Amazon wärmt eigenen Paketdienst vor:

Post-Paketchef Andrej Busch ist weg. Zu Amazon?
Post-Paketchef Andrej Busch ist weg. Zu Amazon?
Ende Oktober hat Amazon laut Internet World damit begonnen, erste Pakete im Großraum München in ­Eigenregie auszuliefern. Die Ware wird über eine 6.000 Qua­dratmeter große Halle im Gewerbegebiet Geiselbullach bei Olching abgewickelt. Amazon nutzt dabei lokale Zusteller und könnte von dort auch Kunden im Großraum München per Same Day Delivery beliefern.

Andrej Busch, bis November Geschäftsführer von DHL Paket, soll zudem gerüchteweise künftig in den Diensten von Amazon stehen. Den Abgang brachte man bei DHL jedenfalls ganz leise über die Bühne, wie man das so macht, wenn einem Dinge unangenehm sind. Logistik heute vermutet, dass Busch, der auch für Allyouneed verantwortlich war, bei Amazon das europaweite Lebensmittelgeschäft inklusive Versand aufbaut.

Jetzt lesen:Otto im Plus, Food Express insolvent.

Otto geht es gut:

Otto hat den Umsatz in den ersten sieben Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 7 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro gesteigert. Die Rendite soll sich im Zielbereich von 3 bis 5 Prozent vor Steuern bewegen.  „Es geht uns sehr gut“, sagte der Sprecher der Otto-Geschäftsführung, Alexander Birken, laut TextilWirtschaft.  Im Möbel-Bereich wuchs Otto sogar "deutlich zweistellig".

 

Zitat des Jahres: "Because it´s 2015". Justin Trudeau, Premierminister von Kanada. Der Satz passt auch super auf den (Online-)Handel. Und lässt sich auch für 2016 updaten.

Otto klebt Produktasssistenten ans Gerät:

Amazon Dash Button ala Otto: Mit einem intelligenten Aufkleber auf NFC-Basis bietet Otto nun einen Service-Button als Produktassistent zum Gerät. Der Aufkleber, beispielsweise derzeit am Kaffeeautomaten, soll Produktinformationen und Bedienungsanleitungen auf dem Smartphone anzeigen. Auch passende Zusatzartikel können auf diesem Weg bestellt werden. Nach einer mehrmonatigen Testphase soll über den Ausbau der Technologie entschieden werden.

Food Express insolvent und Knatsch mit Delivery Hero:

Das Berliner Logistik-Unternehmens Food Express (MyLorry GmbH) hat Insolvenz angemeldet. Das operative Geschäft geht vorerst weiter. Grund für diesen Schritt ist fehlende Liquidität des Unternehmens, nachdem ein wichtiger Gesellschafter nach der letzten Finanzierungsrunde nicht mehr bereit war, dem Unternehmen zusätzliches Kapital zur Finanzierung zur Verfügung zu stellen. Bei dem lustlosen Gesellschafter könnte es sich um Delivery Hero handeln, das trotz einem noch recht frischen Investment womöglich das Interesse verloren hat, weil man mit Valk Fleet erst im Oktober selbst ein ähnliches Logistik-Konzept ausgegründet hat. Im Unternehmens-Blog zeigen sich die Gründer darüber jedenfalls mächtig sauer. Derzeit werden neue Partner gesucht. Das dürfte angesichts der Gemengelage und des schwierigen Marktumfelds für alle "Essen auf Rädern"-Anbieter aber schwierig werden. Food Express liefert Speisen aus mehr als 600 Partnerrestaurants und Systemgastronomien in acht Städten Deutschlands bis an die Haustür.

Otto bietet Wunschtermin für die Lieferung:

Otto bietet Kunden zusammen mit Hermes nun einen Wunschtermin für die Lieferung.  Bei sofort lieferbaren Speditionsartikeln bekommmen Otto-Kunden einen konkreten Liefertermin vorgeschlagen. Passt dieser nicht, kann der Kunde eine Alternative wählen.

Lascana ist verliebt in TV:

Dicke Kuchen, dünne Dessous: Der Bademoden- und Wäsche-Anbieter Lascana zeigt im TV-Spot, wie die Kundinnen sich selbst Liebesbeweise schenken. Der TV-Spot der Otto-Tochter ist auf den Sendern Pro7, Vox, Sixx und Sat1 zu sehen. Er entstand in Zusammenarbeit mit der Agentur Neverest. Vor allem der Kuchen sieht verlockend aus.

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Fressnapf holt IT-Chef von Tegut:

Benjamin Beinroth übernimmt ab Januar 2016 die Verantwortung für die IT bei Fressnapf. Der 37-jährige kommt von Tegut, war dort zuletzt Chief Information Officer (CIO). Damit tritt er die Nachfolge von Roland Vorderwülbecke an, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

Locafox kooperiert mit Südwest Presse:

Das Local-Shoppoing-Portal Locafox kooperiert mit der Südwest Presse. Auf einer gemeinsamen Local-Shopping-Plattform sollen lokale Händler aus dem Verbreitungsgebiet des Verlags ihre im Ladengeschäft verfügbaren Produkte auf der Plattform einstellen. Die Produkte können zwar online reserviert, müssen aber im Laden gekauft werden. Locafox

E-COMMERCE INTERNATIONAL

Farfetch übt Same Day Delivery:

Farfetch, fast so etwas wie die Mutter aller unabhängigen lokal ausgerichteten Mode-Marktplätze, bietet in neun Städten künftig auch Same Day Delivery zusammen mit Store-Partnern an. Kunden müssen dafür aber früh aufstehen. Die Bestellung muss bis 10 Uhr am vormittag vorliegen. Luxury Daily

 

Zitat des Tages:  “I don’t see this as a challenge per se. I see it as a shift in what customers want or need, and it’s our job to respond." Tesco-CEO Dave Lewis über die Herausforderungen durch den digitalen Wandel, sich veränderndes Einkaufsverhalten und den wachsenden Onlinehandel im Food-Business.

 
DIGITALE TRENDS & FAKTEN


Social Commerce - jeder Vierte tut es:

Dosiert shoppen die Deutschen auch über Social Media-Kanäle. Jeder vierte Verbraucher (28 Prozent) hat bereits einen Kauf über soziale Netzwerke getätigt. Darunter fallen sowohl direkte Kaufabschlüsse von Premium-Abonnements als auch der Produktkauf über Weiterleitungen in externe Online-Shops. Über die Hälfte der deutschen Verbraucher (51,3 Prozent) lässt ihre Kaufentscheidung grundsätzlich durch Informationen in sozialen Netzwerken beeinflussen. Für diese Konsumenten besitzen Facebook (29,9 Prozent) und YouTube (26,5 Prozent) dabei unangefochten die größte Macht über die Kaufentscheidung. Die Inhalte bei Google+ generieren in rund 10 Prozent der Fälle einen Kaufanreiz. Alle anderen sozialen Netzwerke spielen dabei kaum eine Rolle. Die Zahlen nennt die Studie „Connected Commerce 2015“ der Digitalagentur DigitasLBi, für die über 1.000 deutsche Verbraucher zu ihrem Kaufverhalten durch das Marktforschungsinstitut IFOP befragt wurden.

Omnichannel bringt Plus:

Ist Omnichannel der neue Standard?  Schon heute betreibt jeder zweite der 1.000 größten Onlineshops auch stationäre Geschäfte. Mit weiteren Neueröffnungen von Online-Händlern ist aus Sicht von 86 Prozent der befragten Händler in einer EHI-Studie zu rechnen. Von den Omnichannel-Services sind vor allem Instore-Order und -Return und Click & Collect bei über 40 Prozent der Händler implementiert und bei rund einem weiteren Drittel in Planung. Click & Collect führt bei vielen Unternehmen zu teils deutlichen Umsatzzuwächsen. 41,7 Prozent der Händler stellen ein Umsatzplus in Höhe von mindestens 10 Prozent des online bestellten Warenwerts fest. Weitere 25 Prozent verzeichnen einen Zuwachs von fast 20 Prozent durch Impulskäufe beim Abholen der Ware. Das sind nur einige Ergebnisse der EHI-Studie „Der Store im Omnichannel-Zeitalter“. Die Basis für die Studie ist mit Antworten von 87 Geschäftsführern aber eher so auf dem Niveau "Fußgängerzone, sonntags".


Kunden bei Lieferoptionen anspruchsvoll:

Online-Shopper wollen Auswahl, Komfort und Personalisierung bei den Lieferoptionen, sonst sagen sie schnell "Tschö". 53 Prozent (insgesamt 520 deutsche Befragte) der deutschen Kunden haben schon einmal einen Bestellprozess abgebrochen, weil die Lieferoptionen nicht zufriedenstellend waren. Der häufigste Grund ist, dass die Optionen zu teuer sind (52 Prozent) oder die Lieferung zu lange dauert (48 Prozent). 67 Prozent haben sich schon einmal aufgrund der Lieferoptionen gegen einen Händler und für einen anderen entschieden. 48 Prozent haben schon mindestens einmal mehr für ihre Waren bezahlt, um passendere Lieferoptionen zu erhalten. Dies sind einige der Ergebnisse einer Studie, die Research Now im Auftrag von MetaPack in Deutschland und fünf weiteren Ländern durchgeführt hat.


Deutsche Kunden entscheiden schnell:

Vom ersten Klick auf einer Website bis hin zum Kaufabschluss benötigen deutsche Onlineshopper im Durchschnitt rund fünf Tage. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der User Journey durch die Marketing-Agentur Tradedoubler. Natürlich spielt auch die Branche eine Rolle. Während deutsche Online-Shopper rund fünf Tage brauchen, bis sie ein Kleidungsstück erwerben, kaufen sie ein Spiel innerhalb von nur zwei Tagen.


Grafik des Tages:
So steht es um Mobile Commerce in Deutschland und Europa. Infografik


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