkenträgertum ist.
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