Händlersterben im Möbelhandel:

Seit jeher mächtigster Wettbewerber des klassischen Möbelhandels: Otto. Hier mit einer aktuellen Rabattaktion
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Ein Drittel aller stationären Möbel- und Einrichtungsgeschäfte steht bis 2020 vor dem Aus. Das erwartet ein Thesenpapier von ECC Köln und Mücke, Sturm & Company (pdf). Gleichzeitig prognostiziert das Duo, dass der Online-Umsatz mit Möbeln bis 2020 auf 14 Milliarden Euro steigt. Der Markt werde aber nicht von einer Fülle von Pure Playern bestimmt, so das Thesenpapier, sondern neben einigen Nischenanbietern würden nur einige große Player überleben. Für alle Händler (online und offline) sei es daher umso wichtiger, starke Marken aufzubauen.

Letztlich aber muss auch der klassische Möbelhandel zum Alleskönner werden. "Es werden nur Möbelhändler mit einer umfassenden Digitalstrategie überleben, deren Angebot für den Kunden das Beste aus dem stationären und digitalen Handel kombiniert“, erklärt Achim Himmelreich, Partner bei Mücke, Sturm & Company. Schon heute informieren sich vier von zehn Konsumenten in einem Online-Shop, bevor sie Möbel oder Wohnaccessoires in einem stationären Geschäft kaufen.

Jetzt lesen:WMF mit Markenshop bei eBay, Amazon dockt an Einkaufszentren an.
 

WMF mit Markenshop bei eBay:

Haushaltswaren-Hersteller WMF geht mit einer eigenen Markenwelt bei eBay an den Start. Insgesamt umfasst das Angebot schon zum Start des neuen Shops über 1.500 Produkte der beiden Konzernmarken Silit und WMF. Die dritte Kernmarke der WMF Group, Kaiser, wird noch im dritten Quartal eine eigene Markenwelt bei eBay einführen.
 

Zitat des Tages: "Als guter Kompromiss hat sich herausgestellt, den Versand ab einem Mindesteinkaufswert gratis anzubieten. Das animiert Kunden dazu, noch etwas dazu zu bestellen, um diese Schwelle zu überschreiten (erhöht also den Umsatz) und mit diesem Mindesteinkaufswert kann man dann auch ganz gut kalkulieren. Ich würde privat ehrlich gesagt auch nirgendwo bestellen, wo ich selbst bei einem Bestellwert von 60 € noch extra Versandkosten bezahlen soll." Tipp und Erfahrung von Leser Eric rund um von Versandkosten geschockte Warenkorbabbrecher im Kommentar zum etailment-Beitrag über den Stolperstein Check-out.

Global Founders Capital macht in Immobilien:

Global Founders Capital, Risikokapitalfonds von Rocket Internet, investiert in BrickVest, eine Online-Plattform für Immobilieninvestments. Das Startup mit Sitz in Berlin und London ist noch nicht einmal offiziell gestartet, um Investorengelder für Immobilienprojekte zu gewinnen. Techcrunch

Finanzhilfe für Payever:

Die Teilnahme am Pro7Sat.1 Accelerator und Microsoft Accelerator hat sich für den Zahlungsanbieter Payever offenbar gelohnt. Nun gabs nach eigenen Angaben 500.000 Euro Finanzierung vom High-Tech Gründerfonds. Das 2013 von Artur Schlaht und Viktor Butsch als ein Spin-Off der Universität Würzburg gegründete Startup bietet einen Payment-Baukastensystem. Mit der Lösung können Händler online und offline Zahlungen über PayPal, Kreditkarte, Sofortüberweisung, Raten- oder Rechnungskauf, Lastschrift sowie Bitcoin akzeptieren. All das soll ohne große Programmierung, Hosting oder Wartung im Online Shop, der Webseite, vor Ort, oder in sozialen Netzwerken möglich sein.

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MyMuesli in der Schweiz:

Und noch eine Zutat für die Multichannel-Strategie: Mymuesli expandiert in die Schweiz und will im Sommer einen Laden in Bern eröffnen. Es wäre der erste Store in der Schweiz. Der einstige Pure Player ist in Deutschland bereits bei einer Reihe von Supermärkten mit seinen Produkten in den Regalen, hat 20 Läden in Deutschland und zwei in Österreich (Wien, Salzburg). Blick



E-COMMERCE INTERNATIONAL

Amazon dockt an Einkaufszentren an:

Amazon will nach positiven Erfahrungen in Großbritannien seine Abholstationen auch in Frankreich in Einkaufszentren unterbringen. Amazon lockt mit der Übernahme aller Kosten und mehr Frequenz. JDN

Asos liefert hübsche Zahlen:

Asos erholt sich und schüttelt das Krisenjahr 2014 ab. Der Umsatz des britischen Onlinehändlers Asos ist zwischen März und Juni um 20 Prozent gestiegen. International lag das Plus bei 16 Prozent, im Heimatmarkt bei 27 Prozent. Gesamtumsatz: 396,7 Millionen Pfund. Die Zahl der aktiven Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Das Ergebnis ist aber auch mit preisaggressiver Politik erkauft.  Guardian


Schweizer Paket-Drohnen für die Berge:

Die Schweizer Post schickt die bereits im Frühjahr angekündigte Paket-Drohne nun auf ihre ersten Flugstunden in die Berge. Zusammen mit dem Drohnenhersteller Matternet gehts ins Berner Seeland und ins Berggebiet. Mit einem Einsatz im Alltag rechnen die Schweizerische Post, Swiss WorldCargo und Matternet frühestens in fünf Jahren. Derzeit kann die Drohne 1 Kilogramm über 10 Kilometer transportieren.

Alibaba investiert in Luxus-Angebote:

Alibaba investiert im Heimatland in den Flash Sale-Anbieter Glamour Sales (Mei.com). Höhe des Investments: unklar. Glamour Sales vertreibt vor allem Luxus-Marken und soll nun mit der Alibaba-Plattform TMall enger verzahnt werden. Tech in Asia


Marks & Spencer holt auf:

Marks & Spencer hat Online im ersten Quartal um stolze 38,7 Prozent zugelegt und verdankt das nach eigenen Angaben einer besseren Usability im Shop und Optimierungen im Fulfillment. Der Start des neuen Webshop in 2014 war zunächst holprig verlaufen. IR

JD.com geht nach Russland:

Chinas Online-Gigant Nummer 2, JD.com, macht sich auf nach Russland, und will mit seinem Webshop dort binnen 5 Jahren zum Marktführer werden, meldet CCTV. Für JD ist es das erste Engagement in Übersee. In Russland trifft JD auf einen alten Bekannten: Alibabas Aliexpress mit rund 20 Millionen monatlichen Nutzern zählt bereits zu den zehn beliebtesten Webangeboten dort.  JD könnte aber rasch aufholen. Die Chinesen kooperieren mit dem heimischen Riesen Ulmart. Über den Wachstums- und Krisenmarkt Russland diskutieren auf dem Branchenkongress etailment 2.015 am 11. und 12. November in Frankfurt mit Martin Schierer, CEO der Otto Group Russia.

Farfetch hofft auf Instagram:

Mit dem Hashtag #MenSwearBy für Twitter und Instagram will Farfetch Männer zum Sharen von Mode animieren und so sein neues Männersortiment promoten. Luxury Daily

Tweet des Tages:



DIGITALE TRENDS & FAKTEN


Zahl des Tages: Kontaktloses Bezahlen? Da ist doch gar nicht so wenig Geld unterwegs. Zumindest bei Visa. Laut Visa Europe haben Karteninhaber im vergangenen Jahr mehr als 1 Milliarde Mal kontaktlos bezahlt. Insgesamt wurden mehr als 12,6 Milliarden Euro ausgegeben. In Großbritannien sind die meisten kontaktlosen Visa Karten im Umlauf: 49,6 Millionen kontaktlose Visa Karten und 410.000 Terminals.

Lesetipp des Tages: 58 Seiten Abrechnung und Aufforderung für den Möbelhandel. "Knut bleibt sitzen" von Alexander Graf (Kassenzone.de, Spryker) und Pierre Haarfeld  (eTribes). etailment

Grafik des Tages:
Mehr Reichweite bei Facebook ohne gleich Anzeigen zu schalten. Eine Infografik sagt wie.


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