Rocket Internet greift nach Food & Groceries:

Rocket-Commander Oliver Samwer: Chefkoch der Nation? (Foto: Rocket Internet)
Rocket-Commander Oliver Samwer: Chefkoch der Nation? (Foto: Rocket Internet)
Gegessen wird immer. Auch in Zeiten des Internets. Mit einem gewaltigen Investment in Essensdienste, dass einen großen Batzen des IPO-Geldes verschlingt, zeigt Rocket Internet gerade, in welchen Feldern die nächste Schlacht am digitalen Buffet bevorsteht, wo der nächste bedeutende Wachstumsmarkt im E-Commerce entsteht: bei Food & Groceries.
Das 496 Millionen Investment von Rocket Internet für die 30-prozentige Beteiligung am Online-Lieferservice „Lieferheld“ (Delivery Hero) ist ein gewaltiger Klops, aber eine beinahe sichere Sache. Die Menschen (und meine Mutter war da schon vor vielen Jahren Trendsetter) wollen immer seltener kochen, können immer weniger kochen und haben immer weniger Zeit dazu.
Alle Service, die Kunden Zeitersparnis und Bequemlichkeit bieten, haben daher Zukunft. Das gilt für solche Lieferdienste wie Delivery Hero (in 24 Ländern aktiv, 90.000 Restaurants als Partner, Umsatz 88,9 Millionen Euro), das gilt auch Hello Fresh, der seinen Kunden keine fertigen Gerichte, sondern die Zutaten zum Selbstkochen nach Hause liefert. Hier werden die Samwer-Brüder noch mal mehr als 100 Millionen Euro investieren, halten nun die Mehrheit.
Auch beim jüngst gestarteten Lieferdienst für regionale Lebensmittel Bonativo ist Rocket mit an Bord.
Zudem hält der Inkubator 100 Prozent an La Nevera Roja in Spanien und Pizzabo in Italien.
Rocket bündelt seine Food-Attacken außerdem nun in der Global Online Takeaway Group. Geschäftsbericht

Jetzt lesen: Zalando baut am Prime für Fashionistas, Otto wirbt digital.

Zalando mag Prime:

Zalando kopiert offenbar das Prime-Programm von Amazon. "Zalando First" verspricht Express-Lieferung bei jeder Bestellung, Wunschtag-Lieferung, schnellerer Zugang zu Schnäppchen und weitere Vorteile. Die Jahresgebühr beträgt 19 Euro. IWB

Kinderspaß mit Otto:

Kinder, die sich am elterlichen Kleiderschrank bedienen und aus den Kleidungsstücken der Erwachsenen ihren eigenen Look kreieren, das untermalt mit Zitaten von Prominenten oder Mode-Ikonen. So kommt jetzt ein Otto-Spot daher, der Teil einer Digitalkampagne ist. Unter dem Claim „No rules just fun“ läuft die sechswöchige Kampagne unter www.norulesjustfun.de, auf dem Brandchannel des Online-Versandhändlers bei Youtube und in Blogs. Die Kampagne hat die Agentur pilot für Otto konzipiert.

Zitat des Tages: „Es kann nicht sein, dass große Lieferanten durch FOC und eigene Online-Aktivitäten ihren Kunden die Butter vom Brot nehmen, und dann noch erwarten, dass applaudiert wird.“ Kim Roether, Vorstandsvorsitzender von Intersport, übt massive Kritik an den Herstellern. Intersport schaffte 2014 ein Plus von 2 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro. TW

Conrad legt nach:

Laut jetzt veröffentlichtem Geschäftsbericht hat die Elektronikkette Conrad mit einem Plus von 7 Prozent auf 926 Millionen Euro die Milliarden-Marke nur knapp verfehlt. Massive Investitionen in den E-Commerce und der Preiskampf drücken aber auf den Profit. CP


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Yoints hofft auf später:

Spätestens im Herbst will das Kundenbindungs-Startup Yoints mit seinem Beacon-Konzept bundesweit antreten. Derzeit können Kunden laut LZ mit der Bonus-App in Hamburg bei 500 Handels-Outlets per Beacon Punkte sammeln.

Break Even - Mister Spex:

Gerade noch mit einem Investment von Goldman Sachs geadelt, meldet Online-Optiker Mister Spex nun ein Plus von 38 Prozent auf 65 Millionen Euro und den Break-Even für 2014. Wiwo
Mister Spex Geschäftsführung Dirk Graber (links) und Mirko Caspar
Mister Spex Geschäftsführung Dirk Graber (links) und Mirko Caspar

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Eickhoff verliert Investoren:

"Eickhoff.com ist gescheitert" schlagzeilt die TextilWirtschaft. Hintergrund: Das Münchner Investoren-Duo Maximilian und Sebastian Kuss habe die Zusammenarbeit mit Susanne und Stefan Asbrand-Eickhoff beendet. Die versuchten den Düsseldorfer Traditionshändler mit einer Luxus-Fashion-Plattform unter Eickhoff.com fortzusetzen.

Nestpick contra Airbnb:


Mit der Online-Plattform Nestpick will Rocket Internet hierzulande gegen Airbnb punkten, meldet "SpOn". Das  Startup aus den Niederlanden peilt auf einer betuchtere Kundschaft. Im Kerngeschäft versucht Rocket bislang mit Wimdu recht erfolglos an die Nummer 1 der Zimmervermittler aufzuschließen.


E-COMMERCE INTERNATIONAL

Fab als Schnäppchen:

Für das hochgejubelte und hochbewertete, dann aber mit vielen Managementfehlern in die Grütze gefahrene Design-Portal Fab hat Gründer Jason Goldberg wohl nun einen Käufer gefunden, der noch 15 Millionen Euro zahlen will. Das Portal war einst 330 Millionen Dollar wert. Re/Code

Media-Saturn funkt:


Media-Saturn startet einen Beacon-Testlauf in Österreich. Neben der Navigation zum gewünschten Produkt will Media-Saturn eine zusätzliche Incentivierung des betreffenden Artikels erproben, wenn der Kunde nicht zugreifen sollte. LI

Radioshack - vorbei:

Die traditionsreiche US-Elektronikkette Radioshack ist am Ende, hat nun wie erwartet final Insolvenz angemeldet. Auf (zumindest einige der) etwa 4000 Filialen hatte auch Amazon offenbar ein Auge geworfen, geht aber wohl erst einmal leer aus. 2.400 Filialen bekommt der Hedgefond Standard General, Sprint übernimmt 1.700 Filialen. MM

Björn Borg:

Im Online-Shop von Björn Borg, in grauer Vorzeit Wimbledon-Sieger, sollen Kunden Sportmode über ein Online-Spiel einkaufen. Netter, aber umständlicher Werbe-Gag. TW


 
DIGITALE TRENDS & FAKTEN


Grafik des Tages: Twitter hat seine aktuellen Geschäftszahlen vorgelegt. Demnach ist die Zahl der monatlich aktiven Nutzer gegenüber dem Vorquartal nur minimal gestiegen. Stagnation herrscht auch bei den Timeline views. Dagegen legte der Umsatz - vor allem dank Werbung auf mobilen Geräten - gegenüber dem Vorjahr um 97 Prozent auf 479 Millionen US-Dollar zu. 

Infografik: Twitter wächst (fast) nicht mehr | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Beliebtester Beitrag am Vortag: 22 Beacon-Startups, die man kennen sollte


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