Glossybox für Männer
Glossybox für Männer
Glossybox: Menschen, die zum Monatsende etwas klamm sind, treiben gerne mal mit Nachdruck Altforderungen ein. Diesen Eindruck erweckt gerade auch Glossybox, das derzeit mehrere Tausend Kunden wegen ausstehender Zahlungen bis zurück ins Jahr 2011 abmahnt. Die Kunden empören sich nun reihenweise bei Facebook, beklagen zum Teil falsche Abrechnungen, erklären, sie hätten fälschlicherweise eine Mahnung erhalten oder wundern sich über die Art der Mahnung. Glossybox schiebt alles auf einen Wechsel des Dienstleisters. Gründerszene hat die Details zum Shitstorm.

Jetzt lesen: MyTaxi macht mit Lieferservice für Media-Markt ernst. Playboy macht in Zigaretten.


Szene aus dem Imagefilm von MyTaxi
Szene aus dem Imagefilm von MyTaxi

MyTaxi:
Pakete statt Personen. MyTaxi macht jetzt ernst mit seinen Kurierdiensten für eilige Kunden. Nach ersten Tests in Hamburg soll MyTaxi Delivery zunächst zusammen mit Media-Markt und Saturn ab Februar bundesweit starten. Auch der internationale Roll-out ist geplant, meldet die Wiwo. Die Macher der MyTaxi-App von Intelligent Apps versprechen Lieferungen binnen einer Stunde. Die Preise sollen auf Augenhöhe mit anderen Logistikdienstleistern liegen. Das Imagevideo zum neuen Service bietet schon mal eine kleine Spitze gegen DHL.

 

Zitat des Tages: "So I didn’t have to beat Rocket Internet, they had to beat me." Mark Essien hat Selbstbewusstsein. Er hat in Nigeria die Hotel-Buchungsplattform Hotel.ng gegründet. Markessien.com

 
Fairnopoly:
Sie waren angetreten, um mit einem genossenschaftlichem Konzept gegen Amazon zu punkten und um verantwortungsvollen Konsum gezielt zu fördern. Nur die Kunden fanden das bislang nicht so prickelnd. Zudem verzögerte sich das Funding. Das Budget ist knapp. Fairnopoly hat nun allen Mitarbeitern bis auf zwei gekündigt, um eine Insolvenz zu vermeiden. Warum Planung und Wirklichkeit nicht deckungsgleich waren, schildert Fairnopoly sehr transparent.


Otto: Wie war das noch mit den bösen Retouren und der neuen EU-Verbraucherrechterichtlinie, die es Online-Händlern ab Juni 2014 erlaubt, Geld für Retouren zu verlangen? Otto setzt ein Signal in die andere Richtung. Dort gibt es 30 Tage Rückgabegarantie und kostenlosen Rückversand. Auch andere große Anbieter wie Amazon oder Zalando haben immer wieder erklärt, sie wollten an der bestehenden Praxis nichts ändern.


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Soundcloud: Der Berliner Streaming-Dienst Soundcloud sammelt in einer Finanzierungsrunde, angeführt von Institutional Venture Partners, 60 Millionen Dollar ein. Die Audio-Plattform wird damit nun mit 700 Millionen Dollar bewertet. t3n

Digitale Welt:


Apple:
Nachdem sich Mitarbeiter von Apple mit Vertretern von Payment-Dienstleistern getroffen haben, sehen US-Medien Apple bereits vor dem Einstieg in das Mobile-Payment-Geschäft. Für ein eigenes mobiles Zahlungssystem bringt Apple mit den Schrilliarden an Kreditkartendaten seiner iTunes-Kunden (über 400 Millionen Nutzer) gute Voraussetzungen mit. Venture Beat


Playboy: Was haben Zigaretten mit Erotik zu tun? Okay, dumme Frage. E-Zigaretten, Tabakprodukte und Wasserpfeifen verkauft Playboy jetzt jedenfalls auch über den neuen Webstore PlayboyVapor.com. Zu jeder Bestellung gibts Kondome kostenlos. Das Sortiment soll weiter ausgebaut werden. Der klassische Webshop PlayboyStore.com verliert seit Jahren an Potenz. Internet Retailer


Starbucks: Rund 30 Prozent des Umsatzes bei Starbucks werden inzwischen per Mobile Payment oder Gutscheinen abgewickelt. Rund 10 Millionen Kunden zahlen insgesamt per App. MobilePaymentsToday


Russland: Ausländische Online-Händler müssen womöglich künftig eine Importsteuer von bis zu 30 Prozent zahlen, sobald die Waren einen Wert von 7000 Rubel überschreiten. Auch die Zahl der versendeten Pakete könnte beschränkt werden. Guardian


Argentinien: Auch die Argentinier richten Schutzsteuern für die heimische Wirtschaft ein. Bis 25 US-Dollar kann man bei ausländischen Online-Händlern steuerfrei kaufen. Über diesem Wert wird eine Steuer von 50 Prozent fällig, wenn Kunden über internationale Webseiten einkaufen. WSJ


Digitale Praxis:

Yelp: Etwa 25 Prozent der Bewertungen auf der Plattform Yelp (Qype) sind gefälscht oder verdächtig. Sagt das Unternehmen, filtert daher Verdächtiges automatisch aus. Das will Yelp trotz einer Einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg erst einmal nicht ändern. Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat das Landgericht Hamburg bereits in mindestens elf Fällen entsprechende Verfügungen erlassen. Yelp will trotzdem nichts ändern, sieht sich im Recht. Dabei sind auch die Klagen von Nutzern Legion, deren Bewertungen seit dem Übergang von Qype zu Yelp verschwunden sind.


Multichannel: Verschmelzen, Verschmelzen, Verschmelzen. Mobil, Mobil, Mobil. Personalisierung, Personalisierung, Personalisierung. Hab ich was wichtiges an Aufgaben für den stationären Handel vergessen? Wenn ja, steht es ausführlich in der Studie von 2b Ahead (pdf) zur Zukunft des stationären Handels. Die Studie leitet auf Basis von Pilotprojekten Empfehlungen ab.


Instgram: Tommy Hilfiger holt für seine Fashion-Show in New York im Februar gleich 20 ausgewählte Instagramer an den Catwalk, die dann die Show im Stil einer "InstaMeet'-Modenschau" dokumentieren sollen, schreibt Instyle. Man kann natürlich auch niedrigschwelliger um Aufmerksamkeit bei Instagram werben, um auf diesem Weg die Umsätze im Webshop etwas anzuheben. Erste Tipps für Einsteiger und einige Ideen hat Adespresso gesammelt. Weitere Anregungen hat etailment auch hier und hier.

Digitales Wissen:

Showrooming: Laut einer weltweiten IBM Retail-Studie sinkt die Bedeutung des Showrooming. Während sich im Jahresvergleich etwas mehr Verbraucher (sechs gegenüber acht Prozent) zunächst im Geschäft informierten, resultierten daraus aber nur 30 Prozent aller Online-Käufe – ein Abnahme um 50 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres.


Google: Der Suchmaschinenriese befindet sich mit seinen Product Listing Ads (PLA) offenbar auf Erfolgskurs. Die Budgets der Händler für PLA steigen (allerdings steigen auch die Preise für die PLA), der Anteil am Mediamix nimmt zu. Was auch daran liegt, dass die Click-Through-Rate steigt. Business Insider hat entsprechende Zahlen von Marine Software aufbereitet.


Sharing: Werkzeuge und Elektroartikel (Wer braucht schon öfter als einmal im Jahr eine Bohrmaschine?), aber auch Fahrräder und Medien haben gute Chancen, sich in der Sharing-Economy zu etablieren. Das sagt eine Studie von Metadesign und FGM Market Insights. Über die Hälfte der 1000 online Befragten unterstützt bereits eine alternative Konsumkultur und drei Viertel stehen dem Teilen offen gegenüber. 20 Prozent der Befragten gehören zu den sogenannten kollaborative Konsumenten, die aktiv Sharingplattformen nutzen.


Digitale Trends & Fakten:



Zahl des Tages: Knapp 65 Prozent alles E-Mails werden in den USA inzwischen auf mobile Endgeräten geöffnet, meldet Internet Retailer. Die Zahl sollte man im Kopf haben, wenn man als Händler über die künftige Strategien und die Gestaltung seiner E-Mail-Kampagnen nachdenkt. Auch wenn die Zahl von einem E-Mail-Marketing-Dienstleister kommt.


Grafik des Tages: Gesammelte Zahlen zum Markt der Zukunft: The Future of How We Shop


Lesetipp des Tages: Die FAZ stellt Christina Stenbeck vor, die neue Aufsichtsratsvorsitzende von Zalando und Chefin des Top-Investores Kinnevik.

 

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wochenrückblick: Amazon, Ranking und die Daten

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