Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

Home24: Eine irritierende Nachricht: Der Möbelmarktplatz von Rocket Internet führe ein neues Warenwirtschaftssystem ein und müsse deshalb laut eigener Mitteilung sämtliche Artikel von seinen Marktplatzpartnern von der Plattform entfernen, berichtet Exciting Commerce. Dies sei notwendig, um mit dem neuen ERP-System die Integration aller Marktplatzartikel zufriedenstellend abzubilden. Der Marktplatz von Home24 werde bis voraussichtlich Oktober 2012 auf Eis gelegt. 

PayPal: Der Ebay-Bezahldienst hat in Großbritannien ein interessantes Pilotprojekt gestartet. Laut Take-me-to-the-Auction können Händler im Rahmen des Programms "Merchant Cash Advance" einen Vorschuss von bis zu 25.000 Pfund auf die zu erwartenden PayPal-Einnahmen bekommen. Zurückgezahlt wird der Vorschuss in fest vereinbarten Prozentsätzen des erzielten Umsatzes, also in absoluten Zahlen mal mehr, mal weniger. PayPal ist in Europa als Bank lizenziert.    

Zalando: Die Expansion geht weiter: Rund 60 Mitarbeiter sollen laut Gründerszene am neuen Standort Dortmund tätig werden, wo künftig ein Teil der Softwareentwicklung angesiedelt sein wird. Zehn Mitarbeiter haben die Arbeit bereits aufgenommen, 50 weitere sollen neu eingestellt werden.  Das Team unterstützt die mehr als 100 Entwickler, Datenbankadministratoren, Qualitäts- und Produktmanager in der Berliner Zalando-Zentrale.

Zitat des Tages: „Internet-Shops wie Amazon und Zalando haben 24 Stunden geöffnet. So kann jeder nach Feierabend einkaufen gehen, unabhängig von den Öffnungszeiten der Filialen. Die Auswahl ist riesig und das Beste: Im heimischen Wohnzimmer können die Stücke in aller Ruhe anprobiert werden – stundenlang, wenn man möchte. Zudem ist der Versand meistens kostenlos und die Rücksendung portofrei. Es entstehen also keine weiteren Kosten. Im Gegenteil: Der Kunde spart sogar noch Spritkosten und die Parkgebühren – und der Einkaufsstress entfällt." Die "WAZ" macht den "Zalando-Effekt" für Schwierigkeiten des Schuhhändlers Görtz verantwortlich - und gleichzeitig ordentlich Werbung für den E-Commerce.

YouTailor: Der 2008 gegründete Onlineshop für Maßkleidung hat am vergangenen Donnerstag einen Insolvenzantrag angemeldet, so Deutsche-Startups.de. YouTailor, das seinen Sitz in Wien und Berlin hat, bekam zuletzt keine Gelder mehr von den Investoren, zudem soll es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten unter den ehemaligen Machern, die heute nicht mehr an der Spitze des Unternehmens stehen, gekommen sein. 

Reiseportale: Die öffentlichen Diskussionen um die Marken von Unister sind offenbar nur ein weiterer Schub für einen Trend, der ohnehin eingesetzt hat: Die Online-Reiseportale verlieren an Wertschätzung. Wirtschaftswoche Online berichtet, dass nach dem BrandIndex des Meinungsforschungsinstituts YouGov, das die Imagewerte von Marken abbildet,  unter anderem die Marken Lastminute.de, Opodo, Ab-in-den-Urlaub.de und Reisen.de zurückgefallen sind. 

Tiernahrung: Das Geschäft mit Heimtierbedarf wird auch online ein lukrativer Markt, wie Der Handel berichtet. Das Portal Zooplus, an dem Burda zu über 50 Prozent beteiligt ist, setzte im vergangenen Jahr mit seinen insgesamt 8.000 Artikeln rund 257 Millionen Euro um, 33 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch der Tierartikelhändler Fressnapf baut seine 2009 gestarten Online-Aktivitäten aus. In der Schweiz wurde Anfang des Jahres ein Onlineshop gestartet, weitere sollen in Österreich und Dänemark folgen. Außerdem will das Franchiseunternehmen den Vertrieb via Smartphone forcieren.

Zahl des Tages: 26 Prozent der Fast-Food-Bestellungen bei US-Restaurants erfolgen bereits online, wie Mashable berichtet.

Grafik des Tages: Die Psychologie des Social Commerce bei GetElastic

Lesetipp des Tages: Wirtschaftswoche Online über die Folgen des verpatzten Facebook-Börsengangs für die deutsche Startup-Szene 

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