Es geht um Hilfe, es geht um Service, es geht um Nähe, es geht um Bequemlichkeit rund um den Onlinehandel und den digitalen Kunden.

Die jüngsten Modelle aktueller Startups mögen wie bekannte Abwandlungen bekannter Ideen wirken und doch haben einige von ihnen ihren eigenen Reiz - selbst wenn der nur auf einem prominenten Namen beruht. 


Shyp

Worum geht es?

Schluss mit Zollstock, Waage und lästigem  Tragen des Pakets zur Paketstation. Shyp verspricht seinen Nutzern: Mach ein Foto vom Paket, schick es an Shyp und dann holt es ein Fahrer ab. Um mehr muss sich der Kunden nicht kümmern.  Shyp vergleicht zudem die Preise der Logistikanbieter, wählt dann den günstigsten Lieferdienst aus und verlangt für den bequemen Service dann fünf Dollar.

Wer macht es?

Kevin Gibbon and Joshua Scott schicken so an der US-Westküste ihre “Shyp Heroes”  los und haben dafür mittlerweile 10 Millionen Dollar eingesammelt.

Enjoy

Worum geht es?
Viel verrät die Website von Enjoy noch nicht. Zweierlei ist aber klar: Es geht um der Verkauf von Elektronikartikeln im Verbund mit einem Aufbauservice. Mitarbeiter  - im Preis inbegriffen – schauen daheim vorbei und schließen das TV an oder vernetzen das neue iPad mit dem heimischen WLAN.

Wer macht es?

Macher ist Ron Johnson, der als einstiger Chef der Retail-Sparte von Apple zu den geistigen Vätern des Apple Stores gezählt wird.  Bei JC Penney und Target hat er als Manager weniger Eindruck hinterlassen. Der Name reicht aber für einen Anschubfinanzierung von 30 Millionen Dollar.



Tripda

Worum geht es?

Ein schöner Name für eine Mitfahr-Plattform für „digitale Anhalter“: Tripda. Das US-Konzept erinnert an das Modell von BlaBlacar.

Wer macht es?

Ein schöner Investor ist da in den USA mit an Bord:  Rocket Internet

Shopa

Worum geht es?

Das britische Startup Shopa will Social Commerce besser machen, als es bisher fluppte.  Im Kern aufgebaut wie ein Social Network mit all den üblichen Ingredienzien, will Shopa die Mitglieder mit einem Discount belohnen, wenn Freunde einer Kaufempfehlung folgen. Helfen soll dabei auch eine Social-Tracking-Technologie quer über alle Endgeräte.  Vor allem daran dürften Retailer interessiert sein.

Wer macht es?

Shopa startete einst als B2B-Marktplatz und wird derzeit unter anderem von Oxtopus Investments und Notion Capital unterstützt.

MyBarber

Worum geht es? 

MyBarber will  das Uber-Prinzip auf haarige Angelegenheiten übertragen und schickt Frisöre nach Hause, die über die Plattform vermittelt werden.

Wer macht es?

Das Hamburger Startup gründeten Alex Leuchte und Manuel Karg.


Bside-Me

Worum geht es?

Bside-Me nennt sich eine App, die Promis helfen will, mit ihren Fans via Social Media in direktem Kontakt zu bleiben. Ein spezielles Content Management-System soll dabei helfen, die Fans mit exklusiven Texten, Bildern oder Videos zu versorgen. Die Monetarisierung erfolgt über Werbeeinnahmen.

Wer macht es?

Prominenter Mitstreiter und Mitgründer des Kölner Startups ist der Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah.  Das Schalke-Idol Asamoah verabschiedet sich am 14. November in Schalke mit einem Gala-Abschiedsspiel. Zuvor können ihn die Gäste des Branchenkongresses etailment 2.015 am 11. und 12. November in Frankfurt live erleben. Denn dann plaudern wir mit ihm über seine Rolle als Gründer und Markenbotschafter. Außerdem stehen Burkhardt Mathiak, früherer Mitarbeiter der Presseabteilung des FC Schalke 04, Markus Rupprecht, John Fox und Anja Odenthal hinter Bside-Me.

Coureon

Worum geht es?

Coureon will Händlern die Last beim Versand abnehmen und führt automatisch alle Bestellungen aus Amazon, eBay, Hitmeister und künftig auch aus anderen Marktplätzen zusammen. Dann hilft es bei der Suche nach dem passenden Versanddienstleister. Coureon-Kunden können alle Paketscheine für ihre Sendungen drucken und dann abholen lassen oder in einer Filiale abgeben.

Wer macht es?

Das Start-up von Federico Frascà und Nicolas Loeber wird von Project A gepäppelt. Coureon unterstreicht damit die Ausrichtung von Project A hin zu Infrastruktur-Angeboten. Das hatte gerade auch Gründer Florian Heinemann im Interview unterstrichen.

Spylight

Worum geht es?

Auf die App, die es wirklich kinderleicht macht, die coolen Klamotten der Stars aus der Lieblings-TV-Serie zu kaufen, warte ich noch immer. Spylight will jetzt die Lösung haben. Auch dank einer Kooperation  mit TV-Studios. Die Technik zur Erkennung der Sendung ist altbekannt: Audio-Synchronisierung. Und ein Problem bleibt auch: Die Tom Ford-Anzüge von Harvey Specter aus „Suits“ sind mir immer noch zu teuer.  

Wer macht es?

Gründer Casper Daugaard hat zuvor unter anderem mit FitnessNord einen skandinavischen Händler für Nahrungsmittel-Ergänzungsprodukte gestartet.

Wegreen

Worum geht es?

Wegreen will nachhaltiges Shopping bei Amazon und Co salonfähig machen. Als Shopping Add-on soll dabei eine Nachhaltigkeitsampel direkt in alle bekannten Onlineshops installiert werden. Die greift dabei auf  Produktinformationen und diverse Siegel zurück und gewichtet diese. Das Ziel: Händler sollen die Nachhaltigkeitsampel über ein Plug-in auf der Webseite einbinden.

Wer macht es?

Derzeit sammelt das Team um Gründer und CEO Maurice Stanszus auf Startnext Crowdgelder ein.

Findeling

Worum geht es?

Findeling, noch in der Testphase, will als lokaler Markplatz kleinen lokalen Einzelhändlern ins Netz helfen und positioniert sich dabei als Suchmaschine und Wegweiser für den Laden vor Ort, der kleinen Geschäften auch eine Internetpräsenz verschafft.  

Wer macht es?

Die Gründer Katharina Walter und Florian Schneider wollen von Hamburg aus die Ladeninhaber überzeugen.

Operator

Worum geht es?

Das Startup Operator will als eine Art Messaging-Dienst für den Kunden nach Produkten suchen und den Kontakt zwischen Kunden und Händlern vermitteln. Der virtuelle Assistent soll zeitnah in San Francisco und New York starten und zunächst kostenlos sein. Einer der möglichen Anwendungsfälle des Shopping-Assistenten: Der Nutzer schickt Operator eine Produktbeschreibung, ein Bild oder formuliert eine Wunschvorstellung für ein Produkt, Operator sagt dann, wo es die Ware am besten zu kaufen gibt. Das Prinzip der Messaging-App: Nicht mehr selbst suchen, sondern andere finden lassen.

Wer macht es?

Für den nötigen Hype um den Concierge-Service sorgt ein Name: Garrett Camp. Er war Teil des Gründerteams von Uber.

Stylebox

Daniel und Oliver Schmitt-Haverkamp
Daniel und Oliver Schmitt-Haverkamp
Worum geht es? 

Stylebox möchte das erste deutsche Fashionportal sein, das Preisvergleich, Gutscheincodes und Cashback vereint. Modeexperten und Blogger berichten im Onlinemagazin von den neuesten Mode-Highlights und agieren als Style-Berater. Verknüpft werden die Inhalte nun mit den konkreten Produkten. Jedes vorgestellte Mode-Produkt erhält eine eigene Seite. Dort präsentiert Stylebox eigenen Aussagen zufolge die günstigen Shops, ergänzt mit einem Gutscheincode und die Höhe des Cashbacks.

Wer macht es?

Stylebox-Gründer sind Daniel und Oliver Schmitt-Haverkamp. Wie sich das Unternehmen monetarisieren will – unklar. Die Optionen seien noch nicht spruchreif, heißt es gegenüber etailment.

Move Loot

Worum geht es? 

Möbel verkaufen bei eBay kann ganz schön lästig sein. Deshalb kümmert sich das US-Startup Move Loot auch um das ganze drumherum: Abholung, Lieferung, Lagerung. Vorerst beschränkt sich der Service auf San Francisco, Atlanta und einige Gegenden in North Carolina.

Wer macht es?

Die Gründer Ryan Smith, Jenny Karin Morrill, Bill Bobbitt, Shruti Shah haben bislang bei Investoren wie SherpaVentures, IDG Capital Partners, Google Ventures, Index Ventures rund 12 Millionen Dollar eingesammelt

 

Und dann war da noch - noch mehr lecker Essen: Gründer Konrad Taube aus Erfurt will mit seinen Topfhelden Kochboxen in die Küchen bringen. Gründer Guido Seitz will mit Fast Food Express im Saarlaand reüssieren.