Das Steuerrecht - ein Geschenk für Amazon

Amazon: Über seine Tochterfirmen in Luxemburg spart der E-Commerce-Konzern mehr als bislang bekannt: Wie Golem.de unter Berufung auf eine Reuters-Meldung berichtet, vermeidet Amazon dadurch nicht nur in Luxemburg selbst, sondern auch in den USA Steuerzahlungen. Weitere legale Steuertricks kommen hinzu. Die Sparsumme beläuft sich auf rund 2 Milliarden Dollar. Dies liegt vor allem daran, dass in Luxemburg Unternehmen, die mit geistigem Eigentum ihr Geld verdienen, nur 6 Prozent Steuern auf die Gewinne zahlen müssen. Im Frühjahr 2013 will Amazon von Luxemburg aus auch das europäische Verlagsgeschäft ankurbeln.

Electronic Partner: Der Elektronikhändler bietet laut Channel Partner einen neuen Online-Service: Unter Plusanschluss.de können Kunden Kontakt mit den jeweiligen Fachhändlern vor Ort aufnehmen, die dann Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, aber auch Telefon, Computer oder Software anschließen oder installieren.

Was sich bei Foursquare tut und was Christian Heitmeyer über den Umtausch-Wahnsinn denkt - nach dem Klick.

Foursquare: Stationäre Händler können in den USA laut VentureBeat jetzt ihre hauseigenen Events auf Foursquare bekannt machen. Der Location-Based-Service will damit den Handel bei der Bewerbung seiner Angebote unterstützen - ein "Event" kann ja einfach eine Verkaufsaktion sein. Bislang konnten die Nutzer lediglich bei Sport- oder Musikveranstaltungen sowie im Kino einchecken. 

Zitat des Tages: „Die deutschen Kunden sind in gewisser Weise verzogen." Brands4friends-Gründer Christian Heitmeyer gegenüber Manager Magazin Online über den Retouren-Wahnsinn im E-Commerce

Coop@Home: E-Food kann funktionieren: Der Schweizer Lebensmittel-Lieferservice legt in diesem Jahr beim Umsatz um 15 Prozent zu und verbucht rund 100 Millionen Schweizer Franken. Das meldet LZ-Net. Coop@Home hat rund 13.000 Artikel im Angebot. Online-Bestellungen werden in einem Warenzentrum bei Zürich für die gesamte Schweiz kommissioniert.

Lascana: Der Dessous- und Bademodeanbieter startet eine mobile Kampagne, bei der das neue App-Feature „Snap!“ des Dienstleisters Gettings zum Einsatz kommt. Wer direkt im Geschäft das Smartphone herausholt und das gewünschte Lascana-Produkt fotografiert, kann beim Kauf viel Geld sparen. Die App generiert einen persönlichen Rabatt-Coupon, der innerhalb von 30 Minuten an der Kasse einlösbar ist. Kunden können täglich an der Aktion teilnehmen und jeweils einen Rabatt gewinnen.

Asos: Der britische Online-Retailer eröffnet laut Textilwirtschaft Online Anfang 2013 im New Yorker Szenestadtteil Soho sein erstes New Yorker Büro. Für das rund 310 Quadratmeter große Office soll Brancheninsidern zufolge eine monatliche Miete von rund 216.000 Dollar anfallen. Neben London ist Asos derzeit auch in Sydney mit einer Niederlassung vertreten. Schon bald sollen weitere in Deutschland und Frankreich folgen.

Frankie's Garage: Das Taschenlabel hat laut Textilwirtschaft Online seinen Web-Auftritt überarbeitet und jetzt auch einen Onlineshop eingeführt. Zudem finden Kunden einen Blog sowie einen Store-Locator, der stationäre Läden in ihrer Nähe anzeigt. Handelspartner haben nun die Möglichkeit, im registrierungspflichtigen B2B-Bereich kurzfristig Ware nachzuordern.

Zahl des Tages: Über eine Million Mitglieder hat der Shopping-Club Vente-privee.com mittlerweile in Deutschland

Grafik des Tages: Wie Smartphone-Nutzer nach Angeboten lokaler Händler suchen

Lesetipp des Tages: Wie eBay zum "Fast-Fashion"-Friedhof heruntergekommen ist

Satire des Tages: Die Debatte um das Leistungsschutzrecht und der Wettbewerb um Kunden treiben seltsame Blüten. Da wird plötzlich sogar eine leicht erkennbare Satire ("Verbandssprecher Sanktflorian") von Olaf Kolbrück zum vermeintlichen "Regalschutzrecht", verteilt bei Facebook und Google+, von manch einem für bare Münze genommen und löst neben Belustigung eine lange Diskussion bei Google+ aus.

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Von Amazon bis Zalando: Die kleinen Tricks der Retoure-Politik – Teil 1

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