Amazon I: Jetzt also wirklich: Die Gewerkschaft Ver.di ruft die Mitarbeiter von Amazon erneut zum Streik auf, wie das Handelsblatt berichtet. Betroffen sind diesmal nicht nur die Standorte Bad Hersfeld und Leipzig, sondern erstmals auch das bayerische Graben - mitten in der Schlussphase des Weihnachtsgeschäft womöglich ein schwerer Schlag. Streitpunkt weiterhin: Ver.di will für die Beschäftigten von Amazon eine Bezahlung nach den Tarifverträgen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Das E-Commerce-Unternehmen dagegen will sich auch weiterhin nach der Entlohnung im Bereich Logistik richten. Mehrere amerikanische Gewerkschaften wollen nach dem Bericht am heutigen Montag vor der Firmenzentrale in Seattle eine Solidaritätsaktion durchführen, an der auch eine deutsche Delegation teilnimmt.

 

Jetzt lesen: Kleber verteidigt Amazon, Otto zieht es nach China, Redcoon gibt nach.


Amazon II: 
Deutschlandchef Ralf Kleber verteidigt sein Unternehmen nach seinem Interview in "Bild" auch in der "FAZ". Er betont zudem, dass Amazon aus der Kritik am Umgang mit Leiharbeitern gelernt und sofort Konsequenzen gezogen habe: "Dieses Jahr haben wir keine saisonalen Kräfte von außerhalb mehr, für die wir eine Unterbringung organisieren müssten", so Kleber. "Die Saisonmitarbeiter kommen direkt aus anderen Branchen, aus dem Baugewerbe, der Landwirtschaft, der Gastronomie. Es ist keine Seltenheit, dass der Bauarbeiter bis Oktober auf der Baustelle arbeitet und dann im Winter bei uns. Es gibt Kollegen, die das schon in der vierten oder fünften Saison so machen."

Zitat des Tages: "Es gibt weltweit nur drei Internet-Firmen: Amazon, das chinesische Alababa und uns." Oliver Samwer in der "FAZ" über das Samwer-Imperium

Otto I: Der Versandriese will seine Dessous- und Bademodenmarke Lascana künftig auch in China verkaufen. „Die neue Mittelschicht in China ist einfach zu interessant. Wir sprechen hier von mehreren Hundert Millionen Konsumenten“, zitiert die Wirtschaftswoche Otto-Vorstand Hanjo Schneider. Das Unternehmen plant zunächst mit einem Umsatz im einstelligen Millionenbereich. „Wir fangen klein an, sind aber in der Lage, schnell zu investieren, wenn es gut läuft", so Schneider. Lascana soll zunächst vor allem online angeboten werden - über die Alibaba-Shopping-Plattform Tmall.com sowie in einem eigenen Shop. 


Zalando:
 
Der Online-Händler hat laut LZ Net in Deutschland eine Universal-App gelauncht, die sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad nutzbar ist. Bisher gab es zwar eine App für Smartphones, für Tablets aber nur eine mobil-optimierte Website. Zalando macht mittlerweile 25 Prozent seiner Umsätze über mobile Endgeräte. Filip Dames, Chief Experience Officer des Webhändlers, über den Nutzungszyklus: "Morgens das Smartphone, tagsüber der Desktop-PC und abends das Tablet."

Redcoon: 
Kehrtwende im Streit mit dem Deutschen Werberat: Nachdem die Media-Saturn-Tochter nach der Rüge durch das Kontrollgremium erklärte, die beanstandeten TV-Spots nicht zu stoppen, soll dies nun doch erfolgen. Das berichtet HORIZONT.NET. Dafür soll der nicht beanstandete Spot "Fußballplatz" (Foto) geschaltet werden. Redcoon möchte damit "seinen Respekt gegenüber dem Werberat Ausdruck verleihen" und unterstreichen, dass man dem Werberat "als moralische Institution in Deutschland" eine große Bedeutung beimesse, so eine Pressemitteilung dazu.
 

Fashion Please: So heißt ein neues Startup im Modebereich, das demnächst starten wird und dessen Ankündigungsseite von Deutsche Startups entdeckt wurde. Laut einer Stellenanzeige soll das Konzept eine Mischung aus Facebook, iTunes und Zalando darstellen. Auf der Website verspricht Fashion Please seinen Nutzern, immer über den Style ihrer Freunde, ihrer Uni, ihrer Schule oder ihrer Stadt auf dem Laufenden zu sein. Da darf man ja wirklich gespannt sein. 


Dawanda: Onlineshops für Selbstgemachtes boomen vor Weihnachten, berichtet W&V. Der Marktplatz Dawanda etwa macht 30 Prozent seines Jahresumsatzes vor den Feiertagen. Das Unternehmen rechne damit, dass in diesem Jahr Waren im Wert von 100 Millionen Euro über die Plattform verkauft werden. Konkurrent Etsy, international weit verbreitet, verbuchte nach dem Bericht in den ersten zehn Monaten 2013 einen Umsatz von 1,02 Milliarden Dollar.


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Shop Direct: Der britische Versandhändler will laut TextilWirtschaft sein Angebot im Luxusgenre ausbauen und hat deshalb My-wardrobe-Gründerin Sarah Curran angeheuert. Sie soll eine Luxus-Strategie für die drei Online-Shops Very.co.uk, Littlewoods.com und isme.com entwickeln.

Airbnb: Die etwas andere Marketing-Idee: Das Wohnungsvermittlungsportal hat 50 Vogelhäuser gebaut, die realen Wohnungen nachgeahmt sind, die Airbnb im Angebot hat. Die Häuser sind ab heute in einem Park in New Orleans zu sehen. Wer nicht extra anreisen will, kann sich aber auch 360-Grad-Ansichten auf der Website zum Thema "Home To You" ansehen. 



Digitale Welt:

Salonmeister: Schon 500 Friseure vertritt das im vergangenen Jahr gelaunchte Berliner Startup. Salonmeister vermittelt Friseurtermine, wie die Wirtschaftswoche berichtet. Mittlerweile sind auch Waxing-, Nagel- und Kosmetikstudios dazugekommen. Gründer ist Louis Pfitzner, der auch schon für Lieferheld gearbeitet hat. 

Piccing: Die amerikanische Fotosharing-Community, die ihren Sitz in Palo Alto hat, expandiert nach Deutschland. Wie Internet World berichtet, wird ein Büro in Berlin eröffnet. Ein Webauftritt soll im 2. Quartal starten. Die Mitglieder von Piccing geben Empfehlungen im Bereich Mode- und Lifestyle-Trends, Restaurants, Clubs und andere Locations. Die Zahl der User soll im siebenstelligen Bereich liegen und sich in den vergangenen fünf Monaten verdoppelt haben. 

Digitale Praxis:

Otto II: Wie der Hamburger Versandhändler seine E-Commerce-Plattform Otto.de mithilfe einer eigenen Software-Entwicklung modernisiert, erklärt Thomas Schnieders, Director E-Commerce, Innovation & Plattform bei IT-Director.

 

Digitale Trends & Fakten:


Zahl des Tages: Zwei Toilettengänge pro Tag - mehr ist für manche DHL-Fahrer derzeit nicht drin. Der Alltag der Zusteller bei Handelsblatt Online


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