Der Tablet-Computer iPad von Apple hat im Jahr seiner Markteinführung viele Konsumenten in den Bann geschlagen. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

"Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein elektronisches Produkt innerhalb von drei Monaten so eingeschlagen ist, gerade in Deutschland", sagt Archibald Horlitz (52), Chef des Berliner Handelshauses und Apple-Vertriebspartners Gravis, über das iPad.

Dabei war Horlitz zunächst nur mäßig beeindruckt, als Apple-Chef Steve Jobs das iPad am 27. Januar 2010 in San Francisco als "magisches Gerät" vorgestellt hatte.

"Da habe ich wie viele andere auch gedacht - na ja, da gab doch schon zig Versuche, einen Tablet- Computer zu bauen. Aber der Eindruck änderte sich sofort, als ich das Gerät zum ersten Mal in der Hand hatte."

7,5 Millionen Geräte weltweit verkauft

Das iPad kam am 3. April auf den Markt, bis Ende September wurden weltweit 7,5 Millionen Geräte verkauft. Dabei kann die digitale Schiefertafel von Apple längst nicht alles, was Experten eingefordert hatten.

So unterstützt das iPad nicht die Flash-Technologie von Adobe. Man kann nicht Dateien mit einem USB-Stick übertragen. Und die Bildschirmtastatur macht Vielschreibern wenig Freude. Doch gerade bei Computermuffeln kam das iPad besonders gut an.

Weniger Erfolg hatte ein Gegenentwurf zum iPad aus Berlin. Die Firmen Neofonie und 4tiitoo wollten mit dem "WeTab" ein Alleskönner-Tablet ins Rennen schicken. Allerdings erwies sich das Gerät zunächst als unausgereift ­ und kostete Neofonie-Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen seinen Job.

Google und Samsung mit konkurrenzfähigen Geräten

So rücken von der iPad-Konkurrenz derzeit vor allem die Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android in den Blickpunkt. Aus dieser Riege bekam vor allem das Galaxy Tab von Samsung gute Noten.

Der koreanische Konzern verkaufte im ersten Monat nach Verkaufsstart weltweit rund 600.000 Android-Tablets - und erwies sich damit als schärfster iPad-Konkurrent.