Schwächelnder Handel, wachsendes Bankgeschäft - so lautet die erste Bilanz von ANWR für 2012. Die Verbundgruppe hatte erhebliche Orderrückgänge zu verzeichnen und setzt daher auch 2013 auf die Finanzdienstleistungen.

Die Verbundgruppe ANWR meldet für 2012 eine "stabile" Bilanz. Das Geschäftsvolumen des Konzerns, zu dem unter anderem Gesellschaften wie ANWR Schuh, Sport 2000, Quick Schuh, ANWR Garant International und Goldkrone gehören, erreichte auch im Jahr 2012 einen Wert von rund 7,6 Milliarden Euro und lag damit lediglich auf Vorjahresniveau, teilte das Unternehmen mit Sitz in Mainhausen mit. Genauere Zahlen teilt die Kooperation im Frühjahr mit.

Die Umsätze bei den über 11.000 Fachgeschäften der Verbundgruppe entwickelten sich unterschiedlich, hieß es weiter. Der Schuhbereich in Deutschland habe seine Vorjahresumsätze halten können, in Österreich sei gar "ein gutes Plus" erzielt worden. Auch hier nennt ANWR keine Zahlen. Dagegen hat es bei den Händlern in den Niederlanden einen regelrechten Einbruch gegeben - laut Mitteilung gingen dort die Umsätze um bis zu zehn Prozent zurück.

Der Sportartikelhandel entwickelte sich hingegen erfreulich. Die Händler von Sport 2000 erzielten laut Unternehmensangaben im Jahr 2012 ein Umsatzplus von über vier Prozent.

Fachhandel ordert zurückhaltend

Insgesamt orderten die angeschlossenen ANWR-Händler im abgelaufenen Jahr "deutlich zurückhaltender als im Jahr 2011", klagt das Unternehmen. Mit einem Orderrückgang im Schuhbereich von rund acht Prozent und im Sportbereich von vier Prozent vermeldeten die zur Gruppe gehörenden nationalen und internationalen Kooperationen schwächere Werte als im Vorjahr. Insgesamt belief sich das Geschäftsvolumen für die Handelskooperationen der ANWR auf knapp 2,4 Milliarden Euro.

Finanzdienstleistungsbereich soll den Konzern stabil halten

Im Finanzdienstleistungsbereich der Gruppe stieg das Geschäftsvolumen bei der DZB Bank, der Aktivbank und der BAG Buchhändler Abrechnungsgesellschaft auf 5,2 Milliarden Euro an.

Für das Jahr 2013 erwartet Günter Althaus, Vorstandsvorsitzender der ANWR-Gruppe,  eine Steigerung des Konzernumsatzes ohne konkret zu werden. "Wir haben uns im Jahr 2012 mit der nunmehr vollständigen Übernahme des Garant-Konzerns und dem Erwerb der Sport 2000 Niederlande ein gutes Stück konsolidiert. Wir erwarten für 2013 keine steigenden Einkaufsvolumina im Schuh- und Sporthandel, gehen aber von einem nächsten Wachstumsschritt im Finanzdienstleistungsbereich aus", erklärter Althaus.