Zwei von drei deutschen Haushalten haben Schmerzmittel im Schrank. Dabei greifen viele Konsumenten zu bekannten Marken. 

Kopfweh, Erkältung, Muskelzerrung: Schmerzmittel sind in der Hausapotheke aus Verbrauchersicht offenbar ein Muss, hat die aktuelle OTC-Studie von Nielsen ergeben. Denn 69 Prozent aller Haushalte in Deutschland haben mindestens ein Präparat aus der Gruppe der so genannten Analgetika zu Hause. Vor allem Frauen greifen demnach häufiger zu Schmerzmitteln.

Je nach Altersgruppe zeigen sich zudem entsprechende Markenpräferenzen: Mit Ausnahme der ärztlichen Verordnungen für Kinder greifen die Verbraucher bei ihrer Markenwahl gerne auf „Bekanntes" zurück; zum Teil folgen sie auch den Markenempfehlungen der Apotheken oder der Werbung in den Mdien. 

Denn an der kommt man kaum vorbei: Immerhin beliefen sich die Bruttowerbeinvestitionen der Arzneimittelhersteller in Deutschland für Schmerzmittel laut Nielsen Media Research in den vergangenen zwölf Monaten (Juni 2007 bis Mai 2008) auf rund 90 Millionen Euro. Damit stehen Schmerzmittel nach den Husten- und Erkältungsmitteln (108 Millionen Euro) auf Platz 2 bei den Werbeausgaben für frei verkäufliche Medikamente. Die Wahl einer bestimmten Marke ist darüber hinaus häufig eng mit der jeweiligen Indikation verknüpft: Plagen Erkältungssymptome, greifen die Verbraucher zu einem anderen Schmerzmittel als beispielsweise bei Kopfschmerzen.

Jeder Vierte hält Produkte aus der Apotheke für wirksamer

Insgesamt ist nahezu jeder vierte Konsument, der nicht verschreibungspflichtige Medikamente kauft, davon überzeugt, dass Arzneimittel aus der Apotheke wirksamer sind als Produkte aus Drogerie- oder Supermarkt; weitere 32 Prozent der befragten Verbraucher tendieren zumindest in diese Richtung.

12 Prozent der Verbraucher nehmen bereits vorbeugend freiverkäufliche Arzneimittel oder Gesundheitsprodukte ein, um fit und gesund zu bleiben. Dieser Aussage stimmen vor allem Verwender von Psychoanaleptika, also Substanzen, die die Aktivität der Nerven erhöhen, beschleunigen oder verbessern, sowie Vitaminen und Mineralien zu.