Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

 

Monoqi: Condé Nast Deutschland, der Verlag der auch Wired herausbringt, beteiligt sich am Design-Shop Monoqi. Im Frühjahr 2012 als Alternative zu Fab angetreten, hat das Start-up bislang für wenig Schlagzeilen gesorgt. Das muss in der Ego-Hupen-Branche auch kein Nachteil sein. Mit 26 Prozent ist der Verlag nun größter Shareholder des Unternehmens, das über ein namhaftes Investoren-Netzwerk verfügt. An Monoqi sind neben Angel Investor Christophe Maire unter anderem bereits Hasso Plattner Ventures, Dario Suter und Jochen Gutbrod beteiligt.

Amazon: Ein bisschen zerknirscht, entschuldigend , vor allem aber sehr diplomatisch und in Details klar auf Kurs. So zeigt sich Amazon-Deutschland-Chef Rald Kleber im Interview mit Spiegel Online. Er findet Betriebsräte toll, Tarifpläne aber weniger, und will nach der ARD-Reportage über die Arbeitsbedingungen Konsequenzen ziehen. Welche sagt er nicht. In Sachen Preisparitätsklausel - das Kartellamt ermittelt - bleibt er hart. Tenor an die Händler: Dann geht doch nach drüben. Kleber sagt das natürlich netter.  

Jetzt lesen: Media-Markt rutscht aus der Shop-Top Ten und wie groß der B2B-Markt im E-Commerce ist.

 

Zitat des Tages: “Wir waren trotz aller Planung und Tests im Vorfeld von der Menge des Volumens schlicht überrascht". Rakuten Deutschland-Chefin Beate Rank versucht, die Kalamitäten beim ersten Super Sale positiv zu sehen.  Immerhin hätten die teilnehmenden Händler ihr Handelsvolumen in dieser Zeit um das 15fache steigern können, sagte sie im Interview mit etailment.

 

Media-Markt: Huch: Media Markt, im Dezember noch auf Platz zehn der meistbesuchten Shops im Nielsen Online-Shop-Ranking, ist im Januar nicht mehr in den Top Ten. Um dort reinzukommen brauchte es diesmal mindestens 2,8 Mio Besucher. Neu in den Top Ten, zu sehen bei der Lebensmittelzeitung, ist Ikea. Amazon (22 Mio Besucher) und Ebay führen wie gewohnt mit deutlichem Abstand vor Otto (6 Mio), Tchibo, Zalando.

3D-Druck: Der  tollste Grund um nach Köln zu pilgern? Nicht mehr der Dom. Die Kölner Zentralbibliothek hat jetzt einen 3D-Drucker der Marke Makerbot Replicator 2 und wird damit zum Vorreiter nächsten Vertriebsrevolution. Den öffentlichen Drucker kann jeder benutzen, um damit derzeit  3D-Objekte, die auf der Website www.thingiverse.com von der Community hochgeladen wurden zu drucken oder eigene Designs zu fertigen. Die Kosten für den Ausdruck betragen pro Druck einmalig 5 Euro plus 10 Cent pro Gramm Rohmaterial, meldet Köln.de.

Drucker mit Dom. Foto: Stadtbibliothek Köln
Drucker mit Dom. Foto: Stadtbibliothek Köln
Drucker mit Dom. (Foto: Stadtbibliothek Köln)

Zappos: Das Zalando-Vorbild Zappos testet Curated Shopping. Glance nennt sich die Plattform dazu. Die ist kaum etwas anderes als Pinterest. Fast Company stellt sie vor.

bvh: "Was Amazon vorgeworfen wird, ist ganz klar nicht der Standard des interaktiven Handels in Deutschland“, sagte Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer der TextilWirtschaft. Die bvh-Mitglieder seien im Gegensatz zu Amazon in der Regel inhabergeführt, in Familienbesitz oder mittelständisch geprägt. In der Folge agierten sie „sehr nachhaltig und personalpolitisch verantwortungsvoll“.

ECE: Der Shoppingcenter-Betreiber will zwei Zentren mit "Future Labs" ausrüsten, um all die technischen Lösungen zu testen, die mit Multichannel und der Verbindung von realem und virtuellem Einkauf möglich sind. Start ist laut Handelsblatt im März. Wo sagt ECE nicht.

Twitter: Twitter macht sich frei für die Werbung: Genauer: Die Werbe-API wurde freigeschaltet. Damit können Marketer nun Kampagnen kreieren, managen und von Agenturen einkaufen lassen. Details bei ZDnet.

Facebook: Das Social Network tüftelt an seinen Offers. Neben einer Sofortkauf-Funktion erprobt man mit einigen Handelsketten auch eine Erinnerungsfunktion für Schnäppchenangebote, meldet Internet Retailer.

Zahl des Tages: Der unterschätzte Markt: Geschäftskunden sorgen für 870 Milliarden Euro B2B-E-Commerce-Umsatz jährlich. Das sagt die IFH-Studie „B2B-E-Commerce-Markt in Deutschland – Zahlen – Fakten – Zeitreihen“. Da ist da natürlich auch jede Druckerpatrone und jeder Bleistift mit eingerechnet. Während im B2C-Online-Handel Bestellungen über Online-Shops an der Tagesordnung stehen, dominiert im B2B-E-Commerce aktuell noch der automatisierte Datenaustausch. Das heißt, Bestellungen, Rechnungen oder Produktbeschreibungen werden online über ein vordefiniertes Format übermittelt und weiterverarbeitet. Mehr als vier Fünftel des E-Commerce-Marktvolumens werden auf diesem Weg der elektronischen Vernetzung generiert. Lediglich vier Prozent und damit aber immerhin noch 35 Milliarden Euro werden ähnlich wie im B2C-Handel über Online-Shops umgesetzt.

Lesetipp des Tages: Artikel in der FAZ, der auch für die erzieherische Mahnung "Sei fleißig in der Schule oder du wirst Lagerarbeiter bei Amazon" taugen würde. Eine Studentin schildert ihre Eindrücke im "Tagebuch einer Amazon-Packerin"

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: Roland-Berger-Studie zum Online-Handel: Wo die Bedrohung überschätzt wird und wo sie wirklich lauert

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