Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

Digitale Gebrauchtwarenbörse Kindle?

Amazon: Das könnte ein Schlag gegen die Digitalbranche werden. Der Versender hat ein Patent für einen Marktplatz angemeldet, mit dem er gebrauchte digitale Güter handeln könnte, meldet Geekwire. Das Patent beschreibt, wie der Second-Hand-Verkauf von E-Books, Audio, Video, Computer Apps funktionieren könnte. Technisch wäre das lösbar. Bleibt ein Rattenschwanz an rechtlichen Problemen. Und die Hersteller müssen auch mitspielen wollen. Im Moment erlaubt nicht einmal Amazon den Verkauf von Kindle-Inhalten an Dritte.

Jetzt lesen: Der Möbelhandel gewinnt online an Fahrt und Google rüstet beim Shopping auf. 

Zitat des Tages:Inhabergeführte Fachgeschäfte befinden sich in der Zwickmühle. Um zu überleben, müssen sie gleichzeitig in größere Flächenumbauten investieren, die Kapitalbindung verringern und eigene Multi-Channel-Konzepte erarbeiten. Angesichts der sich weiter verschärfenden Ertragssituation in der Branche werden das nur wenige Inhaber stemmen können. Deshalb wird sich der Strukturwandel fortsetzen. Der Verdrängungsprozess wird an Heftigkeit gewinnen." Ressortleiter Tassilo Zimmermann sieht den Handel in der Lebensmittel Zeitung in der Zwickmühle.

Möbelhandel: Es brummt online also doch. Der E-Commerce-Umsatz mit Möbeln wächst um 13 Prozent. Das E-Commerce-Center Köln schätzt den Internet-Umsatz 2012 mit Möbeln (inklusive Wohnaccessoires, Bettwäsche etc.) auf 2,7 Mrd. Euro. Das Netz hätte damit einen Marktanteil von 7 Prozent. 14 Prozent haben sogar schon Möbel und Wohnbedarf mobil eingekauft. Wie auch in anderen Bereichen setzen dem Handel dabei Showrooming-Effekte erheblich zu. 29 Prozent haben im Möbelhaus schon Preise per Smartphone verglichen, sagt eine Studie von Sempora. (via)

Electronic Partner: Drei Jahre nach dem Ende von Netshop plant Electronic Partner das Comeback in den Onlinehandel. Das Konzept: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass: Electronic Partner will den Mitgliedern lediglich einen fertigen Onlineshop mit der entsprechenden Infrastruktur und Corporate Identity bereit stellen. Über Sortiment und Preise sollen die Händler selbst bestimmen - auch, ob sie vielleicht nur Produkte zeigen, dann aber ausschließlich im Laden verkaufen. Da ist der lokale Handel in Rheda-Wiedenbrück beinahe schon weiter.

Notebook.de: Einen Laden in Darmstadt hatte der Onlinehändler Notebook.de schon, als es für Multichannel noch keinen Namen gab. Aber erst jetzt folgt die zweite Filiale. In Frankfurt, Kaiserstraße 48, also in bester City-Lage, eröffnet der Händler noch in diesem Jahr einen rund 1.000 Quadratmeter großen Laden, sagt Notebook.de-Chef Robert Iezzi im CRN-Interview.

Google: Um einmal einen bekannten Buchtitel abzuwandeln: What will Google do? Der Suchmaschinenriese hat den Online-Shopping-Dienstleister Channel Intelligence für 125 Millionen Dollar gekauft. Der stellt unter anderem Händlern wie Target, Neiman Marcus und Best Buy Shopping-Tools fürs Web sowie Tracking-Modelle parat. Das dürfte jetzt also Google Shopping auf die Sprünge helfen. Bits erzählt die Geschichte. Amazon dürfte gewarnt sein.

Zitat des Tages II: “Kann mir bitte jemand erklären, warum ich auf den Herstellerseiten mein Wunschfahrzeug online konfigurieren und mir die Finanzierung oder Leasingrate auf den Cent genau anzeigen lassen - aber weder beim Hersteller selbst, noch bei seinem Vertragshändler online bestellen und mir gar nach Hause liefern lassen kann?" bvh-Chef Christoph Wenk-Fischer sieht im bvh-Blog den Kfz-Händler als aussterbende Art. Doch wie wir wissen zieren sich die Autobauer noch genau deswegen, in den Wachstumsmarkt euinzusteigen.

Foodpanda: Der Lieferdienst von Rocket Internet expandiert in zwölf neue Länder. 2012 in Südostasien gestartet gibt es den Pizzaboten nun auch in Brasilien, Chile, Ghana, Elfenbeinküste, Senegal, Kenia, Mexiko, Peru, Ungarn, Polen, Russland und Ukraine. Damit nähert sich Foodpanda nun dem europäischen Markt, meldet Silcon Allee.

Zahl des Tages: 83 Minuten täglich nutzt der Deutsche sein Smartphone. Davon 7 Minuten fürs Telefonieren. Der Löwenteil geht fürs Internet, SMS, Spiele und Co drauf. Die Zahl nannte David Gosen, European Managing Director beim Marktforschungsinstitut Nielsen, auf dem Mobile-Kongress M-Days in Frankfurt.

Zahl des Tages II: Social Müdia? 61 Prozent der Facebook-Nutzer haben sich schon mal eine Auszeit von mehreren Wochen beim Netzwerk gegönnt. Das hat das Pew Research Center in einer Studie ermittelt. Etwa jeder Dritte will 2013 weniger Zeit bei Facebook verbringen.

Lesetipp des Tages: Das Handelsblatt folgt dem neuen Goldrausch: Big Data - Wer hebt das Datengold?

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