Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 

Rocket Internet: So schnell wie Rocket Internet neue Unternehmen aus dem Boden stampft, so schnell werden sie auch wieder eingedampft. Nach dem Abgesang in der Türkei kreist nun in Singapur der Abbruchhammer. Laut SG Entrepeneurs hat Rocket Internet Mitarbeiter des Möbel-Webshops Home24.sg in Serie entlassen. Home24 stehe vor der Schließung, urteilt das Magazin. Die Seite besteht noch. Kundenanfragen bleiben aber unbeantwortet.

Payleven expandiert im Eiltempo, Otto macht eine gute Figur bei Facebook und Wal-Mart bastelt an einer eigenen Suchmaschine. Dies und mehr nach dem Klick. 

Payleven:  Payleven greift international an. Nach dem Start in Deutschland geht es nun in Großbritannien, den Niederlanden, Polen und Brasilien weiter. Der Mobile Payment-Dienst, inspiriert vom Vorreiter Square mit dem Bezahl-Dongle für das iPhone, gehört zu Rocket Internet. Das System erleichtert Händlern und Restaurant-Besitzern die Akzeptanz mobiler bargeldloser Zahlung. Dafür wird lediglich ein Smartphone oder Tablet mit der payleven App und ein kostenloser Payleven-Aufsatz benötigt. Abgeschaut hat man sich die Dobgle-Lösung bei Vorreiter Square. Erst kürzlich haben die Investmentfirma New Enterprise Associates (NEA), die russische Beteiligungsfirma ru.net und Holtzbrinck Ventures einen zweistelligen Millonenbetrag in payleven investiert.

Zitat des Tages: “Die Zweiteilung des Handels in stationäres Sortiment und Online-Buchhandel ist zunehmend obsolet", Börsenblatt-Redakteur Michael Roesler-Graichen rät dem Handel möglichst viel von Amazon zu lernen. 

eBay: Ebay startet eine Marken-Kampagne unter dem Claim „Mein Ein für Alles“ mit einem starken Fokus auf das Thema Mobile und gönnt sich dafür eine TV-Kampagne. Der Spot von DDB Tribal zeigt eine Frau, die mit ihrem Smartphone bei Ebay einkauft. Ebay will mit dem spielerisch-virtuellen Spot zeigen, wie einfach sich mit iPhone & Co. jederzeit und von jedem Ort aus bei eBay einkaufen lässt. eBay erwartet für dieses Jahr, dass das mobil erzielte Handelsvolumen bei 10 Milliarden US-Dollar und damit doppelt so hoch liegen wird wie im Vorjahr.

Otto:  Otto reagiert schneller auf Kundenanfragen als Zalando. Das meldet Lead Digital mit Hinweis auf eine Untersuchung der Facebook-Berater Yourfans. Vielleicht hat man bei Zalando einfach mehr Stress mit dem Kunden. Bei Zalando machten Serivice-Anfragen 87,1 Prozent aus. Bei Otto 52,3 Prozent.

Amazon: Der Amazon App-Store ist nun auch in in Deutschland verfügbar. Der Shop bietet eine breite Auswahl an Apps für Android Smartphones und Tablets. Amazon verschafft sich damit weitere Pluspunkte als allumfassende Shopping-Destination.

Amazon II: Amazon launcht  seinen Couponing-Dienst "Amazon Local" nun auch in London. Kunden erhalten damit  Schnäppchenangebote lokaler Anbieter per Mail.

Supermarkt.de: Mutig und nischig ist das ja, deshalb sei es vermeldet. Supermarkt.de bietet seinen Kunden nun auch zur Bestellung eine iPad-App. Dabei gibt es den Online-Supermarkt bislang nur in Hamburg und das iPad ist innerhalb des Mobile-Segments noch eine Nische. Aber vielleicht ticken die Hamburger ja anders.

Barcoo: Barcoo startet eine eigene Einkaufslisten-App. Per Scanfunktion können Nutzer Produkte automatisch auf mobile Einkaufsliste setzen. Gleichzeitig erinnert die App  Verbraucher in der Nähe des gewünschten Geschäftes per Geofencing an den geplanten Einkauf.

Getgoods: Der börsennotierte Online-Shop Getgoods will laut Handelsblatt Kapital auf dem Anleihemarkt einsammeln. Für das erste Halbjahr meldet Getgoods ein Umsatzplus von 39 Prozent auf 173,4 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) stieg von 2,9 Millionen im Vorjahreszeitraum auf fünf Millionen Euro.

Wal-Mart: Die Handelsgigant schwört online auf eine eigene Suchmaschinentechnik. Polaris aus den @WalmartLabs soll die Conversion-Rate um mindestens zehn Prozent verbessern. 

Zahl des Tages:  Bitte nehmen Sie sich an dieser Zahl ein Beispiel. Die mobile Website von buy.com benötigt nur 3,6 Sekunden Ladezeit. Geschwindigkeit wird künftig zu einem Killer-Feature im Mobile Commerce. 

Lesetipp des Tages: Schlecht geschlafen? Vielleicht sollten Sie auf das iPad bei der Bettlektüre verzichten.

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