Vertikalisierung, Digitalisierung, Internationalisierung: Der deutsche Modehandel ist im Umbruch. Davon profitieren Branchengrößen wie H&M, Zara und Otto, zeigt eine aktuelle TW-Studie.

Es sind rund 100 Unternehmen, die den Markt für Mode und Textilien in Deutschland im Griff haben. Das zeigt das aktuelle Ranking der TextilWirtschaft (TW), die wie Der Handel zur dfv Mediengruppe gehört, über die größten Textileinzelhändler in Deutschland 2014. Die insgesamt rund 34.000 Unternehmen der Branche haben laut Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) im vergangenen Jahr einen Umsatz von zusammen etwa 60 Milliarden Euro (brutto) erzielt. Davon entfallen rund 40 Milliarden Euro auf die 94 im TW-Ranking aufgeführten Unternehmen. Damit stehen sie für rund zwei Drittel des Marktvolumens.

Auch 2014 waren es drei große Entwicklungen, die die Marktveränderungen angetrieben haben: Vertikalisierung, Digitalisierung und Internationalisierung. So haben die beiden vertikal organisierten Unternehmen H&M und Inditex ihre Umsätze auf hohem Niveau auch 2014 steigern können. H&M hat um 6,7 Prozent auf über 3,8 Milliarden Euro zugelegt, Inditex konnte ein Plus von 10,6 Prozent auf geschätzt 710 Millionen Euro erzielen.

Internationale Händler

Auffällig ist die Internationalisierung des Marktes. 21 der 94 Unternehmen der TW Rangliste kamen 2014 aus dem Ausland oder hatten ausländische Gesellschafter. Zusammen stehen sie für einen Umsatz von weit über 10 Mrd. Euro.

Der Trend der Digitalisierung in Form der Migration von Marktanteilen vom stationären Handel zu E-Commerce hält weiter an. Mit der Otto Group steht seit Jahren ein Unternehmen an der Spitze des deutschen Modehandels, das die Erlöse (2014: 4,23 Milliarden Euro) überwiegend im Versand erwirtschaftet. Die weiteren im TW-Ranking gelisteten Versender kommen zusammen auf einen Umsatz von über 1,7 Milliarden Euro.

Detaillierte Informationen zum Ranking finden sich in der aktuellen Ausgabe der TextilWirtschaft (Nr. 47/2015).