Wer gegen die Amazons dieser Welt ankommen will, fährt am besten mit individuellen und authentischen Angeboten. Und spricht Zielgruppen an, die sich nicht in erster Linie als Schnäppchenjäger definieren, sondern das gewisse Etwas suchen. etailment stellt fünf Startups vor, die für Einkaufserlebnisse jenseits des Mainstreams sorgen.


Tastybox: Unter dieser Marke bietet das Münchner Start-up Foodiesquare, das von Sammy Gebele und Guerson Meyer gegründet wurde, seit November 2012 Lebensmittel aus Manufakturen an. Wer die Tastybox bestellt, bekommt zu Preisen ab 29,99 Euro ein Überraschungspaket mit Zutaten für ein Gericht für zwei bis drei Personen sowie einen kulinarischen Reiseführer mit Informationen über die Produkte. Die Box wird donnerstags oder freitags ausgeliefert und kann bis sonntags davor bestellt werden. Um das Abo-Modell auf neue Produktgruppen ausweiten zu können, sammelt Foodiesquare zurzeit über Seedmatch Investorengelder ein.

Delizr: Noch mehr für neugierige Genießer: Die Berliner Emilia Vila, Ferran Gascon und Lea Ziegler wollen auf Reisen durch ganz Europa handgemachte und außergewöhnliche Produkte entdecken und sie über Delizr einem breiteren Publikum zugänglich machen. Das junge Berliner Start-up bietet eine breite Palette von Wein über Fischspezialitäten und Käse bis zu Süßigkeiten an. Diese werden im Shop liebevoll präsentiert. Und im Blog gibt es dazu ausführliche Geschichten zu erzählen.
 

Alvari: Wer so richtig indiviuell wohnen will, kann seine Möbel auch gleich selbst designen. Alvari, ein von Boris Bandyopadhyay und Reyk Buchenberg gegründetes Berliner Start-up, lässt die guten Stücke dann herstellen und ausliefern. Verwendet werden dazu ausschließlich regionale Hölzer, Nachhaltigkeit wird groß geschrieben. Das individuelle Design kann mithilfe eines Online-Konfigurators gestaltet werden. Gestartet ist Alvari in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Nonabox: Nach Spanien und Italien enterte das Start-up, an dem unter anderem Bertelsmann Digital Media Investments beteiligt ist, im vergangenen Oktober auch den deutschen Markt. Nonabox liefert eine Abo-Box für Schwangere und Mütter von bis zu zweijährigen Kindern. Die Box trifft jeden Monat ein und enthält eine individuelle Auswahl an Babykleidung, Nahrung und Spielzeug. Der Abo-Preis beträgt 25 Euro pro Jahr. Dafür bekommen die Kundinnen sechs bis neun Produkte, deren Einzelkauf-Wert höher liegt als der Preis der Box. Die Fans tauschen sich im Nonablog oder auf Facebook (über 32.000 Fans!) aus. Nonabox bietet kein grundsätzliches neues Geschäftsmodell, setzt es aber offenbar besser um als entsprechende Vorgänger: Immerhin gab Geschäftsführerin Sarah Mettler kürzlich bekannt, dass Nonabox bald auch in Österreich startet.

Strick-Mutti: Keine Zeit, für das Baby oder den heranwachsenden Sprössling zu stricken? Oder können Sie womöglich gar nicht stricken? Kein Problem: Die Hamburger Strick-Muttis übernehmen das gerne. Unter www.strick-mutti.de gibt es liebevoll Schlupfmützen, Strampler, Strickjacken und Hosen. Der Kunde kann sich aus dem Sommer- oder Wintersortiment das Modell aussuchen sowie Farbe und Größe aussuchen. Er bekommt dann ein handgestricktes Unikat, das obendrein aus Biowolle besteht. Die Strick-Muttis sind 20 Hamburgerinnen, viele von ihnen Rentnerinnen und Mütter. Sie haben sich auf eine Anzeige der Gründerin Anika Geigenberger im Oktober 2012 zusammengefunden.