Liebe Leserin, lieber Leser, Lego hat mit "Ralph, the giftbot" einen Chatbot im Facebook Messenger "angestellt", der Nutzern bei der Geschenkewahl helfen soll und dafür zunächst ein paar Daten und Vorlieben abfragt. Klingt, als wenn der Bot mehr Lego als dem Kunden nutzt. Nennen Sie mich nostalgisch, aber als Kind wäre mir so ein Bot zu effizient. Gab es etwas Schöneres als in der Vorweihnachtszeit stundenlang vor dem Lego-Katalog zu sitzen und von all den tollen Sachen zu träumen? Schönes Wochenende.

Primark greift jetzt auch online an:

Primark, Angstgegner des stationären Billig-Modehandels, plant mit einem Click & Collect-Shop den Start im E-Commerce. Das hat die TextilWirtschaft aus "Kreisen" erfahren. Demnach plant Primark eine E-Commerce-Light-Version. Kunden sollen Ware im Online-Shop bestellen können, müssen die aber in den Filialen abholen.

Rewe baut automatisches Lager für Online-Food:

Wer zuletzt bei Rewe online bestellte und schon Tage vorher für das Wochenende keinen passenden Slot mehr fand, konnte schnell den Eindruck gewinnen, der Lebensmittelhändler sei auf Digital-Diät. Doch zumindest in Köln rüstet Rewe auf. Dort soll ein neues Lager entstehen, das Bestellungen von Lebensmitteln weitgehend automatisiert versendet, weiß die "Wirtschaftswoche". Das neue Lager soll helfen, das Online-Geschäft langfristig profitabler zu gestalten. Spannendes Detail am Rande: Eine Kooperation mit Amazon im Bereich Eigenmarken hat Rewe abgelehnt.

6 auf einen Streik:

An den sechs großen Amazon-Standorten in Deutschland (Bad Hersfeld, Leipzig, Rheinberg, Werne, Graben und Koblenz) wird am heutigen Black Friday gestreikt. Verdi geht es diesmal nicht nur um den Kampf für einen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft beklagt auch "weit überdurchschnittlich hohe Krankheitsraten". 

Pop-up-Store für Zalon:

Zalando hat in Berlin-Mitte (Brunnenstraße 151) einen Pop-up-Store für das Curated Shopping-Konzept Zalon eröffnet. Bis 9. Dezember können sich mittwochs bis samstags die Kunden beraten lassen. Um die Inspiration abzurunden, hat sich Zalon zudem Möbel von Made.com in Haus geholt.

DocMorris kauft Vitalsana:

Das Media-Unternehmen Ströer verkauft die Online-Apotheke Vitalsana an die Apothekengruppe Zur Rose. Stroer reicht die Apotheke knapp ein Jahr nach dem Kauf an die DocMorris-Mutter weiter.

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Erfolgreicher mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie:

Der „naive“ Kunde war gestern. Wer heute einkauft, kommt mit ganz anderen Erwartungen, Tools und Wünschen. Nur wenige Einzelhändler haben darauf bereits die passende Antwort. Zwar entscheiden sich immer mehr Händler für die Umsetzung einer ganzheitlichen Omnichannel-Strategie, dennoch ist Europas Einzelhandel noch nicht optimal auf die Zukunft eingestellt – zu diesem Ergebnis kommt der IDC-Bericht: Making Your Omni-Channel Strategy a Reality.

INTERNATIONAL

Amazon geht in die Schweiz:

Bibbern und auch ein bisschen Rätselraten beim Schweizer Handel: Denn der Markteintritt von Amazon in der Schweiz stehe unmittelbar bevor,  schreibt "Bilanz". Damit es mit der Lieferung flott geht, soll die Schweizer Post die Verzollung für Amazon vornehmen. Schweizer Kunden sollen dann laut Bericht auf das komplette Online-Angebot von über 200 Millionen Artikeln auf Amazon.de zugreifen können. Unklar ist, ob Schweizer Kunden auch "Prime"-Services bekommen. Unklar (und eher unwahrscheinlich) auch, ob tatsächlich alle Angebote - also auch die der Marktplatz-Händler - nun mit dabei sind. Das unterstellt der "Bilanz"-Bericht. Und so richtig angekommen ist Amazon auch noch nicht. Geliefert wird immer noch aus dem Ausland. Nur geht es künftig schneller durch den Zoll.

Walmart ausverkauft:

Schlecht geplant - oder zu viel verkauft? Walmart musste sich einige böse Worte anhören, weil Black-Friday-Angebote aus der TV-Werbung schon am Donnerstag ausverkauft waren. Auch hierzulande hat manch einer den ersten Ansturm nicht korrekt kalkuliert. Die Server von Media-Markt beispielsweise hatten zeitweise Schluckauf.

TRENDS & FAKTEN

Weihnachten beginnt bei Amazon:

Vier von fünf Deutschen, so eine aktuelle und repräsentative Online-Umfrage von YouGov im Auftrag von intelliAd Media, wollen Weihnachtsgeschenke im Netz kaufen. Rund 46 Prozent aller Online-Xmas-Shopper starten ihre Suche nach Präsenten für Heiligabend üblicherweise beim E-Commerce-Marktführer Amazon. Warum sollten sie das jetzt auch anders machen als im Rest des Jahres? Bei Google beginnen 24 Prozent und nur sechs Prozent suchen zum Start in anderen Webshops.

Personalisierte E-Mails verkaufen besser:

Personalisierte E-Mails verkaufen besser als Topseller-Newsletter. Das sagt Dienstleister Epoq. Beleg: Der Händler Golf House. Der Anbieter rund um den Golfsport steigerte mithilfe der Software von Epoq Internet Services den Newsletter-Traffic. Dabei wurden 65,3 Prozent des Traffics über die personalisierte E-Mail erzielt. Das entspricht einer 1,9-fachen Steigerung gegenüber dem Newsletter mit Topsellern.

Zahl des Tages:

Der Onlineumsatz steigt bis 2021 voraussichtlich auf 80,4 Milliarden Euro. Das zeigt die Trendrechnung der IFH-Handelsexperten im neuen „Branchenreport Onlinehandel“. Frohe Botschaft an den klassischen Handel: Der Marktanteil der Pure Player wächst langsamer, die stationären Händler im Onlinehandel gewinnen Marktanteile zurück.

Beliebtester Beitrag am Vortag:

Mit allen Sinnen will Intersport künftig seine Kunden ansprechen. Ob diese die moderne Technik im Laden auch wollen, wird gerade in Berlin getestet. Etailment hat sich eine dieser Pilotfilialen angesehen und die neue Form des Verkaufens ausprobiert.

Schon gewusst? OR - den Podcast von etailment - gibt es auch bei iTunes kostenlos. Unser Tipp: Den Podcast bei iTunes abonnieren und keine Folge verpassen.