Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Beacon, das ist eine der modernen Technologien, die vermutlich gerade durch das Tal der Enttäuschung geht. Die aktuellen deutschen Nutzerzahlen der dazu passenden Shopping-App Shopkick, Marktführer in den USA, sind eher auf dem Papier toll.
Beacon aber, das sagen viele Händler, ist dann doch oft eher teuer, komplex, umständlich, braucht Infrastruktur, braucht Kreativität und muss in den Gesamtkontext eingebettet werden. Nun ja, mit der neuen Technologie ist es wie mit der herkömmlichen Technik. Man muss es richtig machen, damit es richtig gut wird. Das ist bei einem Klassiker wie E-Mail-Marketing (Dossier) nicht anders. Da aber weiß man heute schon - hoffentlich - wie es richtig geht. Schließlich werden laut Studie im Handel fast ein Viertel des Umsatzes über E-Mail-Marketing generiert. Das "geschnittene Brot" der Werbung ist zwar vielleicht nicht so sexy wie die digitalen Kirschen Beacon und Co, macht aber schneller satt. 

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Metro - Aus eins mach zwei:

Der Handelskonzern Metro plant die Aufspaltung des Unternehmens und folgt dem Vorbild von eBay/PayPal und trennt bis Mitte 2017, was nicht zusammengehört. Hier künftig Metro, Real und Co, dort künftig Media-Markt und Saturn als separate Aktiengesellschaften mit jeweils eigener Börsennotierung. Was es bringt: Mehr Fokus, mehr Flexibilität und wie Spötter meinen, hinterher weniger Ärger mit Unruhestifter und  MSH-Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals. 

„Mönchengladbach bei eBay“ mit 2 Millionen Euro Umsatz:

74 Händler beim lokalen eBay-Projekt „Mönchengladbach bei eBay“ wuppen mittlerweile 2 Millionen Euro Umsatz. Diese Zahl verriet Stephan Zoll, Deutschland-Chef von eBay, im Interview mit etailment. Im Interview verrät Zoll zudem, wie es mit Mönchengladbach nach dem bis Mitte 2016 terminierten Testlauf weitergeht.

 

Amazon vor Obi in der Customer Journey:

"Schauen Sie mal bei Samen Schmitz - oder bei Amazon". Obi ist nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr so sehr in den Köpfen. (Außer in alten Werbesprüchen). Amazon ist nämlich auch im Bereich „Heimwerken und Garten“ schon heute wichtigste Anlaufstelle für Konsumenten. Der Online-Generalist ist in diesem Bereich bereits Bestandteil jeder vierten Customer Journey – egal ob diese in einem Online-Shop oder einem stationären Geschäft endet. Die ausschließliche Analyse der Online-Käufe offenbart eine deutlich größere Dominanz: Bei einem Kaufabschluss im Netz kommt Amazon in fast zwei Drittel aller Fälle mit den Konsumenten in Kontakt. Zum Vergleich:  Obi ist Teil jeder vierten Customer Journey mit stationärem Abschluss. Im Netz ist der Anteil deutlich geringer.  Die Zahlen stammen aus der Studie „Customer-Journey-Benchmarking – Heimwerken & Garten 2016“ des ECC Köln.

Der Platz in den Köpfen über alle Kanäle
Der Platz in den Köpfen über alle Kanäle

Shopkick erreicht 2 Millionen Nutzer:

Die Shopping-App Shopkick, die unter anderem Nutzer mit Werbebotschaften via Beacon beglückt, hat nun 2 Millionen Nutzer in Deutschland. Unklar, ob Shopkick dabei von zwei Millionen monatlich oder jährlich aktiven Nutzern spricht. So oder so: Die Zahl zeigt, dass Beacon und entsprechende Lösungen - trotz TV-Werbung für Shopkick als wohl am weitesten verbreitete Stand-Alone-App - noch weit von einem Massenmarkt entfernt sind. Im Herbst 2015 hatte Shopkick übrigens 1,6 Millionen Nutzer.

Duftes Wachstum für Flaconi:

Die Online-Parfum-Bude Flaconi schafft 2015 33 Millionen Euro (+175 Prozent) Umsatz. Schade, dass Exciting Commerce nicht auch schreibt, was das den Eigentümer ProSiebenSat.1 2015 an Werbung gekostet hat. 2014, da weiß mans, waren es noch knapp 9 Prozent vom Umsatz, die im Marketing landeten.

3SI-Gruppe - Alles muss raus.

Der Otto-Konzern macht einen radikalen Schnitt bei der französischen 3SI-Gruppe. Alles muss raus. Laut Neuhandeln trennt sich Otto von einem Dutzend Händlermarken.

INTERNATIONAL


Amazon Home Service in der Erfolgsspur:

Amazon bietet seinen im vergangenen Jahr gestarteten Heimwerker-Service nun nahezu landesweit ein. Die Angebote lokaler Dienstleister beim Amazon Home Service wurden zudem massiv ausgeweitet. Für Amazon scheint das Geschäft Zusatzumsatz zu generieren.

TRENDS & FAKTEN


Snapchat greift Facebook an:

Snapchat-Attacke auf Facebook. Das hippe Netzwerk lässt Nutzer nach dem jüngsten Update direkt miteinander telefonieren, besser chatten. Ach: Und viele neue bunte Sticker gibt es für den Messenger auch.

Facebook buhlt jetzt um den Mittelstand:

Jetzt gibt es auch von Facebook, wie vor wenigen Jahren von Google, eine Werbe-Roadshow, mit der Facebook dem Mittelstand zeigen will, wie toll Facebook für das Unternehmen sein kann (und wie toll die dortige Werbung ist). Das ganze nennt sich dann als Brancheninitiative „Digital Durchstarten“ und soll dem deutschen Mittelstand - natürlich ganz altruistisch "helfen, die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen". Händlerbund, BVMW, IHK Köln, Digitale Stadt Düsseldorf, Bundesverband Deutsche Startups, High-Tech Gründerfond, und Impulse lassen sich für die Werbeshow und Veranstaltungsserie mit Praxisvorträgen und Co in zahlreichen Städten vor den Karren spannen, in der es dann nicht nur, aber immer auch um den blauen Riesen geht.


Bezahlfunktion im Facebook-Messenger?:

Facebook könnte eine Bezahlfunktion in seinen Messenger integrieren, würde damit unter anderem in Kombination mit dem Buy Button neue Shopping-Möglichkeiten eröffnen. Mit dem Messenger geht ja so einiges. Die Airline KLM verschickt darüber neuerdings sogar Bordkarten.

Instagram verlängert Videos:

Instagram kann jetzt länger: Die Videos dürfen nun 60 statt 15 Sekunden lang sein.

Zahl des Tages: 20 Studien zur Rolle von Social Media beim Kauf von Produkten, heißt 20 verschiedene Zahlen zur Bedeutung. Diesmal eine von der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und der Marktforschung Toluna: 32 Prozent der Social-Media-Nutzer haben sich schon mal für ein konkretes Produkt oder eine Dienstleistung entschieden, weil ihnen dies von privaten Social-Media-Kontakten empfohlen wurde. 2012 waren es erst 23 Prozent. Kaufentscheidungen ausgelöst durch Werbung im Web 2.0 legten im gleichen Zeitraum von 17 auf 27 Prozent zu. Was Sie sich merken müssen: Social Media hilft (wenn man es richtig anpackt).

Lesetipp des Tages: Ist doch alles ganz einfach: Startups wollen so dick, groß und mächtig wie Otto und Co werden, und Otto und Co so beweglich wie Startups. Ein Blog-Beitrag beim Star-Investor Andreessen Horowitz. sucht die Wahrheit in der Mitte: Distribution vs. Innovation

Beliebtester Beitrag am Vortag: "Als Ergänzung ganz cool" - Zalandos Fleek App getestet im Jugendzimmer
 
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