Guten Morgen etailment-Leserinnen und Leser!

Webshops der Baumarkt-Branche lassen so viele Chancen ungenutzt. Klickt man sich dieser Tage durch die Webshops, werden einem auf der Startseite Sonnenschirme, Gartenliegen und sonstige Sommer-Accessoires gezeigt. Gartenbewässerung inklusive. Man fragt sich dann bei diesem Wetter doch - warum?
Pro-Tipp: Holt eure IT-Verantwortlichen und  Marketer mal aus dem Keller. Lasst sie aus dem Fenster gucken. Ein Webshop ist doch keine statische Filiale. Da kann man gerade auch die Website mal sporadisch an die Rahmenbedingungen (aka Wetter) der Kohlenstoffwelt anpassen.

Details und mehr kompakte und kuratierte News zum digitalen Handel nach dem Klick.

Amazon eliminiert die Listenpreise:

Es ist eine Meldung aus den USA, die man mit Vorsicht genießen muss, die aber auch für den deutschen Markt Signalwirkung haben könnte. Die New York Times beobachtet in den USA Experimente von Amazon, auf Streichpreise zu verzichten, also bei einem niedrigeren eigenen Preis nicht mehr den Herstellerpreis, die unverbindliche Preisempfehlung, anzeigt. Stattdessen gehe der Trend dahin, bestenfalls noch einen früheren (höheren) Preis bei Amazon anzuzeigen. Diese Praxis nutzt Amazon allerdings schon länger. Auch hierzulande. Simple Begründung für den Verzicht auf Streichpreise könnte sein, dass man den Preis ohnehin mit einem Klick an jeder Ecke im Web vergleichen kann und zusätzliche Preisangaben den Nutzer eher verwirren.

Brille24 geht gen Osten:

Der Online-Optiker Brille24 setzt mit der Übernahme des Online-Optikers Curlys s.r.o aus dem slowakischen Dunajská Streda nun auf die Markteroberung in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Das Unternehmen mit Sitz in Oldenburg ist mit Online-Shops in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien aktiv.

Spreadshirt nähert sich 100-Millionen-Euro-Marke:

Spreadshirt verspricht für 2016 Umsätze von 95 Millionen Euro. Von dem Plus von 12 Prozent weiß Exciting Commerce. Nur mal zu Erinnerung: Die Marke von 100 Millionen Euro versprach Spreadshirt erstmals 2011 binnen "weniger Jahre".
 

Tweet des Tages:


Yelp installiert Country Manager:

Das Empfehlungsportal Yelp gönnt sich erstmals einen Country Manager für den deutschen Markt. Als Deutschland-Chef tritt Holger Thiemann, 45, a. Er leitet die Geschäfte aus dem Deutschlandbüro von Yelp in Hamburg.

INTERNATIONAL


Schneller shoppen mit Google?:

Mit einer Open-Source-Initiative will Google seit kurzem das Laden von mobilen Webseiten beschleunigen. Accelerated Mobile Pages (AMP) nennt sich das Konzept, das mobilen Websites einen Turbo verpassen soll. Davon können bislang News-Seiten profitieren. Künftig aber womöglich auch Online-Shops. Denn nun nutzt auch ebay testweise AMP und spielt rund acht Millionen Seiten in der schnellen Version aus. Bislang fehlt es den AMP-tauglichen Seiten aber an Warenkorb-Funktionen. SEL / t3n (zu AMP)

Obi öffnet Schweizer Webshop:

Gibts künftig mehr Almhütten in der Schweiz? Jedenfalls ist die Baumarktkette Obi nun mit ihrem Schweizer Shop live im Web. Auf den ersten Blick ist der Shop vom deutschen Pendant kaum zu unterscheiden.


Relaunch bei Coop@home:

Coop@home hat seinen runderneuerten Webshop nun geöffnet. Carpathia sieht nach einem ersten Rundgang bei dem Schweizer Lebensmittelhändler reichlich Licht, aber auch einige Schatten.


Online Shop von P&C Wien:

P&C Wien startet einen eigenen Online-Shop. Die österreichische Tochter von P&C Düsseldorf bietet online über 20.000 Produkte. Versand und Retoure sind kostenlos. Dazu gibt es Click & Collect und den Umtausch online gekaufter Ware in den Filialen. TextilWirtschaft

Amazon plant Buchladen in New York:

Den Song kennen Sie. "If I can make it there, I'll make it anywhere. It's up to you, New York, New York. New York, New York." Amazon baut nun auch einen Buchladen in New York. Erstverkaufstag: Vermutlich 2018. Es wäre Store Nummer 4 nach Seattle und Plänen für San Diego und Portland.
 Retail Dive


UPS plant mehr Paketstationen:

UPS will seine bisher eher zaghaften Versuche mit eigenen Paketstationen ("Locker") in Einkaufszentren und an Tankstellen in den USA ausbauen. Von derzeit 9 Standorten soll die Zahl der "Locker"-Angebote auf 300 steigen. ECommerce Bytes

TRENDS & FAKTEN

Kunden wollen schnelleren Service:

63 Prozent der deutschen Großstädter sind mit dem Tempo beim Kundendienst unzufrieden. 45 Prozent der Befragten wünschen sich eine Wartezeit von maximal 15 Minuten auf ihre Anfragen.Als besonders ungeduldig zeigen sich hier die sonst als locker geltenden Kölner (50 Prozent). Im Vergleich dazu haben die eher als gestresst geltenden Frankfurter (43 Prozent) und die in sich ruhenden Münchener (42 Prozent) offenbar die meiste Zeit. 39 Prozent der deutschen Großstädter erwarten eine Verbesserung des Kundenservices durch mobile Messenger-Dienste.  Für 36 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sind Messenger-Dienste schon jetzt einer der bevorzugten Servicekanäle. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung, die das Meinungsforschungsinsitut YouGov im Auftrag der Initiative Digital Durchstarten in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart durchgeführt hat. An der Initiative ist auch Facebook beteiligt, das mit solchen Zahlen natürlich gut seine Messenger-Dienste promoten kann.

 
Zahl des Tages: Ich wusste es bereits, als meine Schwiegermutter bei Snapchat auftauchte: Die Nutzer bei Snapchat werden (zumindest in den USA) älter. 14 Prozent sind bereits über 35 Jahre, sagt das Wall Street Journal.

Lesetipp des Tages: Das Zukunftsinstitut entwickelt im Retail Report 2017 Szenarien und Strategieansätze für die Zukunft kleiner und mittelgroßer Städte. Der kostenpflichtige Retail Report 2017 kann bei "Der Handel" bestellt werden.

Grafik des Tages:
Welche Kritierien lassen sich beim Facebook Targeting auswählen? Eine Infografik schafft Überblick.


Was geht bei Cyberport und Co im Omnichannel:
Was geht im Onlinehandel heute? Was passiert morgen? Antworten gibt’s beim etailment Summit am 29. September in Frankfurt. Wo es lang geht beim Omnichannel sagen Macher und Könner wie Helmar Hipp von Cyberport (Foto), Neela Montgomery als Konzern-Vorstand Multichannel-Retail der Otto Group, Jan Kegelberg von SportScheck, Timo Schamber von Liefery, Christoph Lange von Zalando, jede Menge Startups, Günther Althaus von ANWR und Business-Vordenker Tim Leberecht aus dem Silicon Valley. Händler zahlen als Frühbucher 590 Euro. Startups 349 Euro.
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