Reuter contra Hersteller:

Was erlauben Reuter? Der Fach-Onlinehändler Reuter hatte mit seinem unkonventionellen „Reuter Urteil“ Bewertungen von Sanitärherstellern online zugänglich gemacht. Reuter wollte so transparent machen, wie sich Hersteller bei Fragen zum Herstellungsort, bei der Kommunikation von Lieferzeiten, bei der Abwicklung von Kundenreklamationen, bei Preisehrlichkeit verhalten.
Doch diese Offenheit gefällt nicht allen Herstellern. Unter anderem Hansgrohe ist gegen die Sterne-Bewertungen von Reuter vorgegangen. Also musste sich das Landgericht Köln mit dem Fall beschäftigen. Bis zur Entscheidung über die einstweilige Verfügung, die Hansgrohe erwirkt hatte, ist die Veröffentlichung des "Reuter Urteils" untersagt.

Reuter stichelt mit seiner Bewertung aber wohl auch gegen die Benachteiligung von Onlinehändlern, bewertet auch die Behinderung von Preisvergleichsmöglichkeiten sowie die Benachteiligung besonders günstiger Vertriebswege.

2013 musste der Badarmaturenhersteller Dornbracht nach einer Klage von Reuter wegen gezielter Behinderung des Onlinehandels inklusive Zinsen Schadenersatz in Höhe von rund einer Million Euro an Reuter zahlen. Der Armaturenhersteller hatte Großhändlern zwischen 2008 und 2011 spezielle Rabatte gewährt, wenn diese sich verpflichteten, Dornbracht-Produkte nicht an Onlinehändler zu liefern.
 

Jetzt lesen: Software-Fehler verursacht Preissturz bei Amazon. Otto glaubt an den Katalog.



Amazon:

Verdi will von Montag bis Mittwoch in fünf der insgesamt neun Versandzentren streiken und so die Forderung nach einem Tarifvertrag untermauern: Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg und Werne.

 

Zitat des Tages: "I am very, very lucky. I’m lucky in so many ways. I won a lot of lotteries in life. I’m not just talking about Amazon, a certain financial lottery, for sure." In einem mehr als lesenswerten und langen Interview mit Business Insider erklärt sich Amazon-Boss Jeff Bezos und weicht auch Fragen nach Flops und Profiten nicht aus. Das Interview gibt es auch als Video.

Metro & Emmas Enkel:

Der Handelskonzern Metro beteiligt sich mit 15 % an dem Online-Lebensmittelhändler Emmas Enkel und will das Start-up auch bei der Eröffnung neuer Standorte unterstützen. Emmas Enkel betreibt derzeit zwei eigene Läden in Düsseldorf und Essen. Metro


Tweet des Tages:


Otto:

Bei Otto verdrehte man über die Jahre immer wieder die Augen, wenn man nach dem Ende der Kataloge fragte. Schließlich gibt es immer noch Kunden, die gerne wie in den 80er Jahren einkaufen und schließlich ist eher der langweilige Katalog tot, nicht aber Papier an sich.  "Bis heute ist Print hochprofitabel, da es sich nahtlos in die Customer Journey unserer Kunden einreiht. Viele unserer Kunden werden durch den Katalog überhaupt erst zu einer Bestellung auf otto.de angeregt", sagt Alexander Voges, der bei Otto kanalübergreifend die Sortiment-Vermarktungsaktivitäten verantwortet. Seit einiger Zeit entwickele man zudem Print-Formate, die sich speziell an Online-Kunden richten.


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Digitale Welt:


Amazon:

Marketplace-Händler in UK erzählen "Sky", wie sie ein Softwarefehler im Zusammenspiel mit einer automatisierten Repricing-Software (RepricerExpress) am Freitag beinahe in den Ruin trieb, weil die Software den Preis ihrer Produkte bei Amazon für mehrere Stunden ins Bodenlose bis auf Penny-Beträge drückte. Mit den Folgen des Einsatzes von automatisierten Preis-Kalkulations-Algorithmen beschäftigt sich auch unser Beitrag "Preisfehler und System-Abstürze: Lässt sich der Super-GAU eindämmen?"


Amazon fresh:

Bestandskunden von Amazon fresh sollen im kommenden Jahr für den Lebensmittel-Lieferdienst 299 Dollar jährlich zahlen. Das könnte sie in die Arme von Mitbewerber wie Google Shopping Express oder Instacart treiben. Geekwire


eBay:

Wie bereits gemeldet hat eBay seine iPad-App runderneuert. Hübscher und inspirierender sollte der Einkauf damit werden. Die neuesten Kundenbewertungen aber zeigen mit dem Daumen nach unten. Man finde nichts mehr, werde zum ziellosen Stöbern verurteilt, klagen Nutzer. Dabei wollte eBay gerade das Stöbern attraktiver machen. Re/Code

Apple:

Apple akzeptiert in seinen Online-Shops in den USA und Großbritannien nun PayPal. Re/Code


Digitale Praxis:

Verlosung:

Wir haben am 3. Advent den Adventskalender für Sie geöffnet und verlosen ein Bücher-Set im Gesamtwert von über 100 Euro. Noch bis Dienstag können Sie an der Verlosung teilnehmen. Am 4. Advent verlosen wir ein neues Buch-Paket.


Responsive Design:

Neun anschauliche GIFs erklären, wie Responsive Design funktioniert. Fast Code Design


Pinterest:

Insights, Live Shows, Trends: Zehn Beispiele von Marken zeigen, wie man die Bilder-Plattform Pinterest nutzen kann, um ein lebendiges Markenerlebnis zu erzeugen. Wishpond


Digitale Trends & Fakten:

Facebook:

Facebook klebt "Call to action"-Buttons an die Fanpages. Unternehmen können zwischen sieben verschiedenen Aktionen wählen. Darunter ist auch eine "Shop now"-Funktion.  In Deutschland kommt die Option wohl erst im Laufe des kommenden Jahres. The Next Web



Zahl des Tages:
43 Million Mal beim Musikstreamingdienst Pandora gespielt, trotzdem brachte "Happy"  Pharrell Williams dort im ersten Quartal nur rund 3000 Dollar ein. Das hat ein Sony-Manager vorgerechnet. Digital Music News


Grafik des Tages: Das ist mal ein Hockeystick: Amazon Prime hat Schätzungen zufolge inzwischen rund 60 Millionen Mitglieder. Business Insider


Lesetipp des Tages: Bloggerin "Happy Schnitzel" erklärt, warum nicht der Onlinehandel den Einzelhandel kaputtmacht. Der Einzelhandel bekommt das selbst hin.

Lesetipp des Tages II: Christoph Kappes, einer der Macher von SoBooks (unter anderem), über  "Buchmarketing – vom e-Commerce zu buchgerechter Sinn-Inszenierung"

Beliebtester Beitrag am Vortag: Wochenrückblick: Trends, Sprücheklopfer und nervöse Wettbewerber

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