Die Entwicklung im Markt für das mobile Internet wird durch eine Reihe grundlegender Missverständnisse geprägt, sagt Oliver Samwer, Mitgründer und Vorstand des Mobilportals Jamba!.

Die Entwicklung im Markt für das mobile Internet wird durch eine Reihe grundlegender Missverständnisse geprägt, sagt Oliver Samwer, Mitgründer und Vorstand des Mobilportals Jamba!. Das Unternehmen bietet unter www.jamba.de über 180 WAP- und 400 SMS-Dienste sowie mehr als 1000 Klingeltöne und Logos fürs Handy an.

Oliver Samwers Thesen und Anti-Thesen:

1. Irrtum: WAP ist tot
WAP wird mit GPRS wieder populär werden. GPRS bringt die erforderliche Übertragungsgeschwindigkeit mit sich und bietet vor allem "always on", also eine "Internet-Standleitung". Am wichtigsten: Der Verbraucher zahlt bei GPRS nicht die Verbindungszeit, sondern nur die Anwendungen, die er tatsächlich nutzt.
2. Irrtum: Der GPRS-Boom steht vor der Tür
In der zweiten Jahreshälfte 2001 wird sich GPRS zum Massenmarkt entwickeln. Dann sind für den Massenmarkt geeignete Geräte in ausreichender Stückzahl verfügbar, die Abrechnungssysteme der Netzbetreiber sind bis dahin auf Applikations- statt Zeitentgelte vorbereitet und die Verbraucher haben ihre Skepsis durch den heutigen "WAP-Flop" verwunden.
3. Irrtum: Erst mit UMTS wird das mobile Internet attraktiv
80 Prozent der künftigen UMTS-Anwendungen werden bereits unter GPRS entstehen. UMTS bringt gegenüber GPRS kaum grundlegende Neuerungen, sondern nur eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit.
4. Irrtum: Das Handy wird zum Internet-Zugangsgerät wie der PC
Die Internet-Erfahrung am Handy wird über Jahre hinweg grundsätzlich anders sein als am PC. Die Dateneingabe ist schwieriger und das Display kleiner. Gleichzeitig wird das Handy ein viel spontaneres und viel einfacheres Erlebnis des Internets bringen. Deswegen ist es falsch, dem Verbraucher zu suggerieren, dass er am Handy künftig das gleiche Erlebnis wie am PC erfahren wird. Die Anforderungen an das mobile Internet unterscheiden sich grundlegend vom PC-Internet.
5. Irrtum: Erst eine "killer application" wird den mobilen Durchbruch bringen
Der Verbraucher erwartet auf dem Handy nicht eine einzige, revolutionäre Anwendung, sondern einen "killer cocktail". Es kommt auf die richtige Mischung von Applikationen an, von Informationsdiensten bis zu Unterhaltungsangeboten.
6. Irrtum: Shopping wird auf dem Handy nicht massentauglich
Unter Shopping verstehen die meisten Menschen den Einkauf physischer Güter wie Bücher, Fernseher, Möbel usw. Diese Artikel werden in der Tat für die nächsten Jahre nicht in nennenswerten Volumen über das Handy eingekauft werden. M-Comerce umschreibt aber vor allem den Einkauf digitaler Güter und Dienstleistungen - Informationen, Kartenbestellungen, Reisebuchungen, Finanztransaktionen. Hier wird die Einfachheit und Bequemlichkeit des Internets auf dem Handy einen wahren Boom hervorbringen.
7. Irrtum: Die Verbraucher sind nicht bereit, für Handy-Dienste zu zahlen
Im Gegenteil: Die Verbraucher sind daran gewöhnt, für die Nutzung eines Handys laufend zu zahlen - heute pro Zeiteinheit, künftig pro Applikation. Die Service Provider haben ein funktionierendes Inkassosystem installiert, über das heute schon Millionen von Verbrauchern ihre monatliche Rechnung begleichen. Das ist u.a. einer der fundamentalen Unterschiede zum festen Internet.

Die Missverständnisse resultieren nach Einschätzung von Oliver Samwer daher, dass die Entwicklung des mobilen Internet von zwei Personengruppen mit völlig unterschiedlichem Erfahrungsschatz vorangetrieben wird: Telekommunikationsfachleuten einerseits und Internetexperten andererseits. Der Jamba!-Vorstand: "In den meisten Fällen wird der Mobilmarkt viel zu einseitig aus der TK- bzw. der Internetsicht betrachtet. Dabei fallen die wirklich neuen Paradigmen und wahren Geschäftschancen des mobilen Internetmarktes leicht unter den Tisch."(RS)

FIRMENPROFIL:

Die Jamba! AG ist das gemeinsame Unternehmen für das mobile Internet von debitel, Europas größter netzunabhängiger Telefongesellschaft, Media-Markt/Saturn, Marktführer im europäischen Elektrofachhandel, und EP:ElectronicPartner, Europas größter Verbundgruppe für Elektronik. Die Jamba! AG wurde im August 2000 von den Brüdern Marc, Oliver und Alexander Samwer sowie Max Finger, Ole Brandenburg und Franz-Josef Miller gegründet. Das Ziel der Jamba! AG ist es, das führende Portal für das mobile Internet in Deutschland und Europa zu werden. Jamba! will zum intelligenten Begleiter des Mobilfunk-Kunden werden und überall und jederzeit Information, Shopping und Unterhaltung bieten. Schon heute bietet Jamba! Handy-Nutzern den Zugang zu mehr als 180 WAP-Diensten und über 400 SMS-Diensten aus Mobile Information, Mobile Entertainment, Mobile Commerce und Mobile Communication. Damit ist Jamba! das derzeit umfassendste WAP und SMS Portal in Deutschland. In den drei Monaten seit seiner Gründung hat Jamba! bereits mehr als 100.000 Kunden in Deutschland und Holland für sein Portal gewonnen. Um möglichst vielen Kunden einen einfachen Zugang zum Jamba!-Portal zu ermöglichen, statten debitel, Media-Markt/Saturn und ElectronicPartner jedes internetfähige mobile Endgerät, das über ihre Vertriebswege verkauft wird, mit dem Jamba!-Portal aus. Jamba! wird in Zukunft verstärkt Inhalte und Dienste für mobile Endgeräte der neuen Generation (GPRS und UMTS) entwickeln.
Weitere Informationen über das Jamba!-Portal: www.jamba.de

KONTAKT:

Jamba!
Alexander Samwer
Tel. 030/69538-103
E-Mail: presse@jamba.de
Internet: www.jamba.de