Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Otto:  Die Otto-Group hat, siehe Manufactum, offensichtlich Freude an alten Dinge. Nach Quelle.de kaufte die Otto Group jetzt auch die Markenrechte an Neckermann.de. Und die Internet-Domains und die Daten. Getreu dem Manufactum-Motto: „Es gibt sie noch, die guten Dinge“

C&A:  C&A bietet seinen Click & Collect Einkaufsservice jetzt flächendeckend an. Kunden können die im Online-Shop bestellte Ware also nun in die Filiale ihrer Wahl senden lassen und diese dort abholen. "Wir möchten unseren Kunden ein einheitliches Markenerlebnis bieten und das Offline- mit dem Online-Einkaufserlebnis zusehends weiter verbinden. Click & Collect ist dabei ein wichtiger Schritt", lässt sich Kommunikationschef Thorsten Rolfes zitieren.

Redcoon:  Zwei der drei billigen Redcoon-Werbespots wurden bei Youtube mit der Altersbeschränkung „ab 18“ versehen. Zu nackig für die Sittenwächter. Nun hat die Media-Saturn-Tochter einen Spot speziell für Youtube nachgelegt.

Die aufreizenden Stellen wurden im neuen Spot mit kommentierenden Zensurbalken versehen. Wie W+V bemerkt, fehle natürlich nicht Hinweis, dass die Spots auf redcoon.de unzensiert zu sehen sind.

Der online recherchierende und offline kaufende Kunde ist in Teilen ein Mythos und Zalando ist der Primus der Branche. Dies und mehr nach dem Klick.

Zalando: Zalando, jüngst relauncht, hat seine Werbeaufwendungen zwar wie geplant zurückgeschraubt, liegt laut Nielsen mit einem Brutto-Etat von 70 Millionen Euro bis August aber weiter deutlich vor Bonprix (47 Mio) und Otto (65 Mio). In der Kategorie Fashion lag laut Nielsen Internetnutzerstatistik Zalando mit 3,9 Millionen Usern zudem klar vor BonPrix (3,1 Mio) und Otto (2,9 Mio). Lead Digital hat weitere Zahlen und Tabellen.

Zitat des Tages: “We want to create a mobile wallet that lets consumer put whatever card they have." Alfredo Gangotena, Chief Marketing Officer bei MasterCard/USA, sieht in Mobile Commerce Daily Mobile Payment auf gutem Weg, mahnt aber zur Geduld, weil es noch ein paar Jährchen dauern werde, bis die nötigen Geräte im Handel flächendeckend verfügbar seien. 

Wal-Mart: Wer auf der Wal-Mart-App den “in-store mode” nutzt, kann damit nicht nur Produkte kaufen, die nicht im Laden vorrätig sind. Zum Weihnachtsgeschäft bietet die App auch eine interaktive "Landkarte" der Stores. So nennt das die Lebensmittelzeitung. Die hilft auf der Suche nach Schnäppchen per Geolokation ans Regal. Instore-GPS hatte kürzlich auch Macy’s im Flagshop-Store eingeführt.

Shoplove: An der hübschen Shopping-App Shoplove, von etailment bereits vorgestellt, finden auch Investoren gefallen. Die Macher von der Münchner Shopping Company bekamen jetzt eine Finanzspritze in unbekannter Höhe von Ventures Stars und weiteren Business Angels, meldet Deutsche Startups. Bislang wurden die Gründer Maximilian Beller, Hendrik Braun und Timo Trupp bereits von Business Angels wie etwa Cornelius Boersch von Mountain Partners, Ron Hillmann von Yachtico, Michael Mücke und Patrick Sturm, Mücke & Sturm Company, und Richard Malley von Madvertise unterstützt. Zudem wurde die App, die dutzende Modeshops und Marken in Flipboard-Optik aggregriert, gerade verbessert.

Mornin Glory:  Oh, noch einer: Unter dem Motto „Be smart. Order blades“ bietet das Berliner Startup Mornin‘ Glory ab sofort europaweit Rasierklingen für die männliche Nassrasur im Abo-Modell an. Was sie von anderen Anbietern unterscheidet? Der freche Auftritt. Mornin‘ Glory bedeutet auf Deutsch: Morgenlatte. Dafür aber wirkt zumindest bei mir die Optik der Seite so, als wäre sie noch nicht ganz aufgestanden.

Dealingers:  Die Online-Einkaufsplattform setzt auf die Idee der „Rückwärtsauktion“: Dabei fallen die Preise immer stärker, je mehr Menschen sich an der Auktion beteiligen. Neugierde kann dabei teuer werden: Der aktuelle Betrag ist unter dem Button „Aktuellen Preis zeigen“ verborgen und garantiert immer niedriger als der Einstiegspreis. Diesen Preis einzusehen, kostet den Nutzer aber genau einen Euro. Gleichzeitig verringert jeder Nutzer durch seinen Klick auf diesen Button wiederum den zuvor angezeigten Verkaufspreis automatisch um den Betrag von 50 Cent. Die deutsche Version von dealingers.com ist seit dieser Woche online und präsentiert zum Start auf seiner Webseite pro Woche drei ausgewählte Produkte. Die englische Webseite ist seit Oktober 2012 online.

PC-Spezialist: 100 Millionen Euro Umsatz will PC-Spezialist bis 2017 online erreichen. Der Elektronik-Fachhandelsverbund plant für  2012 aber erst einmal rund 33 Millionen Euro im Web ein. Schon das ist ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagt Synaxon-Vorstand Frank Roebers im Interview mit ChannelPartner.

Amazon: Verabschiedet sich Amazon in den USA von der Discount-Politik bei Büchern? New York Times-Autor David Steinfeld verlässt sich bei seinem Verdacht auf Einzelbeobachtungen, hält einen Wandel aber für denkbar, damit Amazon beim Umsatz nachbessern kann.

Arcadia: Die Londoner Arcadia-Gruppe (Topshop, Topman, Dorothy Perkins und Miss Selfridge) legt im E-Commerce weiter zweistellig zu: Im Heimatmarkt stiegen die Online-Erlöse im Geschäftsjahr 2011/12 um 20% gestiegen, international nahmen sie in den 112 Ländern sogar um 33% zu. Im stationären Handel verlor Arcadia in Großbritannien flächenbereinigt 3,2%, meldet die Textilwirtschaft.

Adobe: Der "Adobe Digital Index 2012 Online Shopping Forecast" sagt eine Verdoppelung der Weihnachtseinkäufe über mobile Geräte in Europa und den USA voraus. In Europa soll der Anteil von 6 auf 12 Prozent steigen. Für die Prognose hat Adobe 150 Milliarden Page Visits von 500 amerikanischen und europäischen Einzelhandelsunternehmen analysiert, die die Adobe Marketing Cloud nutzen.

Amazon II: Im Zuge der Vergabe neuer sogenannter Top-Level-Domains (TLDs) durch die Organisation zur Verwaltung der Namen im Internet ICANN streitet Amazon um die Endung ".amazon" mit südamerikanischen Staaten. Brasilien und Peru wollen die Endung für die Amazonas-Region sichern, erzählt "Der Handel".

Weltbild:  Weltbild-Geschäftsführer und E-Commerce Experte Klaus Driever verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Einen Nachfolger gibt es nicht. Stattdessen wurden laut Buchreport die Ressorts neu verteilt: Martin Beer übernimmt die Bereiche Operations, Logistik und kaufmännische Führung. Carel Halff verantwortet die Bereiche Marketing, New Media und Sortiment.

Zahl des Tages:  36 Prozent der Onlinekunden geben wöchentlich im Internet Geld aus und nur 31 Prozent kaufen im selben Zeitraum im Ladengeschäft ein. Das geht aus einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Die 1.000 befragten deutschen Onlinekäufer geben demnach durchschnittlich 42 Prozent ihrer Konsumausgaben im Internet aus – 16 Prozent mehr als 2011. Mode sowie Gesundheit und Kosmetik legten um mehr als 30 Prozent gegenüber 2011 zu. Laut "Der Handel" zeigt die Studie zudem eine Überraschung: Die Annahme, dass die Konsumenten im Internet über Produkte recherchieren, dann aber im stationären Geschäft einkaufen, stimme nicht: Fast zwei Drittel der Befragten nutzt der Umfrage zufolge über alle Warenkategorien hinweg nur einen einzigen Kanal, also entweder das Internet oder das Geschäft, sowohl für die Recherche wie den Einkauf.

Grafik des Tages: Zahlen zum Mobil Commerce rund um den Globus.

Lesetipp des Tages: Die häufigsten Onpage-Optimierungsfehler bei Online-Shops 

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