Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

Der Buy-Button wird direkt zu G+ gebeamt

Google: Einkaufen direkt aus Google+? Klar. Durch eine Kooperation mit The Fancy, der Pinterest-Variante in schick, beispielsweise. Fancy nutzt nämlich neue Features des Google-Logins. Das Login auf Drittseiten mit Hilfe von Google gabs schon länger, wird aber nun mit dem "Sign in with Google"-Button eine echte Konkurrenz zu Facebook Connect. Nun klappt das mit dem Google+ Profil auf anderen Websites ohne zusätzliche Registrierung und fluppt  dann auch Richtung Google+. Da kommt dann nämlich der Buy-Button ins Spiel. Der ist dann beispielsweise bei Fancy direkt mit eingebaut, wenn man ein Produkt bei Google+ teilen (siehe Screenshot) will. (Erklärbärvideo)

Groupon: Der wankende Couponing-Riese steht noch. Und gar nicht so schlecht. Der eigene Umsatz stieg von 1,6 auf 2,3 Mrd. Dollar. Der Gesamtumsatz legte um eine gute Milliarde zu auf 5,4 Mrd. Dollar. Das sagt der Geschäftsbereicht für 2012. Die weiteren Aussichten sind aber eher mau, weil Groupon gerade auch international nicht vom Fleck kommt. Nachbörslich verlor die Aktie ein Viertel des Wertes. Ein Klacks im Vergleich zum Wertverlust seit dem Börsenstart. 2012 fuhr der Dienst 67 Mio. Dollar Verlust ein. (Vorjahr 773 Mio.)

Jetzt lesen: Licht und Schatten bei Amazon, eBay schwört auf Mobile und ein neues Hindernis des Tages.

 

Zitat des Tages:Multichannel hat es schon immer gegeben, nur wurde früher eben mit gedruckten Katalogen gearbeitet. Als Händler müssen wir uns stets fragen, welche Verkaufswege wir eigentlich bedienen wollen. Aber wir dürfen nicht meinen, wir müssen alles bedienen". Götz W. Werner, Gründer der Drogeriekette dm, zeigt sich im Interview in der heutigen Printausgabe von Horizont Hype-resistent, aber vorausschauend.

 

Amazon I: Einmal mehr legt Amazon in Sachen Kundenzufriedenheit die Benchmark fest. Im US-Kundenzufriedenheitsindex ist der Riese die Nummer 1. Im Index von Forsee konnten sich die Onliner insgesamt in Sachen Kundenzufriedenheit weiter verbessern. Aber Amazon bekommt das Problem zu spüren, dass die Sahnehäubchen-Leistungen von einst schnell zum Standard werden. Der Indexwert sank von 86 auf 85 bei 100 möglichen Punkten, meldet die E-Commerce Times. Zum Vergleich: eBay steigerte sich auf 83 Punkte.

Amazon II: Erinnern Sie sich an das Gemeckere der Marktplatz-Händler, als Amazon ihnen - nunja - vorschlug, die selben Rücksendebedingungen anzubieten wie Amazon. Nämlich jenseits der gesetzlichen Fristen "freiwillig" ein Rückgaberecht von 30 Tagen einzuräumen? Nunja. Es gab kein Entkommen. Amazon hat inzwischen die Artikeldetailseite optimiert und lobt dort nun die 30-tägige Rückgabegarantie aus. @OrangeSN hats gesehen.

 

Zitat des Tages:Klassische Werbung folgt der Methode Druck aufbauen. Ein Mitbewerber von uns, den es inzwischen nicht mehr gibt, hat einmal unter seine Sonderangebote den Spruch gesetzt: „Wer mehr bezahlt, ist selbst schuld.“ Media-Markt wirbt mit „Ich bin doch nicht blöd“. So baut man Druck auf. Wer seine Botschaft auf solche Aussagen reduziert, sieht in seinen Kunden nicht den Mitmenschen, sondern sein Portemonnaie.". Götz W. Werner, Gründer der Drogeriekette dm, zeigt sich im Interview in der heutigen Printausgabe von Horizont nachdenklich.

 

eBay: eBay will via Mobile in diesem Jahr 20 Milliarden US-Dollar einnehmen. Das wäre eine Steigerung von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2012 verzeichnete eBay ein über mobile Endgeräte erzieltes Handelsvolumen von 13 Milliarden US-Dollar auf seinem weltweiten Online-Marktplatz, meldet das Unternehmen.

Pixmania: Pixmania schließt all seine Fililalen, zieht sich aus 12 von 26 Ländern zurück und will sich auf den Online-Handel konzentrieren. Das meldet Exciting Commerce. Das Blog beschreibt die französische Elektronikkette als einst "leuchtender Stern am europäischen E-Commerce-Himmel". Da hatte ich wohl eine Sonnenbrille auf. An meinem Himmel leuchtete da hierzulande nichts.

Mobile Payment: Die mobile Geldbörse muss noch Jahre auf den Durchbruch warten. Das sagt der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft. Deutschland sei im internationalen Vergleich sogar Schlusslicht beim Bezahlen mit dem Handy. Gründe: Ein Wirrwarr der Systeme und kein erkennbarer Vorteil für den Kunden. Mehr bei etailment.

Zahl des Tages: Pinterest-Nutzer lassen bei Sephora 15mal so viel Geld liegen wie Fans von Facebook. Die Zahl nennt Julie Bornstein, Head of digital beim Kosmetik-Webshop, gegenüber Venturebeat.

Grafik des Tages: Infografik: China’s Giant E-Commerce Marketplace By the Numbers. Interessante Zahlen. Hugo Boss hat in China übrigens gerade seinen Online-Store eröffnet.

Hindernis des Tages: Das Team im Online-Shop vorstellen. Das ist gut. Es schafft Vertrauen. Foto, Namen. Am besten noch Ansprechmöglichkeit und Vita gehören dann dazu. Das löst die Anonymität auf. Doof, wenn man wie Kleidoo auf halber Strecke stehen bleibt. Hinter solchen anonymen  Team-Bildern könnten sich auch Wesen vom Planeten Stockphoto verbergen.

Lesetipp des Tages: Die Customer Experience der Zukunft: Wenn Big Data und Personalisierung Alltag werden

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Pinterest, Instagram und Co: Wie Soziale Medien die Fashion-Industrie bewegen

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