Als sich herausstellte, dass ihr Sohn statt des gewünschten Jura-Studiums doch eher einen Weg in der schreibenden Zunft suchen würde, entfuhr meiner Mutter der Klassiker aus dem Arsenal mundtotmachender Argumente elterlicher Sorge. Das sei doch brotlose Kunst, dann doch lieber Friseur oder Koch. Denn "Hunger haben die Leute immer".

An diese unumstößliche Tatsache haben sich auch einige Gründer erinnert, deren Startups wir heute vorstellen wollen.

Nur Kochen

Worum geht es?

Auf Nurkochen kann man von Nutzern erstellte Rezepte auswählen und sich die passenden Zutaten per Lieferservice nach Hause bringen lassen. Der Service kommt ohne Abonnement aus. Die Preise sind abhängig von den Zutaten und der Portion. Drei Low-Carb-Hamburger sind etwa für knapp 7,50 Euro zu bekommen.

Wer macht es?

Geschäftsführer Dominik Jaworski hat noch einige weitere Services im Internet gestartet, darunter einen Nachschlagedienst für Öffnungszeiten.

Frischepost

Worum geht es?

Derzeit nur für Hamburg bietet das Startup seinen Lieferdienst von Lebensmitteln an. Die Produkte stammen nach eigenen Angaben direkt aus der Region. Neben bereits zusammengestellten Boxen kann der Kunde auch individuell die gewünschten Lebensmittel zusammenstellen. Dort wo Frischepost noch nicht liefert, besteht für Interessierte die Option, "Fan" zu werden. Bei wenigstens 5 Fans in einem Gebiet soll auch dorthin geliefert werden.

Wer macht es?

Ein Team rund um die beiden Gründerinnen Juliane Eichblatt und Eva Neugebauer.

Kale & Me

Worum geht es?

Ebenfalls aus Hamburg stammt Kale & Me. Hier werden kaltgepresste Obst- und Gemüsesäfte angeboten, deren Zutaten aus der Region stammen. Es wird eine Saftkur (3 Tage, 18 Flaschen) angeboten, der Kunde kann sich aber auch seine eigenen Pakete nach seinem Geschmack zusammenstellen. Ein Abonnement ist in Vorbereitung.

Wer macht es?

Die drei Gründer Annemarie Heyl, David Vinnitski und Konstantin Timm teilen ihre gemeinsame Leidenschaft für gesunde Säfte.

Beerplorer

Worum geht es?

Vom Gemüsesaft zum Gerstensaft. Szenenwechsel nach Frankfurt. In den vergangenen Jahren hat sich die Suche nach speziellen Biersorten kleinster Brauereien aus der Nische zu einem Hype-Thema entwickelt. Hier setzt Beerplorer an und bietet Craft Beer als Abonnement an.

Wer macht es?

Der Gründer Tobias Zander möchte seine Leidenschaft für das individuelle Biergeschmackserlebnis mit seinen Kunden teilen.

Stuggi

Worum geht es?

Wer als gebürtiger "Fischkopf" in Schwaben zu Gast ist, kommt nicht umhin die berühmten Maultaschen zu probieren. Und genau um die geht es bei Stuggi. Das Startup Stuggi widmet sich ganz diesem Thema und bietet nicht nur die bekannten herzhaften Varianten, sondern auch etwas für den exotischen Geschmack an. Zum Beispiel Maultaschen der Richtung Pina Colada. Die Lebensmittel werden frisch zubereitet. Dementsprechend muss der Kunde auch 4-5 Tage auf seine Lieferung warten.

Wer macht es?

Der Gründer Stefan Bless und sein Team kamen auf die originelle Idee, die in einem "Maultaschenkonfigurator" gipfelt.

Qozy

Worum geht es?

Wer seinen eigenen Kochkünsten nicht so recht über den Weg traut oder seinen Gästen ein leckeres Drei-Gänge-Menü ohne viel Arbeit bieten möchte ist bei diesem Startup richtig. Das Berliner Unternehmen vermittelt Profiköche, die im Hause des Gastgebers die Speisefolge frisch zubereiten. Die Menüs werden nach saisonalen und regionalen Aspekten von Profis zusammengestellt.

Wer macht es?

Gründer Stephane Berdugo und sein Team entwickelten die Idee für dieses selbstfinanzierte Startup, das sich derzeit auf Berlin, Genf und Mailand beschränkt.