Otto erwartet Gewinneinbruch - aber nicht zu knapp:

Grafik: Otto Group
Grafik: Otto Group
Hans-Otto Schrader muss sich mit der Otto Group mit aller Kraft gegen einen "deutlichen Gewinnrückgang" stemmen, meldet der Springer-Titel "Bilanz" und spricht von gravierenden Problemen bei der Otto Group. Demnach drücken die schrumpfenden Erträge bei der US-Möbeltochter Crate & Barrel, die Ukraine-Krise sowie die Umstrukturierung der französischen Tochter 3SI mächtig auf die Zahlen. Beim Jahresüberschuss könnte es womöglich sogar für die imagetechnisch wichtige dreistellige Zahl knapp werden. 2014 erwartet Otto nur noch einen Jahresüberschuss von etwa 100 Mio. Euro. und wurde damit das Vorjahresergebnis nahezu halbieren. Der Vertrag von Schrader als Vorstandsvorsitzendem soll zudem über 2016 hinaus verlängert werden.

Jetzt lesen: Amazon kommt per Express im Taxi, Reno kommt zurück.

Otto II:


Otto muss nun aufs Weihnachtsgeschäft hoffen. Da soll ein neuer TV-Spot helfen, der eine vergleichsweise amüsante Weihnachtsgeschichte über die Risiken des Selberbastelns erzählt. Der von Heimat kreierte Film ist ab 11. November im TV zu sehen und jetzt schon bei Youtube. Kein Spot für Nostalgiker. Denn ein wenig traurig ist es schon, wenn der Papa beim Basteln für den Sohn kapituliert und der Sohn sich dann über eine Playstation freuen darf. Ich steh da ja eher auf die herzigen Weihnachtsspots der britischen Kette John Lewis

 

Reno:

Reno ist mit seinem Onlineshop nach neunmonatiger Pause (!) wieder zurück im Netz. Als Test wurde der E-Commerce-Abschied damals verkauft. Laut TextilWirtschaft ist es nun das Ziel, das komplette Sortiment online verfügbar zu machen. In der noch laufenden Beta-Phase sei das aber noch nicht der Fall. Allerdings informiert die Verfügbarkeitsanzeige weiterhin, in welchen nahe gelegenen Stores der gewünschte Schuh erhältlich ist. Der neue Online-Shop läuft auf der E-Commerce Web Sphere aus dem Hause IBM.


Quelle:

Quelle, Teil der Otto Group, steigerte seinen Umsatz von März bis Oktober um 22%. In Deutschland schwang sich Quelle.de sogar zu einem Plus von 50% auf. Quelle.de soll noch in diesem Jahr Gewinn machen und dann die 100-Mio-Umsatz-Marke nehmen. Die Traditionsmarke ist in Deutschland, Österreich und Schweiz Bestandteil der UNITO-Gruppe. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Salzburg und Graz ist Teil der zum Otto-Konzern zählenden Baur-Gruppe mit Sitz im oberfränkischen Burgkunstadt.


Mayersche:

Die regionale Buchhandelskette Mayersche gönnt ihren Kunden eine App, die Bücher anhand des Covers erkennt und das Werk dann direkt im Shop anzeigt. Buchreport ist von der eher simplen Produkterkennung so begeistert, dass das dort gleich zur "Augmented Reality" hochstilisiert wird.

 

Zitat des Tages:  "Einmal irgendwo was gekauft im Internet, du wirst verfolgt. Ich kaufe ganz wenig im Internet, dadurch werde ich noch mehr verfolgt. Wenn sie ganz wenig kaufen, sind sie ja der Extremfall. Deswegen kriegen sie auch unentwegt die gleiche Werbung serviert." Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der CNight, einer Veranstaltung der CDU zur digitalen Zukunft. Golem

 

SportScheck:

Die mit Millionenaufwand umgebaute SportScheck-Filiale in Köln soll auch Multichannel-Filiale sein.  „Wir wollen in naher Zukunft in Köln erstmals auch Same-Day-Delivery praktizieren“, kündigt SportScheck Geschäftsführer Stefan Herzog an, „wer bei SportScheck im Onlineshop bestellt und in Köln wohnt, bekommt dann die Ware noch am gleichen Tag nach Hause geliefert oder er holt sich den reservierten Artikel im Store ab.“

QVC:

Der Shopping-Sender verbucht im dritten Quartal in Deutschland ein Umsatzplus von 2% auf 229 Millionen US-Dollar. Neuhandeln


Heine:

Heine.de ist nach Kundenmeinung vor Amazon und Limango der beste Online-Mode-Shop in Deutschland. Das ergab eine Sonderauswertung der Kundenzufriedenheitsstudie „Black Box Online-Shopping“ für die Fachzeitschrift TextilWirtschaft. Das überrascht. Denn Umsatz machte Heine in der Vergangenheit immer weniger. Mehr über die Ergebnisse der Studie lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe der TextilWirtschaft.



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Weihnachten:

Die deutschen Verbraucher wollen in diesem Jahr bei den Weihnachtsgeschenken sparen. Mit 219 Euro liegt das Budget laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young 20 Prozent unter dem Vorjahr. Das wäre dramatisch weniger als in der Umfrage von Deloitte. Derzufolge geben die Deutschen in diesem Jahr im Schnitt 266 Euro für Geschenke aus - 2% weniger als im Vorjahr. General Anzeiger Aber vielleicht sind die Deutschen auch wie meine Oma. Die hat jedes Jahr gesagt: "Kinder, dieses Jahr gibts nur eine Kleinigkeit". Hat uns nur beim ersten Mal geschockt.

Weihnachten II:

Auf bessere Chancen hoffen können zumindest jene Onlinehändler, die mobil gut aufgestellt sind. Denn einen großen Sprung nach vorne werden in diesem Jahr mobil getätigte Einkäufe machen: Diese nehmen hierzulande um 42 % gegenüber dem Vorjahr zu. Das sagt der „Adobe Online Holiday Shopping Forecast“. Mehr zum Thema in Kürze.



Digitale Welt:

Amazon:

In San Francisco und Los Angeles kommt die Amazon-Bestellung binnen einer Stunde beim Kunden an. Per Taxi. Partner ist die App Flywheel. Preis: 5 Dollar Extra. WSJ


Digitale Praxis:

Hermes:

Damit Päckchen und Pakete pünktlich unter dem Weihnachtsbaum liegen, müssen bei Hermes nationale Sendungen  bis Montag, 22. Dezember 2014, 12 Uhr in einem der über 14.000 Hermes PaketShops abgegeben werden – dann erfolgt ein Zustellversuch bis Heiligabend. Haustürabholungen können bis Sonntag, 21. Dezember, 20 Uhr beauftragt werden. Stichtag für Weihnachtssendungen ins Ausland ist Samstag, der 15. Dezember.


Facebook:

Ein Beitrag der Macher des Social-Media-Tools Buffer erklärt ohne viel Geschwurbel, was der Facebook-Algorithmus mag und was nicht und wie man sich das für die Sichtbarkeit der Beiträge zunutze macht. Buffer-Blog


Digitale Trends & Fakten:

Xing:

Das Business-Netzwerk Xing schafft im dritten Quartal ein Umsatzplus von 20% auf 26 Mio Euro und meldet mit 282.000 neuen Mitgliedern das höchste Wachstum seit dem Börsengang 2006.


Gutscheine:

Geschenkgutscheine sind beliebt. Jeder zweite Deutsche verschenkt sie gerne. Doch gerade mal die Hälfte der Top 100 Online-Shops in Deutschland bietet sie an. Noch dazu mit höchst unterschiedlichen Feature. So sind Gutscheine bei Amazon personalisierbar, bei Otto nicht. Deals.com bietet einen Überblick der Gutscheinwelt der Top100-Shops


WKZ:

Im stationären Handel bieten Markenhersteller längst viel Geld für Toppositionen im Regal. Die strategische Produktplatzierung mithilfe von Werbekostenzuschüssen (WKZ) sei nun auch online auf dem Vormarsch, glaubt die Agentur Cocomore.


Datenschutz:

Bereits 18,8 Prozent der Online-Händler wurden Opfer von Erpressungsversuchen von Datendieben. Darüber hinaus wurden 19,7 Prozent der Online-Shops bereits gehackt und damit in vielen Fällen zum Verteiler von Viren und Trojanern an die Kunden der Online-Shops. 19,0 Prozent der Online-Händler wurden bereits sensible Daten entwendet. Dies belegt die Studie "Informationssicherheit im E-Commerce 2014" von ibi research.


Zahl des Tages:
16 % aller Kunden finden, dass ein Trusted Shops Siegel zu Startseite eines Webshops einfach dazugehört. Nur eine Zahl der vielen Ergebnisse der E-Commerce-Studie "Black-Box Online-Shopping". etailment


Lesetipp des Tages: Krautreporter Peer Schader fragt sich, "warum unsere Pakete immer dann ankommen, wenn wir nicht zuhause sind".


Beliebtester Beitrag am Vortag: So wünschen sich Kunden den idealen Onlineshop

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