Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Glossybox: Ich bin immer noch nicht sicher, ob ich es für eine clevere oder zynische Idee halte, Kunden ein paar Pillepalle-Produkte ("mindestens 5 Mini-Originalprodukte") im Abo zu schicken, die verkappten Werbeprodukte ("High-End- sowie Nischen- und Trendmarken") als tolles Zeug zu bejubeln und hochpreisig zu verkaufen und damit gottlob nicht ganz unkritische Kosmetik-Fans zu beglücken.

Seis drum. In knapp eineinhalb Jahren hat Glossybox jetzt die 2.000.000te Box verschickt. 200.000 Kunden gibt es in 15 Ländern. Hinter der Glossybox steckt die Beauty Trend Holding GmbH, die derzeit mit insgesamt 55 Millionen Euro finanziert ist. Zu den Investoren gehören Rocket Internet, Holtzbrinck Ventures und Investment AB Kinnevik. Ungeschminkt betrachtet dürften die die Jubelzahlen auch so toll nicht finden und hoffen, dass endlich das Vorbild Birchbox den laut Pressemeldung selbsternannten "Weltmarktführer" kauft. Birchbox, rund 100.000 Kunden in den USA, hat sich ja schließlich auch schon Joliebox in Frankreich gekauft.

Wie Toys’R’Us mit Facebook spielt, warum Marc Andreessen kein Spielgeld hat und wo Swarovski im Web neu glitzert. Dies und mehr nach dem Klick.

Zitat des Tages: “Every time you sell a company, you're falling short", Marc Andreessen, Großinvestor mit Andreessen Horowitz und Netscape-Erfinder, spricht im Video über seine ideale Anlagestrategie bei Start-ups und warum er Beteiligungen am liebsten nie verkaufen würde oder möglichst nicht an die Börse gehen würde.

Toys’R’Us: Erinnern Sie sich noch an die Kleiderbügel bei C&A in Brasilien, die die Facebook-Likes einer Jacke anzeigten? Darum geht es auch bei Toys’R’Us. Man muss Facebook und die Fans nämlich raus holen aus der digitalen Enklave, damit es Sinn macht. Beim Facebook-Spiel Toys’R'Us Towers in dem man selbst einen Laden baut, sammelt man Belohnungen, die man dann im echten Laden einlösen kann.

Chamilia: Für die amerikanische Marke Chamilia hat die Agentur dotSource einen neuen Onlineshop aufgesetzt. Der Shop bietet unter anderem ein Mass Customization Tool "Design Your Own" und einen Blog. Betreiber von Chamilia ist Swarovski.

Amazon: Keine Kontaktprobleme: Amazon verkauft seine E-Book-Reader nun auch bei Media Markt und Saturn. Den Kindle gibt es zudem bei Gravis, Electronic Partner und Staples, meldet Channel-Partner. Ein eigenes Store-Konzept kann Amazon damit erstmal auf die lange Bank schieben.

Recht: Der Verbraucher kann binnen 60 Minuten eine Rückmeldung des Händlers erwarten. Das hat das Landgericht Bamberg entschieden. Shopbetreiber müssen damit auf Email-Anfragen innerhalb von 60 Minuten reagieren, wenn sie keine direkte Kommunikationsmöglichkeit wie zum Beispiel eine Telefonnummer angegeben haben, meldet T3n. Ein Händler bei eBay hatte – um seiner Impressumspflicht nach dem Telemediengesetz nachzukommen – nur  Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse angegeben. Ein Mitbewerber hatte dagegen geklagt.

Zahl des Tages:  Jeder dritte Amazon-Händler macht mehr als 50% seines gesamten Online-Umsatzes über Amazon Marketplace. Zumindest gilt das für jene, die an der Umfrage von Shopanbieter.de teilgenommen haben. Von den 189 teilnehmenden Online-Händlern verkaufen aber immerhin auch 40% gar nicht über Amazon.

Grafik des Tages: Ein Blick auf das Konto von Google

Lesetipp des Tages: Zahlen, Daten, Fakten, die der Bundesverband des Deutschen Versandhandels über das Jahr erhebt, Trendteil und aktuelle Branchen-Informationen. So muss man sich inhaltlich das neue Kompendium des Interaktiven Handels 2011/2012 vorstellen. Das Buch ist ab sofort für 199 Euro unter www.bvh-kompendium.de erhältlich.

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