Rewe-Lieferservice dreht an der Preisschraube:

Es ist eine kleine Revolution, die zeigt wie schwer es ist, im E-Food-Segment einigermaßen auf einen grünen Zweig zu kommen. Rewe kippt nämlich die Preis-Egalität zwischen Filiale und Online-Store, verzichtet daher auch auf den Slogan "Preise wie im Markt". Der Löwenanteil der Preise bleibe zwar identisch, weiß der Supermarkt-Blog, doch auf etliche Schnäppchen werden Online-Kunden verzichten müssen. Das Ende der Preiseinheit zeigt, wie schwer es ist, den Lieferservice kostendeckend zu betreiben. Zuletzt hatte Rewe den Lieferpreis bei Getränkekisten angehoben. Bei der Lieferung von Getränken fällt seitdem ab der dritten Getränkekiste ein Aufschlag von 1 Euro je Getränkekiste an.

Jetzt lesen: Zooplus übertrifft die Erwartungen, Amazon zurück auf  Gewinnkurs.



MyTheresea:

Nach der Übernahme von MyTheresa durch Neiman Marcus im September 2014 wird nun Michael Kliger als neuer Präsident inthronisiert. Kliger kommt von eBay, war dort Vice President für Europa und die Region Asia Pacific bei Ebay enterprises.  Geschäftsführer Thomas Müller tritt ab. Aus persönlichen Gründen. Die Firmengründer Christoph Botschen und Susanne Botschen hatten die Geschäftsführung bereits verlassen. Manager Jens Riewenherm ist noch an Bord.

Media-Saturn:

Einen Anteil von bis zu 20 Prozent im Onlinehandel peilt Media-Saturn-Chef Pieter Haas für Media-Saturn an. Mittelfristig. Langfristig. Die Botschaft, via Handelsblatt verbreitet, sorgte gestern für ein beinahe hyperventilierendes Echo in den Fachmedien. Wir haben uns bewusst nicht daran beteiligt.
etailment wies schon Mitte Januar darauf hin, dass es für Haas Richtung 20 Prozent geht. Auch das nicht wirklich neu.
Das Ziel "Richtung 20 Prozent plus", verkündete Metro-Chef Koch schon im Dezember 2014. Das wusste auch Haas. Der hatte im Oktober 2014 das Ziel von zehn Prozent in den nächsten drei Jahren bekräftigt und die 20 Prozent schon mal als Wegmarke in den Raum geworfen. Viel schneller denkt Haas im Handelsblatt auch heute (2015) nicht: "Bei der gegenwärtigen Wachstumsrate von um die 30 Prozent im Jahr sollten wir in 18 bis 24 Monaten so weit sein, unser Etappenziel von zehn Prozent Onlineumsatz zu erreichen." Und 20 Prozent, die sind Branchenschnitt. Dass Media-Saturn da hin will, dahin muss - eine Selbstverständlichkeit.
Übrigens: Schon 2011 erklärte Media-Saturn dem Handelsblatt, man wolle bis 2016 rund fünf Milliarden Euro im Internet-Geschäft erlösen. Nach heutigem Stand der Dinge (Gesamtumsatz 21 Milliarden Euro) wären das locker 20 Prozent.

Zooplus:

Die Vorankündigungen für den Umsatz wuchsen Monat um Monat. Jetzt hat Zooplus Bilanz gezogen und noch einmal draufgelegt. Der Umsatz 2014  kommt mit Plus 33 Prozent auf 543 Millionen Euro. Werbeerträge und andere Erlöse mitgerechnet beläuft sich die Gesamtleistung auf 571 Millionen Euro. Plus 34 Prozent. Damit übertraf der Internethändler die eigene Prognose von 550 Millionen Euro. An der Börse stieg die Aktie auf ein Allzeithoch.


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Dialogplattform Einzelhandel:

So schlimm schon? Das Bundeswirtschaftsministerium will nach Informationen der Lebensmittel Zeitung eine "Dialogplattform Einzelhandel" einrichten. Kommunen, Unternehmen, Gewerkschaften, Verbände und Wissenschaft sollen da  in den kommenden zwei Jahren (!) diskutieren, dass es ja so mit der Digitalisierung und dem Wettbewerb zwischen stationärem und Onlinehandel nicht weiter gehen kann. (Schlage beim Tippen in einem weiteren Fenster den regionalen Ausdruck "Raue" nach)

 

Beauty:

Die Topmarken der Kosmetikbranche behandeln ihre Händler gar nicht so schlecht.  Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen ECC-Markenmonitors in Zusammenarbeit mit Commerce Connector, der die Online-Auftritte von zehn Kosmetikmarken in den Blick nimmt. So verweisen online acht Kosmetikmarken auf das stationäre Händlernetz: Kiko, Estée Lauder, Max Factor, Essence, Lavera, Yves Saint Laurent, Manhattan und Maybelline. Einzig L’Oréal Paris und Diadermine verzichten darauf. Besonders kundenfreundlich: Sechs Websites haben eine interaktive Karte implementiert, die die Website-Besucher zum nächstgelegenen Händler führt.
Auf Online-Direktvertrieb setzen mit Kiko und Estée Lauder nur zwei Anbieter. L’Oréal Paris, Max Factor, Essence, Diadermine, Maybelline und Lavera verzichten zwar auf einen eigenen Online-Shop, bieten Website-Besuchern aber eine Verlinkung zu Online-Händlern, die die gesuchten Produkte verkaufen.

SumUp:

Der Berliner Anbieter einer mobilen Kassenlösung für das Smartphone, SumUp, kooperiert nun mit der Berliner Sparkasse. Mit dem Chip&Pin-Kartenterminal können Kunden der Berliner Sparkasse Kartenzahlungen annehmen.


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Marktzplatz-Boykott:

Nachdem das Bundeskartellamt die Gespräche mit Sportartikelhersteller Asics über die Vertriebsrichtlinien für Marktplätze abgebrochen hat, empfiehlt der Bundesverband Onlinehandel Händlern den Rechtsweg gegen Asics – die Chancen stünden gut. Das Kartellamt ermittelt nämlich weiter. Im Gegensatz zu Wettbewerber Adidas hat Asics keine gütliche Regelung mit den Kartellwächtern angestrebt, nur geringfügige Änderungen seines Vertriebssystems vorgenommen.

eBay:

eBay hat seinen im November gestarteten Same-Day-Delivery-Testlauf in Berlin wie geplant beendet und hält sich sehr bedeckt, was die eigene Bilanz angeht. Zufrieden. Mal weiter schauen. Interesse hoch. Das kann man bei Neuhandeln an Allgemeinplätzen heraushören.

Rossmann:

Auf Facebook können Rossmann-Fans ab sofort ihr eigenes Duschgel entwickeln: Von den Inhaltsstoffen bis zur Verpackung sind der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Denn Rossmann sucht für seine Eigenmarke ISANA das Fan-Duschgel 2015. Entwickelt wurde die App dazu von der Agentur Coma in München.


Digitale Welt:

Alibaba:

So ist die Welt: Der chinesische Online-Riese Alibaba steigert im vierten Quartal den Umsatz um gewaltige 40 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Trotzdem gerät die Aktie unter Druck. Warum? Weil es "nur" 40 Prozent waren und der Gewinn wegen Investitionen in das mobile Wachstum und hoher Einmalzahlungen um 28 Prozent einstürzte. Auf übrigens 964 Millionen Dollar Gewinn. ARD

Amazon:

So unfair ist die Welt: Alibaba macht Gewinn und wird an der Börse abgestraft. Amazon, 2014 weltweit 89 Milliarden Dollar Umsatz, meldet für 2014 ein Minus von 241 Millionen Dollar. Die Aktie steigt nachbörslich trotzdem um 12 Prozent. Was die Börse froh stimmt: Das Unternehmen lieferte einen Nettogewinn von 214 Millionen Dollar und eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent auf 29,3 Milliarden Dollar im vierten Quartal. Die Anleger störte da auch nicht, dass der Umsatz die Marktprognosen verfehlte. Im dritten Quartal hatte das gefloppte Amazon-Smartphone Fire Phone die Bilanz verhagelt. Einer der Gründe für das Wachstum: Die Zahl der Prime-Mitgliedschaften stieg im vergangenen Quartal um 53 Prozent. Mit ihnen verdient Amazon gutes Geld. Ars technica

Google:

Auch Google muss mit der Ungerechtigkeit der Welt leben. Der Gewinn stieg im abgelaufenen Quartal um 41 Prozent auf knapp 4,8 Milliarden Dollar. Die Anleger waren enttäuscht. Der Umsatz blieb mit Plus 15 Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar ebenfalls unter den Markterwartungen. Venture Beat

Spotify:

Der Musikstreamingdienst Spotify will 500 Millionen Dollar einsammeln und damit seine Bewertung auf sechs Milliarden Dollar steigern. Business Insider


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