Zusammen mit dem Hersteller Boeing verwirklicht Lufthansa an Bord ihrer gesamten Langstreckenflotte das fliegende Büro mit High-Speed-Internetzugriff.

Zusammen mit dem Hersteller Boeing verwirklicht Lufthansa an Bord ihrer gesamten Langstreckenflotte das fliegende Büro mit High-Speed-Internetzugriff.

Scott Carson, Präsident Connexion by Boeing, und Wolfgang Mayrhuber, Deutsche Lufthansa AG , Mitglied des Vorstandes und Vorstandsvorsitzender Passage Airlines, unterzeichneten auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget eine entsprechende Übereinkunft. Beide Partner wollen 2002 eine erste Linienmaschine des Typs Boeing 747 mit dem System ausrüsten. Schon im Folgejahr soll das Internet zum regulären Lufthansa-Angebot an Bord zählen.

„Unsere Fluggäste werden Arbeitsbedingungen vorfinden, die den bekannten Online-Anwendungen am Boden gleichwertig sind“, betonte Mayrhuber. „Wir setzen deshalb bewusst auf die globale, leistungsstarke und zukunftssichere Breitbandtechnologie und nicht auf die stark einschränkende Schmalbandlösung mit ihrem Kapazitäts- und Geschwindigkeitslimit.“ Dank der hohen Übertragungsgeschwindigkeit wird das Arbeiten im World Wide Web und der Versand von umfangreicheren Dateien wie Präsentationen problemlos möglich sein. Die Schmalbandtechnik ist wegen der deutlich geringeren Datenübertragungsrate auf reine Textnachrichten beschränkt. Zudem ist ein echter Online-Zugriff auf das Internet nicht möglich, sondern nur das Abrufen einer begrenzten, vor dem Abflug gespeicherten Auswahl an Internetseiten.

Während eines mehrmonatigen Testlaufs im Linienbetrieb wollen Boeing und Lufthansa mehr über die Nutzungsinteressen der Fluggäste erfahren. Besonders für Geschäftsreisende wird es wertvoll sein, mit dem eigenen Gerät vom Passagiersitz aus online Flugbuchungen und Hotelreservierungen vornehmen zu können. Zudem wird der vom Büro gewohnte Zugriff auf das firmeneigene Intranet oder den Email-Server möglich.

Zur Realisierung des ehrgeizigen Vorhabens sind finanziell wie technisch aufwendige Schritte erforderlich. Es ist beispielsweise der Aufbau eines auf die mobile Nutzung ausgelegten weltweiten Satelliten- und Datennetzwerks erforderlich. Zudem sind umfangreiche Zulassungen für das genutzte Frequenzband und die Flugzeugeinbauten notwendig.

Beim digitalen Datenaustausch zwischen Bord und Boden ist Lufthansa schon seit langem branchenweit führend. Praktisch alle Flugzeuge verfügen über ein satelliten- oder bodenfunkgestützes Datalink-System. Es dient beispielsweise dem Austausch von Start- und Landezeiten, Triebswerksparametern oder Beladungsdaten. Auch für Passagierinformationen wie Anschlussgates nutzt Lufthansa diesen Kommunikationsweg.

Das Herzstück des Systems bildet die eigens entwickelte Satellitenempfangsanlage von Connexion by Boeing, sie bringt High-Speed-Internet an Bord von Lufthansa. Als weltweit erster Anbieter hat Lufthansa Technik bereits im vergangenen Herbst einen VIP-Airbus-A340 mit einer solchen Anlage ausgerüstet. (RS)


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