Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Otto: Mit einem Umsatz von über 2,1 Milliarden Euro und einem Plus von rund zwei Prozent für die Einzelgesellschaft Otto stellte sich Otto-Boss Alexancder Birken gestern vor die Presse. Man muss schon ein wenig von einer Analysten-Seuche befallen sein, um so etwas Stagnation zu nennen. Zumal Otto mit einer Rendite aufwarten kann, die laut Birken zwischen 3 und 5 Prozent liegen soll. Das muss man erst einmal nachmachen. Die Neckermann-Pleite soll zudem keine spürbaren Effekte ausgelöst haben. Jetzt soll eine frische und mutige Kampagne zeigen, dass hinter der alten Tante Otto noch eine selbstbewusste Mode-Jägerin steckt, die, schaut man sich die Kampagne an, die die Agentur Heimat und Marc Opelt, Otto-Bereichsvorstand Marke, Service und E-Commerce auf die Welt loslassen, gerne auf dem Sofa shoppt, wenn sie "Lost" guckt. Zu den weiteren Plänen von Otto, was das Projekt Fokus macht und die ehrgeizigen Ziele in der IT mehr in Kürze.

Google: Mit einem eigenen Same-Day-Delivery-Konzept, dem "Google Shopping Express", will Google offenbar an Amazon und eBay vorbeiziehen. Mit 69 US-Dollar im Jahr unterbietet Google schon mal den Express-Service von Amazon, meldet Techchrunch. Auch das Paketstationen-Konzept Bufferbox könnte integriert werden.

Jetzt lesen: Electronic Partner will sich nicht verzetteln, eine gefakte Business-Idee für Amazon und das Hindernis des Tages.

 

Zitat des Tages: “Im Unterschied zu Media-Saturn ist es aber nicht unsere Strategie, im Online-Bereich das Hauptwachstum zu erzielen. Wir glauben daran, dass es für richtig gut gemachten stationären Handel auch zukünftig ausreichend Erfolgsmöglichkeiten gibt. Wir wollen nicht, dass sich unsere Mitglieder verzetteln", im ChannelPartner-Interview schlägt Electronic Partner-Chef Jörg Ehmer ein langsames Tempo ein, trotz Einstiegs bei Notebooksbilliger.de, trotz Service-Portal Plusanschluss.de und trotz des kommenden EP-Onlineshops. Da ist jemand auf diplomatischer Mission.

 

Amazon: Tja, jetzt kann man (siehe Bild) mit Amazon im Web seine Scherze machen und eine Spiegel-Meldung zum Fairkauf-Button faken. Eigentlich eine nette Idee, die Patrick Breitenbach da aufgetan hat. Aber vielleicht wird ja was aus dem genossenschaftlichen Start-up Fairnopoly. Mehr dazu hier.

 Zalando: Manch einer unserer Leser hielt es für einen Scherz, als etailment vorab über den Zalando Fashion Concept Car berichtete, der auf der Automesse in Genf gezeigt wird. Jetzt gibt es erste Bilder und ein Video dazu. Das erklärt, was das Auto drauf und drin hat.

 

Adidas: Der Sportwarenhersteller Adidas verbietet Händlern seit Anfang 2013, seine Markenartikel über Plattformen wie eBay und Co zu vertreiben. Das Umfeld passe nicht nur zur Marke (Wir reden hier übrigens von einer Marke, die in muffigen Turnhallen getragen wird). Das klappt nicht so ganz. Die Powerseller zickten, Adidas gibts auch jetzt noch bei eBay und Co. Da schaut auch das Bundeskartellamt Adidas auf die Finger, prüft, ob die Vertriebsrichtlinien den Wettbewerb beschränken, erinnert die Textilwirtschaft. Das tut das Amt übrigens schon seit Sommer 2012.

Sheego: Die Otto-Tochter Sheego startet neue Kampagne: “Zieh Dein Glück an! nennt sich der Slogan. Details vermittelt der Pressetext.

Tesco: Spezielle E-Book- und Musik-Websites mit den klingenden Titeln Blinkboxbooks und Blinkboxmusic sollen bei Tesco nebem demOnline-Filmportal Blinkbox an den Start gehen, und den Angeboten von Amazon Konkurrenz machen. Tesco-CEO Phil Carke will die Kette zum größten Multi-Channel-Händler der Welt aufbauen und sieht sich laut Telegraph sogar gegenüber Amazon im Vorteil.

DHL: Der Logistikkonzern Deutsche Post DHL steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 5,1 Prozent. Dank E-Commerce-Wachstum tun die Rückgänge im Briefgeschäft nicht so weh. Umsatz: 55,5 Mrd. Euro. Mit 2,67 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis innerhalb des angepeilten Zielkorridors und gut 9 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Konzerngewinn kletterte um rund 500 Millionen Euro auf 1,66 Milliarden Euro.

Same Day Delivery: Alle Welt testet Same Day Delivery. Nur die US-Kunden sagen: ja und? Nicht mal für jeden Zehnten wäre das ein Grund, online mehr zu bestellen. Da sagt eine Studie der Boston Consulting Group. Kostenlose Lieferung? Das ja, das wäre ein Argument. 7,50 Dollar würden Kunden außerdem nur zahlen, um Produkte ab einem Preis von 50 Dollar sofort nach Hause zu bekommen. Die meisten Anbieter verlangen aber deutlich mehr.

Hindernis des Tages: Option eins. der Modefachhandel versteht nichts von diesem neuen Medium, dem Internet. Option Zwei: Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) rechnt sich das Web klein. Er beziffert das Wachstum im "Versand- und Internethandel mit vorwiegend Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren" mit einem Prozent, meldet Fabeau.

Grafik des Tages: The Benefits of In-Store Mobile Commerce

Lesetipp des Tages:  Glaubt man Exciting Commerce, ist Otto (so etwas wie das Lieblingsfeindbild des Bloggers, Beraters und Kongressveranstalters Jochen Krisch) so gut wie tot. Ottosaurus Rex: Wie sich Otto am eigenen Abstieg berauscht

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