Die Repositionierung der Modekette Adler scheint auf einem guten Weg zu sein. 2009 konnte der Umsatzverlust gestoppt werden. 2010 will das Unternehmen schwarzen Zahlen schreiben.

In seinen 130 Modemärkten erzielte der Textilfilialist Adler im vergangenen Jahr in Deutschland, Österreich und Luxemburg einen Umsatz von insgesamt rund 400 Millionen Euro.

"Für 2010 peilt das Unternehmen nach Jahren des Verlustes wieder die Gewinnzone an", sagt Lothar Schäfer, der Vorsitzende der Geschäftsführung. "Die Umsätze der ersten Monate zeigen, trotz der lang anhaltenden schlechten Witterung, einen deutlichen Trend nach oben". Man sei nach etlichen verlustreichen Jahren erstmals wieder in der Lage schwarze Zahlen zu schreiben und liege in den ersten Monaten 2010 "deutlich über Plan".

Schwarze Zahlen in 2010 und 2011 erwartet

"Der Saisonauftakt startet daher unter guten Vorzeichen und wird durch die Jubiläumskampagne "60 Jahre Adler" begleitet", freut sich Schäfer. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet das Unternehmen ebenfalls eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Nachdem die Metro AG im Februar 2009 Adler an die Beteiligungsgesellschaft BluO verkauft hatte, wurden umfangreiche Restrukturierungen im Unternehmen eingeleitet.

Unter anderem wurde die Marke Adler repositioniert und der Ausflug in eine deutlich jüngere Zielgruppe beendet.

Weiter auf Expansionskurs

Adler trennte sich von dem Testimonial Veronica Ferres und setzt stattdessen auf die Birgit Schrowange als Sympathieträgerin. Darüber hinaus wirbt Reiner Calmund für die "Bug Fashion"-Kollektion des Unternehmens wirbt

Mit dem Erwerb von 12 Woolworth-Standorten in Österreich, die zurzeit in Adler Filialen umgebaut werden, wurde zudem ein Expansionskurs eingeleitet. Dieser soll in diesem Jahr durch die Eröffnung von neuen Filialen und weiteren Zukäufen fortgesetzt werden, kündigt Schäfer an. Seit März dieses Jahres ist das Sortiment von Adler auch online erhältlich.