Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9

Otto: Chaos beim Hamburger Versandhändler: Durch eine technische Panne konnten Nutzer am Sonntagabend immer wieder auf dieselben nichtautorisierten Gutscheincodes zugreifen. Die Preisspanne reichte laut Otto von 88 Euro bis 400 Euro. Die Gutscheincodes waren sehr schnell über soziale Netzwerke verbreitet worden. Innerhalb weniger Stunden gingen daher rund 50.000 Bestellungen ein, die auf fehlerhaften Gutscheincodes beruhten. "Diese Bestellungen wurden allesamt storniert", betont Otto. Und resümiert: "Auch Otto ist vor technischen Problemen nicht immer gefeit."

GfK: Dem deutschen Handel steht ein sehr gutes Weihnachtsgeschäft ins Haus, wie die GfK prognostiziert. Rund 285 Euro wollen die deutschen Verbraucher im Schnitt ausgeben, das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit einem entsprechenden Plus können die Händler rechnen, der zu erwartende Umsatz liegt laut Studie bei 14,9 Milliarden Euro. Das Internet gewinnt als Bestellplattform noch weiter an Bedeutung. Online werden am liebsten Veranstaltungstickets, Software sowie CDs und DVDs  gekauft. 

Wie unsicher die Arbeitsplätze bei Amazon sind, was mit Neckermann Österreich passiert - dies und mehr nach dem Klick.

Amazon: Ein Beitrag bei Handelsblatt Online offenbart zweifelhafte Beschäftigungspraktiken des E-Commerce-Riesen. So sollen in den deutschen Logistik-Zentren zwei Drittel der Mitarbeiter lediglich befristet beschäftigt sein. Ist ein Mitarbeiter in Deutschland bis maximal drei Monate beschäftigt, kann er von einem Tag auf den anderen entlassen werden. Auch bei einer anschließenden Probezeit von einem halben Jahr erhöht sich die Kündigungsfrist lediglich auf 14 Tage. Amazon kann also einem großen Teil seiner Mitarbeiter sehr schnell kündigen.

Zitat des Tages: „Das Unternehmen erholt sich gut. Die großer Mehrheit der Leute bei PayPal geht davon aus, dass wir als schlankere Organisation nun besser aufgestellt sind." PayPal-Präsident David Marcus bei TechCrunch über die Entlassungswelle in seinem Unternehmen

Neckermann: Die Übernahme des österreichischen Arms des insolventen Versandhauses durch TopAgers ist laut Textilwirtschaft Online so gut wie perfekt. Die Insolvenzverwalter Norbert Scherbaum und Clemens Jaufer teilen danach mit, dass die Gläubiger mit breiter Mehrheit dem Sanierungsplan von Neckermann Versand Österreich (NVÖ) zugestimmt haben. Dieser sieht vor, dass die Gläubiger auf drei Viertel ihrer Forderungen verzichten. TopAgers, ein Unternehmen aus Langenfeld bei Düsseldorf, ist seit fünf Jahren mit der Marke Eurotops, einem Shop für Mode, Geschenkideen, Mode und Wellness, in Österreich aktiv. Für die zwischen 280 und 300 Neckermann-Beschäftigten am Standort Graz soll es zum größten Teil weitergehen. Der Name Neckermann bleibt bestehen.

Fab: Der Design-Shop bringt nach einer iPhone- nun auch eine Android-App auf den europäischen Markt, wie Internet World Business berichtet. Die kostenlose App bietet unter anderem kostenfreie Lieferung bei Bestellungen über 70 Euro, ein Login via Facebook sowie ein Live Feed zu aktuellen Aktivitäten.

In eigener Sache: etailment in gedruckter Form – das Trendbuch “e-map” ist auf großes Interesse gestoßen und auf großen Zuspruch. Wer die 68 Seiten digital lesen wollte, konnte das bislang in einem Flipbook tun. Viele Leser wünschten sich zudem eine etwas handlichere Variante, die auch auf Tablets gut zu lesen ist. Deshalb bieten wir die “e-map” nun auch als kostenloses pdf an. Hier ist der Link.

Zahl des Tages:  Schon 9 Millionen Verbraucher in Deutschland haben Rabattgutscheine von Portalen wie Groupon, Dailydeal oder Deals.de in Anspruch genommen. Das ergibt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 1.063 Internetnutzern.

Grafik des Tages: Wie US-Restaurant-Ketten den mobilen Social Commerce einsetzen.

Lesetipp des Tages: Wie eine Mall ein Real-Life-Pinterest-Board eingerichtet hat.

Beliebtester Beitrag im Blog am Vortag: So gut verdient eBay mit Mobile Commerce.

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